Apps – immer mehr Sicherheitsprobleme und Manipulationen

Apps - immer mehr Sicherheitsprobleme und Manipulationen

Der Markt rund um die Apps für Tablets und Smartphones wächst weiter. Nach Zahlen des Branchenverbandes BITKOM werden dieses Jahr allein in Deutschland rund 717 Millionen Euro mit den kleinen Programmen umgesetzt. Das ist ein Wachstum gegenüber dem Vorjahr von über 30 Prozent. Die Zahl der heruntergeladenen Apps ist sogar noch beeindruckender. In der Bundesrepublik werden 2014 voraussichtlich 3,4 Milliarden Apps heruntergeladen. Ein Problem gibt es allerdings: Es gibt immer mehr manipulierte Apps.

Die Saarbrücker Zeitung berichtete gestern, dass es für 70 Prozent der Android-Apps manipulierte oder gefälschte Apps gibt. Dabei stützt sich das Blatt in seinem Artikel auf eine Studie von Trend Micro. Dieses Sicherheitsunternehmen hat Daten veröffentlicht, nach denen von 2010 bis 2013 die Zahl der hochriskanten oder bösartigen Apps auf knapp 1,4 Millionen angewachsen ist. Gefährlich sind demnach Apps, die gezielt mit Trojanern und Viren verseucht sind. Während bei Google Play und Apples iTunes immer wieder schädliche Apps entfernt werden, sieht das bei gezielt auf anderen Plattformen veröffentlichte Apps anders aus. Dort werden bekannte Apps als optisch nicht erkennbare Kopie veröffentlicht, die dann Malware oder sogar Sicherheitslücken beinhalten, mit denen automatisch Geldbeträge beim Nutzen eingezogen werden. Besonders erfolgreiche Apps sind besonders von manipulativen Kopien betroffen.

Speziell Android ist als Betriebssystem etwas anfälliger, da die Entwickler hier mehr Freiheiten haben und die Apps häufig auch mehr Berechtigungen anfragen können, als sie benötigen. Das Resultat ist der Zugriff auf sicherheitsrelevante Systemdaten. Davor warnt auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie. Die Behörde empfiehlt auf einer speziellen Bürgerseite, Apps nur aus Originalquellen herunterzuladen und die Berechtigungen der App genau zu prüfen. Auch die AGB und mögliche In-App-Käufe sollten sehr genau geprüft werden. Ein Virenscanner für Tablets und Smartphones sollte außerdem zur App-Sammlung jedes Nutzers gehören.

Mehr Informationen

Sicherheit im Internet
Internetanbieter
Internettelefonie mit dem Smartphone

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Die aktuellsten telespiegel Nachrichten
Digitale Steuerbescheide ab 2026 – Papier nur auf Wunsch

Digitale Steuerbescheide ab 2026

Papier nur auf Wunsch

Ab 2026 werden Steuerbescheide in Deutschland in der Regel nur noch digital bereitgestellt. Papier gibt es nur auf Wunsch. Was bedeutet das für Bürgerinnen, Bürger und Kanzleien? Hier erfährst du verständlich, was sich ändert – und wie du dich vorbereitest. […]

Scheinbarer App-Zwang – congstar wegen Irreführung verurteilt

Scheinbarer App-Zwang 

 congstar wegen Irreführung verurteilt

Die Telekom-Tochter congstar behauptete, ihr Online-Kundencenter werde 2025 abgeschaltet – und drängte damit Kunden zum App-Download. Doch das stimmte gar nicht. Ein Gerichtsurteil deckt nun auf, wie weit der vermeintliche App-Zwang wirklich ging. […]

Urteil – Sperrung von Social-Media-Kanälen eines Influencers

Urteil 

 Sperrung von Social-Media-Kanälen eines Influencers

Das Oberlandesgericht Bamberg hat in seinem Urteil entschieden, dass die Sperrung mehrerer Social-Media-Kanäle eines Influencers durch eine Plattformbetreiberin nicht ohne Weiteres zulässig ist. Insbesondere stellte das Gericht fest, dass die bloße Weiternutzung eines weiteren Kanals keine automatisierte Umgehung der Sperrmaßnahme darstellt. […]

United Internet & 1&1 - Marken, Produkte und Hintergründe zum Versatel-Verkauf

United Internet & 1&1

Marken, Produkte und Hintergründe zum Versatel-Verkauf

United Internet bündelt seine Telekommunikationsaktivitäten und verkauft die Netztochter 1&1 Versatel konzernintern an die 1&1 AG. Für Endkunden bleiben die bekannten Marken wie 1&1, IONOS, GMX oder WEB.DE bestehen. Der Artikel erklärt verständlich, welche Produkte die Unternehmen anbieten und was der mögliche Verkauf der Domain-Handelsplattform Sedo bedeutet. […]

Kritische Chrome-Lücke – Google veröffentlicht Notfall-Update

Kritische Chrome-Lücke

Google veröffentlicht Notfall-Update

Eine Chrome-Schwachstelle wurde aktiv von Cyberkriminellen ausgenutzt. Google hat mittlerweile ein Notfall-Update bereitgestellt, das dringend installiert werden sollte. Chrome-Nutzer müssen ihren Browser neu starten, um das Update zu aktivieren. […]