
Als Google vor fast zwei Jahren auch in Deutschland den Geodatendienst „Street View„ startete (telespiegel-News vom 18.11.2010), gab es heftige Diskussionen. Während die Befürworter von der bereitgestellten Panaroma-Strassenansicht begeistert waren, fürchteten Kritiker um den Datenschutz. Daraufhin verpixelte Google exklusiv in Deutschland Häuser und Grundstücke auf Forderung der Besitzer und Mieter. Dass Microsoft kurz darauf mit „Bing Streetsite„ einen ähnlichen Dienst startet, löste allerdings nicht so großes Aufsehen aus.
Im März des Jahres 2011 unterzogen sich diverse Anbieter von Geodatendiensten einer Selbstverpflichtung. Unter anderem wurde eine zentrale Internetplattform aufgebaut. Bürger können dieses Portal unter anderem nutzen, wenn sie möchten, dass ihr Haus oder ihre Wohnung verpixelt dargestellt werden. Nach der Adresseingabe listet der Webseite auf, welche Unternehmen dort Bilder-Dienste anbieten. Statt jeden Geodatendienst einzeln kontaktieren zu müssen, reicht ein Widerspruch bei dem zentralen Widerspruchsdienst. Darin beteiligt sind die Anbieter Deutsche Telekom, Panolife, Deutsche Post, Microsoft Deutschland, Google, Nokia, Encourage Directories und der Verband BITKOM. Diese Anbieter haben sich auch verpflichtet, generell alle abgebildeten Nummernschilder und Personen unkenntlich zu machen.
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