
Trustwave, ein US-amerikanisches Unternehmen für Datensicherheit, berichtet in seinem Unternehmensblog, es habe eine Liste mit den Login-Daten von zwei Millionen Accounts bei Diensten wie Facebook, Google, Yahoo, Twitter und LinkedIn entdeckt. Die in dem Internet veröffentlichte Liste enthält nach Angaben von Trustwave die Login-Daten zu etwa 1.580.000 Webseiten-Accounts, 320.000 Email-Konten, 41.000 FTP-Account, 3.000 Fernwartungszugängen und 3.000 Netzwerkverbindungen. Die Daten stammen aus insgesamt 92 Ländern.
Wie das Sicherheitsunternehmen mitteilte, wurden die Informationen nicht bei einem Einbruch in die Server der Unternehmen gestohlen. Sie stammen von infizierten Computern des „Pony„-Botnetzes. Auf den gekaperten Windows-Computern wird ein Keylogger ausgeführt, der Eingaben speichert und an den Betreiber des Botnet sendet. Dies geschieht, ohne dass der Computernutzer es bemerkt.
Obwohl die Internetseiten nicht angegriffen wurden, setzen Facebook, LinkedIn, ADP und Twitter die betroffenen Passwörter zurück und informierten die Nutzer. Nach Angaben von Trustwave sind rund 318.000 Facebook-Accounts, insgesamt etwa 70.000 Google-, 60.000 Yahoo-, 22.000 Twitter-Accounts, 9.000 Accounts des russischen Netzwerks Odnoklassniki, 8.000 ADP- und 8.000 LinkedIn-Accounts betroffen.
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