Per Handy-Payment bezahlen – Mobilfunk-Betreiber schließen Anbieter aus

mobile-payment

Bargeldlos kleinere Beträge zu bezahlen, ohne sich bei dem Dienste-Anbieter langwierig anmelden zu müssen oder auf Gutschriften zu warten, das ist die Idee, die hinter dem Zahlungssystem Handy-Payment steht. Der Kunde geht den Vertrag einfach mithilfe seines Handys ein und bezahlt den Dienst über seine Mobilfunk-Rechnung. Das ist eigentlich eine gute Sache, doch seit die Regelungen für den Einsatz der Dialer verschärft wurden, haben zunehmend unseriöse Anbieter von Internet-Inhalten das Handy-Payment als Werkzeug für ihre Geschäfte entdeckt. (Telespiegel-News vom 19.07.2005)

Nachdem die Bundesverbraucherministerin Renate Künast an die Mobilfunk-Anbieter appelliert hatte, die Zusammenarbeit mit unseriösen Betreibern von Internet-Seiten, die insbesondere Kinder und Jugendliche ansprechen, zu beenden, reagierten diese. Die Mobilfunk-Netzbetreiber Vodafone, T-Mobile, E-Plus und o2 gaben gegenüber Telespiegel.de an, die Sperrung des Handy-Payment für die Abrechnung bestimmter Internet-Dienstleistungen veranlasst zu haben.

Inzwischen können von den Kunden aller Netzbetreiber also auch weiterhin per Handy-Payment abgerechnete Dienste, die für die Kunden sinnvoll, transparent und wünschenswert sind, genutzt und über die Mobilfunk-Rechnung bezahlt werden. Einige Anbieter allerdings, die für unseriös gehalten werden können, können mit dem Handy-Payment an ihren unlauteren Geschäftsmethoden nichts mehr verdienen. Wir halten die Reaktionen der Netzbetreiber für löblich und dringend nötig. Nun liegt es auch an den Verbrauchern, die zuständigen Stellen über die Dienste zu informieren, die von den Mobilfunk-Netzbetreibern noch nicht als zweifelhaft eingestuft wurden, damit auch deren Abzocke nicht mehr möglich ist.

Derweil tun die Mobilfunk-Anbieter einiges mehr für das Vertrauen und den Schutz ihrer Kunden. In dem Kundenbereich des Netzbetreibers Vodafone zum Beispiel hat der Kunde die Möglichkeit, sämtliche von ihm über Handy-Payment getätigten Transaktionen einzusehen und anhand der Angaben Informationen über den Anbieter zu erhalten. Diese Informationen gibt es auch bei der Vodafone-Hotline, über die auch eventuell mit Anbietern bestehende Abonnements gekündigt werden können. Ein Sprecher des Netzbetreibers E-Plus teilte uns mit, dass das Unternehmen demnächst einen kostenlosen Sperr-Service anbieten wird, der Nutzer einer Free&Easy-Prepaidkarte (Guthabenkarte) vor bösen Überraschungen bewahren kann. Nähere Informationen sollen in den nächsten Tagen bekannt gegeben werden.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


18 − 18 =

Die aktuellsten telespiegel Nachrichten
Samsung Top-Modelle – Das neue Galaxy Note 20 und das Note 20 Ultra

Samsung Top-Modelle

Das neue Galaxy Note 20 und das Note 20 Ultra

Der Smartphone-Hersteller Samsung hat seine neuen Top-Modelle der Note-Reihe vorgestellt. Während das Note 20 Ultra mit neuer Technik daherkommt, fehlen dem Note 20 einige wichtige Funktionen. Beide Modelle können bereits vorbestellt werden und kommen am 21. August auf den Markt. […]

Klau von Bewerberdaten – Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen ein

Klau von Bewerberdaten

Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen ein

Mit Hilfe von fingierten Stellenangeboten, gelang es einem Berliner Unternehmen über die Jobbörse der Arbeitsagentur an zahlreiche Bewerberdaten zu gelangen. Datenschützer und die Arbeitsagentur stufen das Verhalten als kriminell ein, doch die Staatsanwaltschaft hat nun die Ermittlungen eingestellt. […]

urteil

Blauer Haken in WhatsApp

Urteil: Wirksamwerden der Willenserklärung

Das Landgericht Bonn hat entschieden, dass die zwei blauen Haken bei WhatsApp eine Willenserklärung wirksam machen. Zudem wurde erklärt, dass Vertragsparteien alle Kommunikationswege überprüfen müssen, die bisher verwendet wurden. […]

Dubioser Punkteklau - Payback-Kunden in Aufregung

Dubioser Punkteklau

Payback-Kunden in Aufregung

Die Aufregung unter Payback-Kunden ist groß. „Abzocke“, „Betrug“ und „Punkteklau“ lauten die Vorwürfe, die derzeit die Verbraucherzentrale NRW, Facebook und Bewertungsportale erreichen. Denn bei vielen Kunden sind plötzlich die Guthabenpunkte, oftmals im Wert von 50 oder 100 Euro, teilweise sogar weit darüber verschwunden. […]

Bundesgerichtshof verbietet überhöhte Pauschale für Inkassokosten

Bundesgerichtshof

Verbot überhöhter Pauschale für Inkassokosten

Energieversorger dürfen keine überhöhten Inkassokosten verlangen, wenn sie Zahlungen bei säumigen Kunden eintreiben lassen. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) nach einer Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) gegen die SWM Versorgungs GmbH entschieden. […]