
Nach Angaben des eMail-Dienstes Web.de werden täglich mehrere Millionen Spam-Mails zu Web.de-eMailpostfächern gesendet. Das macht etwa 30 Prozent aller empfangenen E-Mails aus. Doch diese unerwünschten Werbe-eMails müssen nicht in dem Eingangsordner ankommen, sondern können mit einem Eingangsassistenten nach zuvor definierten Regeln bei Erhalt automatisch in den Papierkorb verschoben werden.
Viele Spam-Mails erreichen den Adressaten dank der Technik von Web.de und der anderer Emaildienste gar nicht erst. Der Anbieter lässt eMails einschlägig bekannter Spam-Versender herausfiltern und sperren. Bei den jetzt noch verbleibenden E-Mails wird die Mailhäufigkeit pro Adresse überprüft und Spamversender kurzfristig gesperrt. Mit diesen Maßnahmen kann der Anbieter schon einen Großteil an Spam-E-Mails abwehren, bevor diese das Postfach des Benutzers erreichen.
Doch all diese Maßnahmen kosten viel Geld und die Flut der Werbe-eMails belastet die Infrastruktur. Nun hat Web.de gegen einen Spam-Versender Anzeige erstattet. Die Web.de AG geht seit Mitte letzten Jahres rechtlich gegen Spam-Versender vor und hat schon mehrere Verfahren laufen. Mit ersten rechtskräftigen Urteilen rechnet die Web.de AG Ende diesen Jahres.
Einzelheiten möchte das Unternehmen nicht bekannt geben. Das Unternehmen warnt jedoch eindringlich vor Spam-Versendern, die gefälschte eMailadressen nutzen. In den letzten Wochen habe sich die Nutzung gefälschter Absenderadressen bekannter eMail-Provider stark verbreitet. Viele Spam-eMails seien mit der Kennung „@web.de„ versendet worden, ohne dass diese Adresse je bei Web.de registriert wurde. Bei dem Versand einer eMail kann eine beliebige Absenderadresse eingetragen werden kann, egal ob diese wirklich existiert oder nicht, warnt der Provider.
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