
Insbesondere in Großstädten gibt es viele einsame Menschen. Senioren sind häufig besonders von der Außenwelt isoliert. Der Lebenspartner ist verstorben, der Freundeskreis ist ausgedünnt, die Kinder sind berufstätig oder leben in einer anderen Stadt. In diesen oder ähnlichen Situationen sind menschliche Gesprächspartner rar und die sozialen Kontakte können auch durch Haustiere nicht ersetzt werden. Vor rund zwei Jahren startete der Verein Ambulante Versorgungsbrücken e. V. aus Bremen das „Wohlfühltelefon„. Geschulte Ehrenamtliche rufen die Menschen zu festgelegten Zeiten an und plaudern mit ihnen über dies und das, erinnern an Termine, informieren oder schenken einfach nur Aufmerksamkeit. Der Wunsch nach Zeitvertreib, Anregung, Aktivierung, Nachdenklichkeit oder Diskussion stehen dabei gleichberechtigt und gleichwertig nebeneinander. Die Ehrenamtlichen seien verlässlich, verschwiegen und vertrauensvoll, verspricht der Verein. „Hausbesuche per Telefon„ nennt die Vorsitzende Elsbeth Rütten es.
Der Service kann für sich selbst gebucht oder verschenkt werden. Viele Angerufene bekommen die Wohlfühlanrufe von ihren Angehörigen geschenkt. Die Gespräche entlasten Angerufene und Angehörige nicht selten gleichermaßen, bemerkte der Verein. Die Voraussetzung für die Teilnahme ist ein Festnetzanschluss und die Bereitschaft, für den Service zu zahlen. Die Preise liegen zwischen 35,- € und 90,- € zuzüglich Bearbeitungsgebühr, je nach Dauer des Angebots, Häufigkeit der Anrufe, Informations- und Beratungsbedarf.
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