Durch unerwünschte Dialer-Verbindungen entstehen Verbrauchern immer wieder hohe Telefonrechnungen. Werden diese Verbindungen über Rufnummern anderer Länder erstellt, greifen deutsche Verbraucherschutzgesetze nicht. In den letzten Wochen stieg das Verbindungsaufkommen über solche Einwahlprogramme sprunghaft. Darauf hat die Festnetzsparte der Telekom (T-Com) nun reagiert und sperrte Auslandsverbindungen zu bestimmten ausländischen Rufnummern. Diese Maßnahmen kommen jedoch nur den Kunden der Telekom zugute.
Auf Grund von Kundenhinweisen und Informationen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) wurden die Auslands-Dialer als Ursache für die hohen Kosten identifiziert. T-Com reagierte mit der Sperrung von Auslandsverbindungen zu den Zielrufnummern in den Regionen Sao Tome und Principe (00239), Guinea Bissau (00245), Diego Garcia (00246), Nauru (00674) sowie zum Satellitenfunkdienst EMSAT (0088213). Außerdem wurden die Zahlungen der entsprechenden Carrierentgelte gestoppt und mögliche Rufnummern werden regelmäßig mit dem BSI abgeglichen.
Um sich vor unerwünschten Dialern zu schützen, die sich oft unbemerkt auf dem Computer installieren und dann Verbindungen über teure Rufnummern herstellen, empfiehlt sich die Nutzung einer Anti-Dialer-Software, die zum Beispiel im Internet erhältlich ist. DSL-Nutzer müssen sich über eventuelle Dialer-Einwahlen keine Sorgen machen, denn ihre Breitbandverbindungen werden nicht über das Telefonnetz und somit nicht über Rufnummern hergestellt.
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