
Ein gutes Antivirenprogramm muss nicht teuer sein. Kostenlose Antivirus-Software schützt Windows-PCs und Laptops vor vielen Viren, Trojanern und anderen Schadprogrammen. Doch nicht jedes Gratisprogramm bietet denselben Schutz. Unterschiede gibt es bei der Erkennungsleistung, Bedienung, Werbung und den Zusatzfunktionen.
Wir vergleichen fünf kostenlose Antivirenprogramme für Windows, erklären ihre Vor- und Nachteile und zeigen, welcher Virenschutz für welchen Nutzer geeignet ist. Dabei stellt sich auch die Frage, ob unter Windows 11 überhaupt noch zusätzliche Antivirus-Software erforderlich ist.
Die besten kostenlosen Antivirenprogramme im Vergleich 2026
Für Privatanwender stehen mehrere kostenlose Virenschutzprogramme zur Auswahl. Neben den bekannten Anbietern Avast, AVG, Avira und Bitdefender gehört auch der bereits in Windows integrierte Microsoft Defender dazu.
Die folgende Übersicht berücksichtigt den Funktionsumfang der kostenlosen Versionen, die Bedienbarkeit und typische Einschränkungen. Sie ist keine Rangliste nach eigenen Labortests.
| Antivirenprogramm | Kostenloser Schutz | Werbung / Hinweise | Besonders geeignet für |
|---|---|---|---|
| Microsoft Defender | Echtzeitschutz, Malware-Erkennung, integrierte Windows-Sicherheit | Kaum Produktwerbung | Windows-Nutzer ohne Zusatzsoftware |
| Bitdefender Antivirus Free | Echtzeitschutz, Malware- und Phishing-Erkennung | Hinweise auf kostenpflichtige Angebote möglich | Nutzer, die eine schlanke Lösung bevorzugen |
| Avast Free Antivirus | Echtzeitschutz, Malware-Erkennung und Schutzfunktionen gegen Onlinebedrohungen | Hinweise auf Premiumfunktionen | Nutzer, die zusätzliche Einstellungen wünschen |
| AVG AntiVirus Free | Echtzeitschutz, Virenscanner und Schutz vor Schadsoftware | Hinweise auf kostenpflichtige Erweiterungen | Einsteiger und Privatanwender |
| Avira Free Security | Virenschutz und zusätzliche kostenlose Sicherheitswerkzeuge | Werbung für kostenpflichtige Funktionen | Nutzer, die mehrere Werkzeuge in einer Oberfläche möchten |
Wichtig: Die Schutzfunktionen und Nutzungsbedingungen können sich mit Programmupdates ändern. Einzelne Funktionen stehen möglicherweise nur in kostenpflichtigen Versionen zur Verfügung.
Wie gut schneiden kostenlose Antivirenprogramme im Test ab?
Eine Orientierung bieten unabhängige Untersuchungen wie die Tests des Sicherheitsinstituts AV-TEST. Dort werden Antivirenprogramme insbesondere hinsichtlich Schutzwirkung, Geschwindigkeit und Benutzbarkeit untersucht.
Im Test für Windows 11 vom August 2026 erreichten Avast Free Antivirus und AVG AntiVirus Free jeweils 18 von 18 möglichen Punkten. Microsoft Defender erzielte 17,5 Punkte. Damit zeigten alle drei Lösungen eine hohe Leistungsfähigkeit.
Allerdings ist bei Vergleichen Vorsicht geboten: Einige Testinstitute untersuchen kostenpflichtige Sicherheitsprogramme, deren Ergebnisse nicht ohne Weiteres auf die kostenlosen Versionen übertragen werden können. So wurden beispielsweise Bitdefender Total Security und Avira Internet Security getestet, nicht deren Gratisversionen.
Die aktuellen Ergebnisse lassen sich beim unabhängigen Institut AV-TEST nachlesen. Auch Stiftung Warentest hat kostenlose Antivirenprogramme untersucht.
