Happy Birthday Brain – Erster PC-Virus wird 25 Jahre alt

Virus Brain wird 25 Jahre alt

Computerschädlinge bergen große Gefahren, nicht nur für den einzelnen Nutzer. Sie können Computersysteme zerstören, sie aber auch überwachen und ausspionieren, sie für dubiose Zwecke verwenden und damit viel mehr als nur Ärger anrichten. Zu den Computerschädlingen zählen auch die Viren. Sie verbreiten sich ebenso rasant wie ihre Verwandten, in den Zeiten der weltweiten Vernetzung durch das Internet sogar oft explosionsartig. Vor rund 30 Jahren, als die ersten Computerviren geschrieben wurden, bahnten sie sich ihren Weg noch langsamer, nämlich nahezu ausschließlich über kopierte und weitergegebene Disketten. Deshalb war der Schaden, den sie anrichteten, nicht annähernd mit dem der heutigen erfolgreichen Computerschädlinge vergleichbar. Als der erste bekannte Virus gilt Elk Cloner. Er wurde 1982 von dem 15-jährigen Amerikaner Rich Skrenta geschrieben, der damals noch Schüler war. Der für den Apple-Computer geschriebene Virus richtete aber praktisch keinen Schaden an. (telespiegel-News vom 20.09.2007) Im Jahr 1986 wurde dann von den pakistanischen Brüdern Basit Farooq Alvi und Amjad Farooq Alvi der Virus (c)Brain geschrieben. Er gilt als der erste Virus für Computer mit Microsofts Betriebssystem MS-DOS.

Der Virus Brain verschob den Bootsektor einer infizierten Diskette in einen anderen Bereich, den er als defekt kennzeichnete und ersetzte ihn durch eine Kopie von sich selbst. In dem Bootsektor war dann eine Mitteilung zu finden, die in etwa so lautete: „…Gewidmet den dynamischen Erinnerungen von Millionen Viren, die nicht mehr unter uns weilen. – zum GLÜCK! Achtung vor dem äh..Virus„ und gab damit vielleicht den heutigen Computerviren ihre Bezeichnung. Die Brüder erklärten, mit diesem Virus ihre medizinische Software vor Urheberrechtsverletzung schützen zu wollen. Weil der Virus aber lediglich das Diskettenlaufwerk beeinträchtigte und nicht die Festplatte zerstörte, wurde er von vielen Nutzern gar nicht erkannt.

Nicht alle geschädigten Nutzer, denen die Manipulation auffiel, nahmen die Virusattacke gelassen hin. In einer Version des Virustextes gaben die Brüder ihre Adresse und Telefonnummer an. Nach wütenden Anrufen von geschädigten Nutzern kündigten sie dann aber ihren Telefonanschluss. So lauten zumindest die Angaben auf Wikipedia.

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