Die Käufe in dem Internet können auf zahlreiche Arten bezahlt werden. Dazu gehört neben der Zahlung per Rechnung und elektronischen Zahlarten wie PayPal auch die Vorkasse. Der Kunde überweist den Betrag an den Verkäufer und erhält erst danach die Ware. Doch nicht alle Online-Händler sind seriös. Manche liefern die bestellte und bereits bezahlte Ware nicht. Insgesamt 35 Internetshops hatten die mutmaßlichen Betrüger eröffnet. Ihnen war die bei der Staatsanwaltschaft Göttingen eingerichtete Schwerpunktstaatsanwaltschaft zur Bekämpfung der Internetkriminalität in Zusammenarbeit mit der Zentralen Kriminalinspektion der Polizeidirektion Göttingen auf der Spur. Ein Geschädigter hatte Anzeige erstattet, weil er bezahlt hatte, ihm aber seine Ware nicht geliefert wurde. Das angezeigte Unternehmen wurde allerdings lediglich missbraucht, indem vorgespielte wurde, es betreibe den Onlineshop.
Im Zuge der Ermittlungen stellte sich heraus, dass die Täter über ihre verschiedenen Shops elektronische Geräte zu besonders günstigen Preisen anboten. Erst während des Bezahlvorgangs wurden die Nutzer darauf hingewiesen, dass die Ware nur gegen Vorkasse geliefert wird. Mindestens 1.194 Überweisungen in Höhe von etwa 300.000 Euro gingen auf die Konten der Betrüger ein. Jedoch wurde in keinem einzigen Fall die Ware geliefert. Gegen die Betreiber der Onlineshops wurde ermittelt, drei der mutmaßlichen Betrüger sitzen nun in Untersuchungshaft.
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