Microsoft Defender – kostenloser Virenschutz bereits in Windows
Wer Windows 11 verwendet, hat bereits ein kostenloses Antivirenprogramm installiert. Microsoft Defender Antivirus ist Bestandteil der Windows-Sicherheit und schützt den Computer automatisch vor zahlreichen Bedrohungen.
Die Software erkennt Viren, Trojaner und andere Schadprogramme und überprüft Dateien beim Öffnen oder Herunterladen. Über die Windows-Sicherheit stehen verschiedene Scanmöglichkeiten und weitere Sicherheitsfunktionen zur Verfügung.
Vorteile: keine zusätzliche Installation, automatische Aktualisierung über Windows und eine vergleichsweise übersichtliche Bedienoberfläche. Zudem gibt es kaum Werbung für zusätzliche Sicherheitsprodukte.
Nachteile: Wer spezielle Zusatzfunktionen oder eine umfangreiche Sicherheits-Suite benötigt, findet bei anderen Herstellern zusätzliche Angebote.
Empfehlung: Für viele Privatanwender ist Microsoft Defender bereits eine gute Wahl. Wer keine besonderen Anforderungen hat, benötigt nicht zwingend ein weiteres kostenloses Antivirenprogramm.
Bitdefender Antivirus Free – einfacher Virenschutz ohne viele Extras
Bitdefender Antivirus Free konzentriert sich auf die wesentlichen Aufgaben einer Sicherheitssoftware. Das Programm überwacht den Computer im Hintergrund und erkennt viele bekannte sowie neue Bedrohungen.
Zu den wichtigen Funktionen gehören der Echtzeitschutz vor Schadsoftware und die Erkennung gefährlicher Onlineinhalte. Die Bedienoberfläche ist vergleichsweise übersichtlich, da auf zahlreiche Zusatzmodule verzichtet wird.
Vorteile: einfache Bedienung, automatische Schutzfunktionen und wenige notwendige Einstellungen.
Nachteile: Einige zusätzliche Sicherheitsfunktionen sind den kostenpflichtigen Bitdefender-Produkten vorbehalten.
Geeignet für: Nutzer, die einen kostenlosen Virenscanner installieren möchten, ohne sich anschließend regelmäßig mit komplexen Sicherheitseinstellungen beschäftigen zu müssen.
Bitdefender Antivirus Free – Anbieter und Download
Avast Free Antivirus – kostenloses Antivirus-Programm mit Zusatzfunktionen
Avast Free Antivirus gehört zu den bekannten kostenlosen Virenschutzprogrammen. Neben dem Schutz vor klassischen Computerviren erkennt die Software weitere Schadprogramme und bietet Funktionen zur Überwachung potenziell gefährlicher Aktivitäten.
Die Benutzeroberfläche bietet zahlreiche Einstellmöglichkeiten. Allerdings werden auch Funktionen angezeigt, für die eine kostenpflichtige Version benötigt wird.
Vorteile: Umfangreicher Basisschutz und verschiedene Prüfmöglichkeiten.
Nachteile: Hinweise auf Premiumangebote können störend wirken. Bei der Auswahl sollten Nutzer außerdem Datenschutz und Datenerfassung berücksichtigen.
Geeignet für: Anwender, die ein kostenloses Antivirus-Programm mit zusätzlichen Optionen suchen.
Avast – kostenlose Sicherheitssoftware
AVG AntiVirus Free – übersichtlicher Virenschutz für Einsteiger
AVG AntiVirus Free bietet einen kostenlosen Echtzeitschutz gegen Viren, Trojaner und andere Malware. Die Software nutzt Schutztechnologien aus derselben Unternehmensgruppe wie Avast.
Die Oberfläche ist vergleichsweise einfach aufgebaut. Zentrale Funktionen wie Sicherheitsprüfung und Statusanzeige sind auch für weniger technikaffine Nutzer gut erreichbar.
Vorteile: verständliche Bedienung, automatische Überwachung und guter Basisschutz.
Nachteile: Einzelne Funktionen sind kostenpflichtig. Hinweise auf Premiumangebote können während der Nutzung erscheinen.
