Nach Street View von Google und Bing Maps von Microsoft schickt nun auch Apple seine Kamera-Autos auf alle Straßen in Deutschland. Darauf weist die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz hin. Zukünftig sollen die hierbei erstellten 3D-Aufnahmen der Straßen und Häuser über den Apple Dienst „Look Around“ frei im Internet abrufbar sein. Dieser ermöglicht Betrachtern einen 360-Grad-Rundumblick auf den Bildschirm. Nach Aussage deutscher Datenschutzbehörden soll der Dienst zunächst nicht in Deutschland verfügbar sein.
„Schon in der Vergangenheit waren etliche Menschen durch die Kamerawagen verunsichert und wollten keine Bilder ihrer Hausfassaden im Internet sehen“,
so Maximilian Heitkämper, Fachbereichsleiter Digitales und Verbraucherrecht bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.
Verbraucher können Widerspruch einlegen
Interessierte können sich auf der Seite von Apple informieren, wann und an welchen Orten die geplanten Fahrten stattfinden sollen. Der Anbieter gibt an, Gesichter und Autokennzeichen automatisch unkenntlich zu machen. Trotzdem können Verbraucherinnen und Verbraucher den Aufnahmen widersprechen und verlangen, dass die Bilder von ihren Häusern verpixelt oder sogar die Rohdaten der Aufnahmen gelöscht werden. Die Verbraucherzentrale bietet auf ihrer Internetseite einen vorformulierten Mustertext. Bei einem Widerspruch sollten nach Möglichkeit Datum und Uhrzeit angegeben werden, wann die Aufnahmen nach aller Wahrscheinlichkeit entstanden sind.
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