
Einige ehemals sehr erfolgreiche Hersteller von Mobilfunkgeräten haben es in letzter Zeit schwerer als bisher. Ihre Umsätze brechen ein, die Kunden bleiben weg. Neue Konkurrenten machen das Rennen auf dem zur Zeit stark umkämpften Markt der Smartphones. Von diesem Umbruch sind beispielsweise Nokia (telespiegel-News vom 11.02.2011), aber auch der kanadische Hersteller Research In Motion (RIM) betroffen. Seine BlackBerry-Geräte treffen nicht den Geschmack der breiten Masse. Sie haben noch immer das Image des Mobiltelefons für Geschäftsleute. Zudem muss sich RIM gegen starke Konkurrenz wie iPhone und Android durchsetzen.
Umsatz und Gewinne im Keller
Im letzten Geschäftsjahr sind die bereinigten Gewinne von RIM um 71 Prozent auf 265 Millionen US-Dollar gesunken. Der Umsatz sank um sechs Prozent auf 5,2 Milliarden US-Dollar. Das Ergebnis sei unter anderem auf den tagelangen, weltweiten Ausfall des Client/Server-Systems der BlackBerry-Smartphones im Oktober zurückzuführen, der hohe Kosten verursacht hat. Auch die Abschreibungen wegen der Preissenkung bei seinem Tablet-Computer PlayBook spiele eine Rolle, erklärte RIM. Hinzu kommt, dass der Hersteller seine 10 neuen Smartphones mit dem neuen Betriebssystem QNX wegen Lieferschwierigkeiten erst in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres einführen kann.
Mike Lazaridis und Jim Balsillie, die beiden Geschäftsführer von Research In Motion, kündigten angesichts der Umsatzergebnisse an, ihr Jahresgehalt auf einen Dollar zu kürzen. Das letzte Quartal sei für RIM eines der schwierigsten gewesen. Man werde alles daran setzen, eine Lösung für die Probleme zu finden.
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