Geeignet für: Nutzer, die ein kostenloses Virenschutzprogramm mit einer unkomplizierten Oberfläche bevorzugen.
AVG AntiVirus Free – Anbieter und Download
Avira Free Security – kostenloser Virenschutz mit zusätzlichen Werkzeugen
Avira gehört zu den traditionsreichen Anbietern von Sicherheitssoftware. Die kostenlose Version kombiniert einen Virenscanner mit weiteren Sicherheits- und Optimierungswerkzeugen.
Je nach Programmversion stehen etwa zusätzliche Funktionen für Privatsphäre und sicheres Surfen zur Verfügung. Nicht sämtliche Angebote sind uneingeschränkt kostenlos.
Vorteile: Virenschutz und zusätzliche Werkzeuge in einer Anwendung.
Nachteile: Die Vielzahl zusätzlicher Funktionen kann die Bedienoberfläche unübersichtlicher machen. Außerdem gibt es Hinweise auf kostenpflichtige Erweiterungen.
Geeignet für: Anwender, die neben einem Antivirus-Programm weitere Sicherheitswerkzeuge ausprobieren möchten.
Avira Free Security – Anbieter und Download
Welches kostenlose Antivirenprogramm ist das beste?
Ein einziges bestes kostenloses Antivirenprogramm gibt es nicht. Entscheidend sind die Anforderungen des Nutzers und die Ausstattung des Computers.
| Anforderung | Geeignete Lösung | Begründung |
|---|---|---|
| Einfacher Schutz ohne Installation | Microsoft Defender | Bereits in Windows 11 enthalten |
| Möglichst übersichtliche Bedienung | Microsoft Defender oder Bitdefender Free | Wenige notwendige Einstellungen |
| Kostenloser Schutz mit zusätzlichen Optionen | Avast Free Antivirus | Verschiedene Schutzfunktionen und Einstellungen |
| Einsteigerfreundliche Oberfläche | AVG AntiVirus Free | Gut erreichbare Grundfunktionen |
| Virenschutz mit zusätzlichen Werkzeugen | Avira Free Security | Mehrere Sicherheitsfunktionen in einem Paket |
Wer vor allem einen kostenlosen Virenschutz ohne zusätzliche Werbung und Installationen sucht, sollte zuerst den vorhandenen Microsoft Defender prüfen. Ein Wechsel zu einem anderen Antivirus-Programm ist insbesondere dann sinnvoll, wenn dessen Funktionen oder Bedienoberfläche den eigenen Anforderungen besser entsprechen.
Kostenloser Virenscanner – PC auf Viren prüfen
Wer vermutet, dass der Computer mit Schadsoftware infiziert ist, kann ihn kostenlos auf Viren prüfen. Unter Windows 11 ist dafür nicht einmal ein zusätzlicher Download erforderlich.
Virenscan mit Microsoft Defender durchführen
- Über das Windows-Startmenü die Anwendung „Windows-Sicherheit“ öffnen.
- Den Bereich „Viren- & Bedrohungsschutz“ auswählen.
- Auf „Schnellüberprüfung“ klicken, um häufig betroffene Bereiche zu kontrollieren.
- Unter „Scanoptionen“ bei Bedarf eine vollständige Überprüfung auswählen.
- Gefundene Bedrohungen anhand der angezeigten Empfehlungen behandeln.
Bei hartnäckigen Infektionen kann zusätzlich die Microsoft Defender Offlineüberprüfung hilfreich sein. Sie startet eine besondere Prüfung außerhalb der normalen Windows-Sitzung.
Ein vollständiger Virenscan kann je nach Datenmenge und Computerleistung längere Zeit benötigen. Vor einer Offlineüberprüfung sollten offene Dateien gespeichert werden, da Windows neu gestartet wird.
Online-Virenscanner und Antivirus im Browser
Manche Sicherheitsanbieter bieten kostenlose Online-Scanner oder Werkzeuge zur Prüfung einzelner Dateien an. Dabei muss zwischen unterschiedlichen Angeboten unterschieden werden.
