Stromanbieter – Bundesnetzagentur fordert Wechsel innerhalb von 24 Stunden

Stromanbieter – Bundesnetzagentur fordert Wechsel innerhalb von 24 Stunden

Die Bundesnetzagentur fordert, dass der Wechsel des Stromlieferanten in Zukunft innerhalb von 24 Stunden vollzogen sein muss. Die neue Regelung, mit der EU-Vorgaben umgesetzt werden, soll ab dem 1. Januar 2026 gelten. Hierzu hat die BNetzA jetzt ein Festlegungsverfahren veröffentlicht.

Was soll sich beim Wechsel des Stromanbieters ändern?

Verbraucher mussten bisher eine Bearbeitungszeit von bis zu zehn Tagen akzeptieren, wenn sie ihren Stromanbieter wechseln. Die Bundesnetzagentur fordert nun, dass ein Lieferantenwechsel innerhalb von 24 Stunden abgeschlossen sein muss. Hierdurch sollen Verbraucher im Rahmen der Kündigungsfristen schneller durch einen neuen Stromanbieter beliefert werden können. Mit der neuen gesetzlichen Frist wird die EU-Richtlinie 2019/944 umgesetzt. Diese sieht unter anderem vor, dass innerhalb kürzester möglicher Zeit gewechselt werden kann.

„Zukünftig soll jeder den Stromlieferanten noch einfacher und schneller wechseln können. Der Wechsel soll nicht mehr zehn Tage dauern, sondern innerhalb von 24 Stunden möglich sein“, erklärt Bundesnetzagentur-Präsident Klaus Müller.

Der technische Vorgang des Anbieterwechsels darf an Werktagen nicht länger als 24 Stunden in Anspruch nehmen. Für Stromkunden, bei denen der Anbieterwechsel nicht innerhalb dieser Frist vollzogen wurde, haben gemäß §20a des Energiewirtschaftsgesetzes einen Schadensanspruch.

Welche weiteren neuen Regelungen sollen gelten?

Neben der gesetzlich festgelegten Frist von 24 Stunden, sollen die Stromanbieter und Netzbetreiber ab Anfang 2026 auch dazu verpflichtet sein, Verbraucher in regelmäßigen Abständen über die Einzelheiten ihrer Netzanschlusssituation zu informieren. Hierzu zählen neben allen wichtigen Informationen auch preisbeeinflussende Faktoren. Hierdurch soll der Anbieterwechsel ebenfalls erleichtert werden. Die Bundesnetzagentur gibt an, dass durch die Automatisierung und Standardisierung des Lieferantenwechsels personelle Ressourcen der Stromanbieter entlastet und Effizienzgewinne erzielt werden können. Die Netzbetreiber haben bis zum 1. April 2025 Zeit, die Vorgaben umzusetzen. Hierdurch soll ein störungsfreier Start der neuen gesetzlichen Vorgaben gewährleistet werden. Die beteiligten Unternehmen haben bis zum 20. April dieses Jahres die Möglichkeit, eine Stellungnahme zum Festlegungsverfahren abzugeben.

Tarifrechner: Strompreisvergleich

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Die aktuellsten telespiegel Nachrichten
Neuer Schufa-Score – ab morgen erhalten Verbraucher mehr Transparenz

Neuer Schufa-Score

Ab morgen erhalten Verbraucher mehr Transparenz

Die Schufa stellt ihr Bonitätssystem um. Statt Prozentwerten gibt es ab morgen einen Score bis zu 999 Punkten. Hintergrund sind Urteile des Europäischen Gerichtshofs und Forderungen nach mehr Transparenz. Verbraucherschützer warnen jedoch weiterhin vor möglichen Benachteiligungen. […]

„Treuestrafe“ – loyale Stromanbieter-Kunden zahlen Milliarden zu viel

„Treuestrafe“

Loyale Stromanbieter-Kunden zahlen Milliarden zu viel

Viele Stromkunden bleiben ihrem Anbieter treu und zahlen dafür oft deutlich höhere Preise. Eine Studie der RWTH Aachen zeigt, dass viele Bestandskunden jährlich Milliarden zu viel zahlen. Wer regelmäßig Tarife vergleicht oder den Anbieter wechselt, kann mehrere hundert Euro im Jahr sparen. […]

WhatsApp-News – Eltern-Konto für Kinder ab 10 Jahren geplant

WhatsApp-News

Eltern-Konto für Kinder ab 10 Jahren geplant

Der beliebte Messenger WhatsApp plant, ein spezielles Kinder-Konto einzuführen. Kinder ab zehn Jahren sollen den Dienst künftig nutzen können. Allerdings nur mit Zustimmung und Kontrolle der Eltern. Diese können Kontakte und Datenschutz-Einstellungen festlegen. […]

OLG Frankfurt – Zimmeranfrage ist noch keine Hotelbuchung

OLG Frankfurt

Zimmeranfrage ist noch keine Hotelbuchung

Eine scheinbar harmlose Zimmeranfrage kann teuer werden – oder eben nicht. Das Oberlandesgericht Frankfurt hat entschieden, wann eine Hotelreservierung rechtlich verbindlich ist und wann nicht. Im konkreten Fall ging es um rund 10.000 Euro – und um die Frage, ob eine einfache E-Mail bereits einen Vertrag begründet. […]

Internet zu langsam? Wenn versprochene Bandbreite nicht ankommt

Internet zu langsam

Wenn versprochene Bandbreite nicht ankommt

Hohe Geschwindigkeiten stehen in vielen Internetverträgen – doch im Alltag kämpfen Nutzer oft mit schwankender Bandbreite und instabilen Verbindungen. Woran das liegt und wann technische Probleme sogar zum Streitfall werden können. […]

Fake-News-Push auf Xiaomi-Handys – Warnung vor perfider Betrugsmasche

Fake-News-Push auf Xiaomi-Handys

Warnung vor perfider Betrugsmasche

Stiftung Warentest hat bei Xiaomi-Smartphones gefälschte Nachrichtenartikel entdeckt, die per Push-Meldung verbreitet werden. Hinter angeblichen Tagesschau-Meldungen verbergen sich Betrugsseiten, die Nutzer zu Geldzahlungen oder zur Preisgabe sensibler Daten verleiten sollen. […]