WhatsApp – Selbstzerstörungsmodus von Nachrichten als neues Feature

WhatsApp – Selbstzerstörungsmodus von Nachrichten als neues Feature

Eine neue Funktion ist nun bei WhatsApp verfügbar: Nachrichten können mit einem automatischen Ablaufdatum versehen werden, an welchem sie sich selbst zerstören und damit aus dem Chat verschwinden. WhatsApp möchte den Chat für die Nutzer dadurch privater und freier gestalten.

Was steckt hinter dem neuen Feature?

Über die Funktion von selbstlöschenden Nachrichten bei dem beliebten Messenger-Dienst war schon seit mehreren Monaten die Rede. Nun ist das Feature offiziell verfügbar und kann von WhatsApp-Nutzern aktiviert werden. Hierzu muss in den Einstellungen das Ablaufen der Nachrichten eingeschaltet werden. Hat der Benutzer die Einstellung aktiviert, wird eine Nachricht sieben Tage nach dem Zeitpunkt des Absendens automatisch gelöscht. Dies ist unabhängig davon, ob die Textnachricht bereits von dem Empfänger gelesen wurde oder nicht. Das automatische Löschen der Nachrichten kann von den Nutzern in jedem Chat individuell ein- oder ausgeschaltet werden. In Gruppenchats kann die Funktion nur von dem Gruppenadministrator eingestellt werden.

Welche Nachrichten sind von der selbstlöschenden Funktion ausgenommen?

Hat der Empfänger die Nachricht noch nicht gelesen bevor sie gelöscht wurde, wird sie ihm dennoch auch noch nach sieben Tagen in der Vorschau angezeigt. Dies ist so lange der Fall, bis er WhatsApp öffnet. Zudem werden auch Nachrichten weiterhin angezeigt, auf die direkt geantwortet wurde. Der zitierte Nachrichtentext bleibt demnach sichtbar. Wird ein Backup vom Nutzer des Nachrichtendienstes erstellt, bevor die Nachricht gelöscht wird, ist sie gespeichert, bis das Backup wiederhergestellt wird. Nutzer sollten zudem bedenken, dass abgelaufene Nachrichten bereits zuvor in einen anderen Chat weitergeleitet werden können, in welchem der Selbstzerstörungsmodus nicht aktiviert ist. Dort sind die Texte dann weiterhin sichtbar.

Können ablaufende Nachrichten gesichert werden?

Wer nicht will, dass die Nachrichten nach sieben Tagen verloren gehen, kann einen Screenshot erstellen oder sie einfach abfotografieren. Daher mahnt WhatsApp davor, sich zu sehr auf das neue Feature zu verlassen, wenn sehr wichtige Nachrichten versendet werden. Obwohl auch Fotos, Videos und andere Dateien nach Ablauf der sieben Tage automatisch aus dem jeweiligen Chat verschwinden, sind sie weiterhin lokal auf dem Smartphone gespeichert. Um das automatische Speichern von empfangenen Medien zu verhindern, muss diese Funktion ausgeschaltet werden. Hierzu muss in den Einstellungen der Menüpunkt „Daten- und Speichernutzung“ aufgerufen werden.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Die aktuellsten telespiegel Nachrichten
Digitale Steuerbescheide ab 2026 – Papier nur auf Wunsch

Digitale Steuerbescheide ab 2026

Papier nur auf Wunsch

Ab 2026 werden Steuerbescheide in Deutschland in der Regel nur noch digital bereitgestellt. Papier gibt es nur auf Wunsch. Was bedeutet das für Bürgerinnen, Bürger und Kanzleien? Hier erfährst du verständlich, was sich ändert – und wie du dich vorbereitest. […]

Scheinbarer App-Zwang – congstar wegen Irreführung verurteilt

Scheinbarer App-Zwang 

 congstar wegen Irreführung verurteilt

Die Telekom-Tochter congstar behauptete, ihr Online-Kundencenter werde 2025 abgeschaltet – und drängte damit Kunden zum App-Download. Doch das stimmte gar nicht. Ein Gerichtsurteil deckt nun auf, wie weit der vermeintliche App-Zwang wirklich ging. […]

Urteil – Sperrung von Social-Media-Kanälen eines Influencers

Urteil 

 Sperrung von Social-Media-Kanälen eines Influencers

Das Oberlandesgericht Bamberg hat in seinem Urteil entschieden, dass die Sperrung mehrerer Social-Media-Kanäle eines Influencers durch eine Plattformbetreiberin nicht ohne Weiteres zulässig ist. Insbesondere stellte das Gericht fest, dass die bloße Weiternutzung eines weiteren Kanals keine automatisierte Umgehung der Sperrmaßnahme darstellt. […]

United Internet & 1&1 - Marken, Produkte und Hintergründe zum Versatel-Verkauf

United Internet & 1&1

Marken, Produkte und Hintergründe zum Versatel-Verkauf

United Internet bündelt seine Telekommunikationsaktivitäten und verkauft die Netztochter 1&1 Versatel konzernintern an die 1&1 AG. Für Endkunden bleiben die bekannten Marken wie 1&1, IONOS, GMX oder WEB.DE bestehen. Der Artikel erklärt verständlich, welche Produkte die Unternehmen anbieten und was der mögliche Verkauf der Domain-Handelsplattform Sedo bedeutet. […]

Kritische Chrome-Lücke – Google veröffentlicht Notfall-Update

Kritische Chrome-Lücke

Google veröffentlicht Notfall-Update

Eine Chrome-Schwachstelle wurde aktiv von Cyberkriminellen ausgenutzt. Google hat mittlerweile ein Notfall-Update bereitgestellt, das dringend installiert werden sollte. Chrome-Nutzer müssen ihren Browser neu starten, um das Update zu aktivieren. […]