- Browserbasierte Dateiprüfung: Eine verdächtige Datei wird auf einen Server hochgeladen und dort untersucht.
- Online-Virenscanner mit Download: Ein zusätzliches Prüfprogramm untersucht den Computer.
- Browser-Schutzfunktionen: Sie warnen vor gefährlichen Webseiten und Downloads, ersetzen aber keinen vollständigen Virenschutz des Betriebssystems.
Für einzelne verdächtige Dateien ist beispielsweise VirusTotal bekannt. Der Dienst wertet mehrere Scan-Engines aus. Persönliche oder vertrauliche Dateien sollten dort allerdings nicht hochgeladen werden, da hochgeladene Inhalte weiterverarbeitet und mit Sicherheitsunternehmen geteilt werden können.
Wichtig: Ein browserbasierter Virenscan bietet normalerweise keinen dauerhaften Echtzeitschutz. Er ergänzt ein installiertes Antivirenprogramm, ersetzt es aber nicht.
Reicht ein kostenloses Antivirenprogramm aus?
Für viele Privatanwender genügt kostenlose Antivirus-Software. Ein aktueller Virenscanner mit Echtzeitschutz und regelmäßigen Sicherheitsupdates kann zahlreiche Angriffe verhindern.
Allerdings unterscheiden sich Gratis- und Premiumversionen teilweise deutlich beim Funktionsumfang. Manche zusätzlichen Funktionen sind bei kostenlosen Programmen nur eingeschränkt oder gar nicht verfügbar.
| Funktion | Kostenlose Antivirus-Software | Kostenpflichtige Sicherheits-Suite |
|---|---|---|
| Virenscanner | In der Regel enthalten | Enthalten |
| Echtzeitschutz | Bei den vorgestellten Programmen enthalten | Enthalten |
| Schutz vor Phishing | Je nach Programm und Browser | Häufig erweitert |
| Ransomware-Schutz | Grundschutz teilweise enthalten | Oft zusätzliche Funktionen |
| VPN | Teilweise mit Datenlimit | Je nach Tarif umfangreicher |
| Passwortmanager | Teilweise vorhanden oder separat kostenlos | Häufig integriert |
| Kindersicherung | Teilweise über Betriebssystem oder separate Apps | Häufig als Zusatzfunktion |
| Kundensupport | Meist eingeschränkt | Je nach Anbieter umfangreicher |
Auch kostenpflichtige Antivirus-Software garantiert keinen vollständigen Schutz. Deshalb sind regelmäßige Backups, aktuelle Programme und ein vorsichtiger Umgang mit unbekannten Dateien weiterhin erforderlich.
Antivirus kostenlos für Windows 11 und Windows 10
Unter Windows 11 steht mit Microsoft Defender bereits ein leistungsfähiger Virenschutz bereit. Viele Nutzer können deshalb auf die Installation zusätzlicher Antivirus-Software verzichten.
Bei Windows 10 ist die Situation anders. Microsoft hat den regulären Support am 14. Oktober 2025 beendet. Ohne erweiterte Sicherheitsupdates werden neu entdeckte Sicherheitslücken des Betriebssystems nicht mehr regulär geschlossen.
Auch ein gutes kostenloses Antivirenprogramm kann diese fehlenden Betriebssystemupdates nicht vollständig ersetzen. Wer weiterhin Windows 10 nutzt, sollte die Möglichkeiten für erweiterte Sicherheitsupdates prüfen oder auf ein unterstütztes Betriebssystem wechseln.
Informationen dazu bietet Microsoft zum Supportende von Windows 10.
Kostenlose Antivirenprogramme für Android und iPhone
Nicht nur Windows-Computer können durch Schadsoftware gefährdet werden. Auch Smartphones sind Ziele von Betrugsversuchen, manipulierten Apps und gefährlichen Links.
Für Android bieten verschiedene Hersteller kostenlose Sicherheits-Apps an. Dazu gehören unter anderem Avast Mobile Security, AVG AntiVirus und Sophos Intercept X for Mobile. Welche Zusatzfunktionen kostenlos nutzbar sind, hängt von der jeweiligen App-Version ab.
