Wurm im sozialen Netzwerk – Schadsoftware stoppt Antivirussoftware und spioniert

Wurm verbeitet sich ueber soziales Netzwerk Facebook und Instant Messanges

Wie Grippeviren in einem überfüllten Bus haben auch Computerschädlinge in Netzwerken gute Chancen, sich schnell zu verbreiten. Erhalten die Nutzer eine Nachricht über das Netzwerk, die neugierig macht oder etwas Interessantes verspricht, sind sie oft leichtsinniger als bei dem Erhalt einer Email. Manche klicken dann auf die in der Mitteilung enthaltene Verknüpfung. In schlimmsten Fall führt jedoch der Link zu einer bösartigen Datei, die den Computer der Nutzer infiziert.

Die Sicherheitsexperten von Trend Micro warnen vor einer solchen Nachricht, die derzeit bei Facebook und über Instant Messages verbreitet wird. Das Sicherheitsunternehmen befürchtet, dass sich der Schädling „WORM_STEKCT.EVL„ rasant verbreiten und großen Schaden anrichten könnte. Der Wurm versteckt sich in einer Archivdatei, die in den Mitteilungen per Kurzlink unter einer Bildbenennung verknüpft ist.

Wird diese Archivdatei geöffnet, wird aber kein Bild angezeigt. Statt dessen infiziert ein Computerschädling den Computer. Er beendet die Dienste und Prozesse der installierten Antivirusprogramme, kontaktiert Webseiten und kommuniziert mit ihnen über das Internet.

Zudem lädt er einen weiteren Wurm namens „WORM_EBOOM.AC„ auf den Nutzercomputer herunter und installiert ihn. Dieser kann die Aktivitäten der Browser Internet Explorer, Chrome, Firefox und Opera überwachen. Beispielsweise kann er ausspionieren, wenn der Nutzer Nachrichten bei Facebook, Myspace, Twitter, WordPress und Meebo veröffentlicht oder löscht. Es ist der Schadsoftware auch möglich, auf diesen Webseiten Mitteilungen mit Links zu ihm zu veröffentlichen und sich so selber zu vervielfältigen.

Nutzern sozialer Netzwerke und von Messenger-Diensten raten die Trend Micro-Sicherheitsexperten, Nachrichten von unbekannten Absendern sehr genau zu prüfen und nicht sorglos auf eingebettete Links zu klicken. Zusätzliche Sicherheitslösungen, wie das Dr. Web Browser-Plugin, können für einen erhöhten Schutz des Computers sorgen.

Weitere Informationen
Wurm im sozialen Netzwerk – Koobface (telespiegel-News vom 10.12.2009

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Die aktuellsten telespiegel Nachrichten
Neues High-End-Smartphone – das steckt hinter dem Motorola Signature

Neues High-End-Smartphone

Das steckt hinter dem Motorola Signature

Vor wenigen Tagen wurde das Motorola Signature vorgestellt. Es ist das erste echte High-End-Smartphone des Herstellers seit vielen Jahren. Das Signature zeichnet sich durch ein edles Pantone-Design, eine lange Akkulaufzeit und einen exklusiven Concierge-Service aus. […]

Nutzung des Glasfasernetzes – Urteil für Stärkung der Verbraucherrechte

Update

BGH bestätigt 24 Monate Laufzeit bei Glasfaser

Die Vertragslaufzeit darf bei Glasfaseranschlüssen nicht erst ab Freigabe des Anschlusses beginnen. Denn der Ausbau dauert teilweise bis zu einem Jahr. Mit diesem Urteil werden die Verbraucherrechte gestärkt, da Verbraucher nicht länger als zwei Jahre an einen Anbieter gebunden sein dürfen. […]

Digitale Marktplätze für Gamer – So funktionieren Handel und Plattformen

Digitale Marktplätze für Gamer

So funktionieren Handel und Plattformen

Digitale Marktplätze bieten Gamern neue Möglichkeiten, ihre Spielerfahrungen zu erweitern. Diese Plattformen ermöglichen den Kauf und Verkauf von Spielkonten und virtuellen Gütern. Trotz der Vorteile gibt es auch Risiken, die beachtet werden sollten. […]

CCC-Kongress 2025 – Europas digitale Abhängigkeit als Schlüsselfrage

CCC-Kongress 2025

Europas digitale Abhängigkeit als Schlüsselfrage

Der diesjährige 39C3 zeigte speziell, wie kritisch Europas digitale Abhängigkeit ist. Bei der Veranstaltung wurde deutlich, dass digitale Selbstbestimmung, Künstliche Intelligenz und IT-Sicherheit neu gedacht werden müssen. Dafür wurden konkrete Auswege aufgezeigt. […]