Der seit dem 01. Mai geltende Aufschlag von rund 0,2 Cent für Gespräche in die Netze der Stadtnetzbetreibern muss in Deutschland (Telespiegel-News vom 02.05.2005) nach Ansicht der EU-Kommission vorab behördlich geregelt werden. Aus diesem Grund hat die EU-Behörde heute die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) aufgefordert, diese Entscheidung aufzuheben. Die EU fordert von der Regulierungsbehörde, nicht nur die Preise der Deutschen Telekom, sondern auch die ihrer Wettbewerber mit in die Regulierung aufzunehmen.
Weitervermittlung gegen Entgelt
In dem Fall geht es um die Gebühren, die der Anbieter eines Festanschlusses dafür berechnet, dass dieser Telefongespräche aus dem Netz eines Konkurrenten an seinen eigenen Kunden weitervermittelt. Diese sogenannten Terminierungsentgelte werden direkt unter den Telefongesellschaften abgerechnet. Die EU-Kommission sei nicht davon überzeugt, dass es bei den Telekom-Konkurrenten einen funktionierenden Wettbewerb gebe, sagt Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes. Zwar liege der Marktanteil bei den Anschlüssen der Konkurrenten der Telekom im Festnetz nur bei knapp 10 Prozent. Innerhalb der eigenen Netzes der Anbieter habe aber jeder ein Monopol und fällt damit unter die Aufsicht der Regulierungsbehörde.
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