Internet by Call – Zweifelhaftes Vorgehen der Anbieter

Falle

Internet by Call? Viele Leser werden sich jetzt verwundert die Augen reiben: Eine Interneteinwahl mit einem analogen Modem oder einer ISDN-Karte? Gibt es das überhaupt noch?

Interneteinsteiger um die Jahrtausendwende haben mit dieser Zugangsart ihre erste Schritte ins Internet gemacht. Inzwischen ist die Anzahl der Anbieter deutlich geschrumpft, da auch kaum noch User diese veraltete Zugangsart im Zuge von DSL und anderer DSL-Alternativen nutzen. Doch die verbliebenden Kunden müssen sich mit einer Geschäftspolitik der Anbieter abgegeben, die beim Bäcker um die Ecke als Trickserei oder Deppenfang bezeichnet werden würde. Nicht ganz: Hier würde keiner von Betrug sprechen, hier würde einfach niemand mehr hingehen.

Wir nennen einmal drei Beispiele für eine fragwürdige Geschäftspolitik:

  • Die Avivo Anbieter knuut und ByCall24 bieten einen Tarif Montag bis Sonntag von 0-24 Uhr an zu einem Minutenpreis von 0,25 Cent. Im kleingedruckten darunter steht der Hinweis „Bundeseinheitliche Feiertage werden zu 49,00 ct/min abgerechnet„
  • Der Anbieter alster24 senkte an einem Dienstag in einem Tarif den Minutenpreis für das Wochenende auf einen Preis 0,15 Cent je Minute, um in der Vergleichstabelle ganz vorne zu erscheinen, bereits am Donnerstag wird dieser Preis auf 25 Cent pro Minute erhöht. Das bedeutet, die ursprüngliche Preissenkung war nur PR für ein gutes Vergleichsranking und damit reine Makulatur, denn diese war nicht eine Minute lang gültig!
  • Einen Minutenpreis von 49 Cent. Vermutlich wäre dieser sogar noch höher, wenn der Netzbetreiber des Großteils der derzeit angeboten Tarife nicht für die vermarktenden Provider diese Obergrenze festgelegt hätte. Das würde bedeuten, wer 3 Stunden durchgehend das Internet mit der für Internet-by-Call sehr langsamen Geschwindigkeit verwendet, würde dafür stolze 88,20 Euro bezahlen müssen. Freiwillig würde das sicherlich niemand machen, daher tricksen und verschleiern die Provider mit immer fragwürdigeren Methoden diese Preise.

Wer mehr über solche „Stilblüten„ erfahren möchte, kann dazu im telespiegel-Forum eine Vielzahl an Beispielen nachlesen.

Da diese Anbieter diese Tarife fast ausschließlich über Tarifdatenbanken vermarkten, wird die Redaktion des telespiegel dem hier jetzt einen Riegel vorschieben. Bisher haben wir immer wieder einzelne Marken gesperrt, die mit einer sehr zweifelhaften Preisgestaltung aufgefallen sind. Wir werden künftig ein solches Geschäftsgebaren nicht mehr länger unterstützen. Daher haben wir alle Internet-by-Call-Anbieter aus unserer Datenbank entfernt, die Tarife mit einem Minutenpreis von 6 Cent und mehr im Portfolio haben. Wir hoffen, dass wir damit die Verbraucher vor unangenehmen Überraschungen schützen können. Denn diesen sind wir verpflichtet.

Gleichzeitig möchten wir alle verbliebenden Internet by Call Nutzer dazu aufrufen, nun endlich den Schritt zu vollziehen, und auf andere Internet Alternativen zu wechseln. Denn mit den sehr geringen Geschwindigkeiten, ist keine zeitgemäße Nutzung mehr möglich.

Mehr Informationen

DSL Vergleich
LTE Vergleich
DSL über Satellit

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


zwanzig + zwölf =

Die aktuellsten telespiegel Nachrichten
Microsoft Windows – Neues Funktions-Update 1909 verfügbar

Microsoft Windows

Neues Funktions-Update 1909 verfügbar

Seit dem 12. November ist das Funktionsupdate zu Windows 10 Version 1909 verfügbar. Die neue Version 1909 ist per Update-Suche erhältlich. Für eine komplette Neuinstallation des Betriebssystems steht zudem eine ISO-Datei zur Verfügung. […]

Deutsche Telekom – Preselection und Call-by-Call bis 2022 gesichert

Deutsche Telekom

Preselection und Call-by-Call bis 2022 gesichert

Die Deutsche Telekom, VATM und DVTM haben sich gemeinsam auf eine Marktlösung bezüglich Call-by-Call und Preselection geeinigt. Die Telekom wird die Preselection- und Call-by-Call-Möglichkeit gegenüber den Festnetzkunden bis zum 31. Dezember 2022 weiterhin aufrechterhalten. […]

Bundeszentralamt für Steuern warnt – betrügerische E-Mails im Umlauf

Bundeszentralamt für Steuern warnt

Betrügerische E-Mails im Umlauf

Betrügerische E-Mails, in denen sich Cyberkriminelle als das Bundesamt für Steuern ausgeben, sind im Umlauf. Das Bundeszentralamt für Steuern warnt davor, angehängte Dateien zu öffnen. […]