Achtung, Betrug – Gefälschte IONOS-Mails setzen Nutzer unter Druck

Achtung, Betrug – gefälschte IONOS-Mails setzen Nutzer unter Druck

Täuschend echte E-Mails im Namen des Webhostinganbieters IONOS sind aktuell im Umlauf und können für Verunsicherung sorgen. Die Betrüger versuchen durch Druck, an sensible Daten zu gelangen. Es gibt einige Warnsignale, anhand derer die gefälschten Nachrichten erkannt werden können.

Was steckt hinter den betrügerischen Mails?

Derzeit sind vermehrt sogenannte Phishing-Mails im Umlauf, die vorgeben, von IONIS zu stammen. In den Nachrichten wird beispielsweise behauptet, dass dringende Überprüfungen oder Aktualisierungen des Mail- oder Zahlungskontos notwendig seien. Andernfalls drohe eine Sperrung oder sogar Löschung des Kontos. Die Kriminellen nutzen diesen Druck, um Betroffene zu unüberlegten Handlungen zu bewegen. Besonders perfide ist, dass die E-Mails auf den ersten Blick seriös und professionell erscheinen. Denn Logos, Signaturen und eine höfliche Ansprache bewirken, dass Vertrauen geweckt wird. Ein konkretes Beispiel für eine solche Betrugsmail, die den telespiegel erreichte, zeigt, wie glaubwürdig die Nachrichten aufgebaut sein können.

„Guten Tag,

mein Name ist Caroline Schmider und ich freue mich, Ihnen künftig als persönliche Ansprechpartnerin zur Seite zu stehen. Bei einer erneuten Überprüfung unserer Unterlagen haben wir festgestellt, dass die von Ihnen am 10.09.2025 beglichene Rechnung aufgrund eines Systemfehlers versehentlich höher ausgefallen ist. Selbstverständlich möchten wir Ihnen den Differenzbetrag umgehend zurückerstatten. Wir haben bereits versucht, die Rückzahlung einzuleiten, jedoch konnten wir diese nicht erfolgreich abschließen, da die hinterlegten Zahlungsdaten nicht mehr aktuell zu sein scheinen. Damit wir die Erstattung schnellstmöglich durchführen können, wäre es hilfreich, wenn Sie Ihre Zahlungsinformationen bis spätestens 20.12.2025 aktualisieren könnten. Hinweis: Im Anhang finden Sie ein kurzes Formular, das Sie bitte ausfüllen und uns zeitnah zurücksenden. Damit stellen wir sicher, dass die Rückerstattung ohne Verzögerung erfolgen kann und Ihr Service weiterhin uneingeschränkt zur Verfügung steht […].“

Ein anschließender Check der Datei bei virustotal.com ergab ein klares Warnsignal: 2/62 Sicherheitsanbieter haben diese Datei als bösartig gekennzeichnet.

Welche Warnsignale sollten Verbraucher ernst nehmen?

Auch IONOS selbst warnt auf seiner offiziellen Website ausdrücklich vor solchen Phishing-Mails. Kunden wird empfohlen, den hauseigenen Validierungsservice zu nutzen, um die Echtheit einer Nachricht schnell und unkompliziert zu überprüfen. Grundsätzlich gilt, dass Mail-Anhänge niemals geöffnet werden sollten. Insbesondere dann nicht, wenn zur Preisgabe sensibler Daten aufgefordert wird. Ein deutliches Alarmsignal ist darüber hinaus ein mitgesendetes Formular im Format .pdf.html. Solche Dateien werden häufig genutzt, um Schadsoftware zu verbreiten oder Daten direkt abzugreifen. Wer bereits Informationen preisgegeben hat, sollte umgehend die Bank informieren und alle Passwörter ändern. Idealerweise über ein anderes Endgerät als das möglicherweise identifizierte.

Wie lassen sich echte IONOS-Mails erkennen?

Authentische IONOS-Mails lassen sich an mehreren Merkmalen erkennen. Die Absenderadresse muss zwingend ionos.de enthalten. Verbraucher sollten zudem den erweiterten Header anzeigen lassen, um die tatsächliche Absenderadresse zu prüfen. Ein Vergleich mit früheren, echten IONOS-Mails, kann ebenfalls hilfreich sein. IONOS weist zudem darauf hin, dass in echten Nachrichten stets die Kundennummer angegeben ist. Neukunden ohne Kundennummer sollten den Validierungsservice nutzen. Ein weiteres wichtiges Merkmal ist, dass der Kunde immer mit seinem Namen angesprochen wird. Auch eine korrekte Grammatik und Rechtschreibung sind typisch für echte Mails. Besondere Vorsicht ist bei Links geboten. Die korrekte URL lautet ionos.de. Betrüger arbeiten häufig mit nur minimalen Abweichungen, wie doppelten Buchstaben. Bei Rechnungs-Mails gilt, dass dort die Rechnungsnummer bereits immer im Betreff angegeben ist. Zudem sind Kundennummer und Rechnungsdatum enthalten. Fehlt eines der Elemente, sollte der Betroffene skeptisch sein.

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