
Der Handelsstreit zwischen den USA und China ist immer noch aktuell. Nun hat der chinesische Telekommunikationsausrüster Huawei einen weiteren Schritt unternommen, um dem Android-Bann entgegenzuwirken und die neuen Android-Smartphones auch ohne Google-Anwendungen für die Kunden interessant zu machen.
Die AppGallery von Huawei
Da Huawei durch die Beendigung der Zusammenarbeit mit Google wichtige Android-Lizenzen entzogen wurden, startet das Unternehmen nun eine eigene Bereitstellungsplattform für Android-Anwendungen: die AppGallery. Bei den neuen Smartphones der Marken Huawei sowie Honor wird der alternative App-Store bereits als Feature beworben. Auf lange Frist gesehen, soll der eigene App-Store von Huawei auf einem Level mit dem Google-Play-Store sein.
Welchen Haken hat der alternative App-Store?
Bisher hat die AppGallery jedoch einen großen Haken. Denn in dem Store sind viele der beliebtesten Android-Apps gar nicht verfügbar. Der Grund hierfür ist, dass die populärsten Anwendungen aus den USA stammen. Hierzu zählen insbesondere WhatsApp, Instagram und Facebook. Dennoch sollen auch diese wichtigen Apps bald auf den neuen Smartphones von Honor sowie Huawei verfügbar sein. Dies versprach der CEO von Huawei Richard Yu.
Wie will das Unternehmen den US-Bann umgehen?
Damit die beliebten US-Apps bald für die Nutzer der neuen Android-Smartphones zur Verfügung stehen, könnte eine von Huawei in Europa gegründete Proxy (Stellvertreter)-Firma zum Einsatz kommen. Durch diese könnte das Handelsembargo umgegangen werden. Denkbar ist jedoch auch, dass in der AppGallery lediglich mit Links geworben wird über die der Nutzer dann auf einem Facebook-Server landet, um die Apps von dort herunterzuladen.
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