Treffsicherer – Spam wird zunehmend an Zielgruppen und Regionen angepasst

Spam-Email

Würde der Emailverkehr nicht im Vorfeld gefiltert, die Anwender hätten täglichen massenhaft Spam-Emails in ihren Emailpostfächern. Dennoch findet ab und zu eine Werbeemail ihren Weg in das Anwenderpostfach. Dort wirbt sie dann für Potenzmittel und Software, oft in englischer Sprache. Die Spam-Versender haben aber erkannt, dass sie viel effektiver werben können, wenn ihre Emails in einer anderen Sprache und an kleinere Verteiler versendet werden.

Die Sicherheitsexperten von Retarus melden einen deutlichen Rückgang englischsprachiger Spam-Emails. Betrug der Anteil der Werbemails mit einer englischsprachigen Betreffzeile noch vor einigen Monaten 55,6 Prozent, sind es jetzt nur noch 39,7 Prozent. Im Gegenzug stieg der Anteil Werbeemails in anderen Sprachen. Der hat sich sogar nahezu verdoppelt. Rund ein Fünftel der Werbeemails im deutschsprachigen Raum ist bereits in deutscher Sprache verfasst und auch in anderen Ländern ist eine Verdopplung lokal nach Sprache angepasster Spam-Emails zu beobachten.

Je mehr Nachrichten mit gleichem Inhalt verschickt werden um so höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um Spam handelt, nach diesem Kriterium arbeiten die Spam-Filter der Emailprovider. Weil nun immer mehr Werbeemails auf den Versand in bestimmten Regionen angepasst sind und an kleinere Verteiler versendet werden, greifen manche Spam-Filter nicht mehr. Anwender und Unternehmen schützen sich also besser mit Spam-Filtern, die nicht ausschliesslich das Versandvolumen sondern auch den Inhalt untersuchen.

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