Android verfügt außerdem bereits über Google Play Protect, das installierte Apps auf schädliches Verhalten prüfen kann.
Beim iPhone ist die Situation anders. Aufgrund der Sicherheitsarchitektur von iOS können gewöhnliche Antivirus-Apps nicht das gesamte Betriebssystem wie ein Windows-Virenscanner untersuchen. Sicherheits-Apps bieten dort stattdessen unter anderem Schutz vor betrügerischen Webseiten oder zusätzliche Datenschutzfunktionen.
Weitere Empfehlungen enthält unser Ratgeber Smartphone absichern – wichtige Schutzmaßnahmen für Android und iPhone.
Worauf sollte man bei kostenloser Antivirus-Software achten?
Ein kostenloses Virenschutzprogramm sollte nicht allein nach der Anzahl seiner Funktionen ausgewählt werden. Entscheidend ist, dass es zuverlässig arbeitet und den Computer nicht unnötig belastet.
Schutzwirkung und Aktualisierungen
Ein Antivirus-Programm muss regelmäßig aktualisiert werden, damit neue Bedrohungen erkannt werden können. Zusätzlich zur Erkennung bekannter Viren sind verhaltensbasierte Prüfverfahren wichtig, um verdächtige Aktivitäten zu entdecken.
Wer sich für die unterschiedlichen Schadprogramme interessiert, findet weitere Informationen im telespiegel-Ratgeber Virus, Wurm und Trojanisches Pferd – die Unterschiede.
Werbung, Datenschutz und Abonnement
Viele Hersteller finanzieren kostenlose Antivirus-Programme durch Werbung für ihre kostenpflichtigen Versionen. Das kann sich durch Hinweise innerhalb der Anwendung oder zusätzliche Kaufangebote bemerkbar machen.
Vor der Installation sollten Nutzer prüfen, welche Daten die Software verarbeitet und ob die kostenlose Version tatsächlich dauerhaft gratis bleibt. Auch automatisch verlängerte Testabonnements verdienen besondere Aufmerksamkeit.
Verständliche Benutzeroberfläche
Gerade für weniger technikaffine Anwender ist eine einfache Bedienung wichtig. Die Software sollte den Schutzstatus deutlich anzeigen, automatische Updates durchführen und bei einer Bedrohung klare Handlungsempfehlungen geben.
Microsoft Defender und Bitdefender Antivirus Free sind für Nutzer interessant, die möglichst wenige Einstellungen vornehmen möchten. AVG kann ebenfalls eine geeignete Lösung sein. Mehr Zusatzfunktionen sind nicht automatisch ein Vorteil.
Systembelastung und Geschwindigkeit
Ein Virenscanner überprüft regelmäßig Dateien und laufende Prozesse. Dabei benötigt er Arbeitsspeicher und Prozessorleistung. Auf älteren PCs kann sich das insbesondere während einer vollständigen Systemprüfung bemerkbar machen.
Aktuelle unabhängige Testergebnisse helfen dabei, Schutzwirkung und Systembelastung gemeinsam zu bewerten.
Antivirus allein reicht nicht – weitere Schutzmaßnahmen
Selbst das beste Antivirenprogramm kann nicht jeden Cyberangriff verhindern. Viele Betrugsversuche zielen darauf ab, Nutzer zur freiwilligen Eingabe von Passwörtern oder zur Installation gefährlicher Programme zu bewegen.
Wichtige ergänzende Maßnahmen sind:
- Regelmäßige Updates: Betriebssystem, Browser und installierte Programme aktuell halten.
- Vorsicht bei E-Mails: Unbekannte Anhänge und verdächtige Links nicht unüberlegt öffnen.
- Phishing erkennen: Gefälschte Webseiten und Nachrichten kritisch prüfen. Mehr dazu im Ratgeber Phishing und Pharming.
