Kein Anlass zur Freude – Der Computervirus hat Geburtstag

Kein Anlass zur Freude - Der Computervirus hat Geburtstag

Gäbe es sie nicht, wären die Hersteller von Antiviren-Software sicherlich nicht arbeitslos. Sie hätten aber deutlich weniger zu tun. Neben Phishing und Spam zählen Trojaner, Würmer und auch Viren zu den Gefahren in der modernen Technik. Gelangt ein Computervirus in einen unzureichend geschützten Computer, nistet er sich dort ein und richtet eventuell Schäden an. Außerdem reproduziert er sich, wenn es die Chance dazu hat, auch auf andere Computer. Seinem Vorbild aus der Medizin ist er also ähnlich. Doch es gibt ihn noch nicht ganz so lange, wie die aus der Virologie bekannten Viren. Der Computervirus ist nämlich gerade erst 25 Jahre alt geworden.

Im Jahr 1982 programmierte der damals 15-jährige Rich Skrenta auf seinem Apple-II-Computer, einem damals gängigem Privat-PC, während der Winterferien einen Computervirus. Auf Disketten verbreitet er ihn in seinem Umfeld, das ihn ständig nach neuen Spielen fragte und dem er mal einen ordentlichen Schrecken einjagen wollte. Wer die Floppy-Disk in seinen Apple-II steckte und startete, verseuchte den Rechner mit dem Virus. Der wurde nämlich beim Booten, also beim Starten, aktiviert und in den Computer kopiert. Auf nicht infizierte Disketten im Laufwerk des infizierten Rechners nistete sich der Virus ein und wartete dort auf seine Chance auf Weiterverbreitung. Der Bootsektor-Virus war geboren.Doch Rich Skrentas Computervirus namens Elk Cloner (engl.: Elch Cloner) war wesentlich harmloser als dessen Verwandte, die darauf folgten. Der Virus löschte nichts und spionierte nicht. Er gab sich damit zufrieden, sich mit einer Meldung zu erkennen zu geben. Die teilte dem Nutzer in Gedichtform mit, dass alle seine Disketten und sein Speicher verseucht werden würde. (im Original: `Elk Cloner: The program with a personality / It will get on all your disks … It will infiltrate your chips … Yes it’s Cloner! … It will stick to you like glue … It will modify ram too … Send in the cloner!´) So fanden die Besitzer des infizierten Computers heraus, dass ihr Rechner mit Elk Cloner infiziert war. Wollten sie Abhilfe, mussten sie ihn per Hand aus dem System entfernen, Antivirus-Software gab es selbstverständlich noch nicht.

Sein als Scherz gedachter Computervirus verhalf Rich Skrenta aus Pittsburgh zu dem zweifelhaften Ruhm, den wahrscheinlich ersten bedeutenden Computervirus programmiert zu haben. Seine Bemühungen, ihn zu verbreiten, waren nämlich ebenfalls erfolgreich. Er drehte ihn nicht nur einigen Schulfreunden, sondern auch Mitgliedern des örtlichen Computerclubs an. Noch Jahre später habe er von neuen Betroffenen gehört, auf deren Computern sich Elk Cloner eingenistet habe, soll der inzwischen 40-jährige Rich Skrenta gesagt haben.Der führt inzwischen übrigens ein seriöses Leben, in denen Computer allerdings noch immer eine große Rolle spielen. Zu seinem damaligen Programmiererfolg hat er sich folgendermaßen geäußert: `Viren sind heute viel zu verbreitet. Man kriegt den Geist nicht in die Flasche zurück. Mein einziger Trost ist, dass der Geist ohnehin rausgekommen wäre. Aber es ist ein großer Spaß, der erste zu sein, der ihn rausgelassen hat.´

Weitere Informationen

Gratis Antivirus Software im Vergleich

Update vom 21.11.2011

Happy Birthday Brain – Erster PC-Virus wird 25 Jahre alt

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Die aktuellsten telespiegel Nachrichten
eazy

Eazy erweitert sein Angebot

Jetzt gibt es auch Mobilfunk-Tarife

Mit den neuen „eazyGo“-Tarifen erweitert der Anbieter sein Angebot um Mobilfunktarife im Vodafone-Netz. Drei günstige Tarife sowie Kombi-Optionen mit Kabel-Internet bieten flexible Laufzeiten und eine einfache Online-Bestellung. […]

Smartphone als Keimträger: Jeder Sechste reinigt nie sein Display

Smartphone als Keimträger

Jeder Sechste reinigt nie sein Display

Viele Menschen tragen ihr Smartphone überallhin – doch bei der Reinigung herrscht Nachlässigkeit. Eine aktuelle Umfrage zeigt: Jeder Sechste putzt sein Display nie. Warum das problematisch ist – und wie man es richtig macht. […]

Gericht - Facebook-Videos mit Urlaubern verstoßen gegen DSGVO

Gericht

Facebook-Videos mit Urlaubern verstoßen gegen DSGVO

Das Verwaltungsgericht Düsseldorf hat einer Kreuzfahrtvermittlerin untersagt, auf ihrem Facebook-Profil veröffentlichte Reisevideos mit identifizierbaren Urlaubsgästen ohne Einwilligung online zu lassen. Die Richter machten deutlich: Wer zu Werbezwecken filmt, kann sich nicht ohne Weiteres auf Meinungsfreiheit oder das Kunsturhebergesetz berufen. […]