- Zwei-Faktor-Authentifizierung: Wichtige Onlinekonten zusätzlich absichern. Unser Ratgeber erklärt die Zwei-Faktor-Authentifizierung.
- Datensicherung: Wichtige Dateien regelmäßig auf einem getrennten Speichermedium oder in einem geeigneten Onlinespeicher sichern.
- Sicherheitsbewusstsein: Weitere Empfehlungen bietet der Bereich Sicherheit im Internet.
Besonders gefährlich ist Ransomware, die Dateien verschlüsseln und anschließend Lösegeld verlangen kann. Ein aktuelles Backup ist deshalb eine wichtige Ergänzung zum Virenschutz.
Häufige Fragen zu kostenlosen Antivirenprogrammen
Welches ist das beste kostenlose Antivirenprogramm 2026?
Für viele Windows-11-Nutzer ist Microsoft Defender die naheliegende Wahl, weil die Software bereits installiert ist. Wer eine Alternative sucht, kann Avast Free Antivirus, AVG AntiVirus Free, Bitdefender Antivirus Free oder Avira Free Security vergleichen. Die optimale Lösung hängt von der Bedienung, den gewünschten Funktionen und den aktuellen Testergebnissen ab.
Ist Microsoft Defender genauso gut wie ein kostenloses Antivirus-Programm?
Microsoft Defender erzielt in unabhängigen Tests regelmäßig gute Ergebnisse. Für viele Privatanwender reicht der integrierte Windows-Schutz aus. Andere Antivirus-Programme können je nach Version zusätzliche Funktionen bieten.
Kann man einen PC kostenlos auf Viren prüfen?
Ja. Über die Windows-Sicherheit kann Microsoft Defender eine kostenlose Schnellüberprüfung oder vollständige Virenprüfung durchführen. Für einzelne Dateien gibt es zusätzlich spezialisierte Online-Prüfdienste.
Gibt es kostenlose Antivirenprogramme ohne Werbung?
Microsoft Defender enthält kaum Werbung für zusätzliche Sicherheitsprodukte. Bei vielen anderen kostenlosen Antivirus-Programmen erscheinen dagegen Hinweise auf kostenpflichtige Versionen. Art und Häufigkeit dieser Hinweise können sich ändern.
Kann man zwei Antivirenprogramme gleichzeitig verwenden?
Zwei gleichzeitig aktive Echtzeit-Virenscanner sind normalerweise nicht empfehlenswert. Sie können sich gegenseitig behindern, den Computer verlangsamen oder Fehlalarme verursachen. Unter Windows wird der integrierte Microsoft Defender beim Einsatz kompatibler Drittanbieter-Software normalerweise entsprechend angepasst.
Ist kostenlose Antivirus-Software wirklich dauerhaft gratis?
Viele Anbieter stellen dauerhaft kostenlose Basisversionen bereit. Allerdings können Zusatzfunktionen kostenpflichtig sein. Nutzer sollten kostenlose Programme nicht mit zeitlich begrenzten Testversionen verwechseln und bei der Installation auf Abonnementbedingungen achten.
Braucht man unter Windows 11 noch ein Antivirenprogramm?
Ja, ein Virenschutz ist weiterhin sinnvoll. Windows 11 enthält mit Microsoft Defender allerdings bereits eine entsprechende Sicherheitslösung. Ein zusätzliches Programm ist deshalb für viele Nutzer nicht erforderlich.
Welches kostenlose Antivirenprogramm eignet sich für Anfänger?
Microsoft Defender ist für Einsteiger besonders unkompliziert, weil keine Installation notwendig ist. Auch Bitdefender Antivirus Free und AVG AntiVirus Free sind aufgrund ihrer übersichtlichen Grundfunktionen mögliche Alternativen.
Kann ein Virenscanner direkt im Browser arbeiten?
Einzelne Dateien lassen sich über webbasierte Prüfdienste untersuchen. Ein vollständiger Echtzeitschutz des Computers ist damit jedoch nicht möglich. Browser-Sicherheitsfunktionen und Online-Scanner sollten deshalb als Ergänzung betrachtet werden.
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