KI-Chats ohne Überwachung? – Meta verspricht echte Privatsphäre

KI-Chats ohne Überwachung? – Meta verspricht echte Privatsphäre

Viele Menschen wünschen sich, privat mit einer Künstlichen Intelligenz zu chatten, ohne Angst haben zu müssen, dass jemand mitliest. Genau das verspricht Meta jetzt für den weltweit beliebten Messenger WhatsApp. Der Konzern kündigt eine neue Funktion namens „Private Processing“ an, die sensible Gespräche mit der KI schützen soll.

Was steckt hinter „Private Processing“?

Schon in den kommenden Monaten könnte sich die Nutzung von Meta AI für Millionen Menschen grundlegend verändern. Denn Meta will die Kommunikation mit seiner Künstlichen Intelligenz deutlich sicherer machen. Möglich werden soll das durch die neue Technologie „Private Processing“, die bald auf der ganzen Welt ausgerollt werden soll. User können dann sogenannte Inkognito-Chats mit Meta AI starten und das direkt innerhalb von WhatsApp. Im offiziellen Blog des Messengers heißt es hierzu:

„Der Inkognito-Chat mit Meta AI bietet echte Privatsphäre – niemand kann deine Unterhaltung mitlesen, nicht einmal wir.“

Für zahlreiche Nutzer dürfte genau das der entscheidende Punkt sein. Schließlich werden KI-Systeme immer häufiger für sehr persönliche und sensible Fragen genutzt. Besonders bei Themen wie Gesundheit, Finanzen oder emotionalen Problemen wünschen sich die Menschen absolute Vertraulichkeit. Der US-amerikanische Tech-Riese bezeichnet die neue Technik deshalb als nächsten großen Schritt beim Schutz der Privatsphäre.

Wie privat sind die Gespräche mit der KI wirklich?

Nach Angaben des Unternehmens werden die Unterhaltungen in einer geschützten Umgebung verarbeitet.

„Wenn du einen Inkognito-Chat mit Meta AI startest, erstellst du eine private, temporäre Unterhaltung, die nur du sehen kannst. Deine Nachrichten werden in einer sicheren Umgebung verarbeitet, auf die nicht einmal Meta zugreifen kann“, so der Konzern.

Das Besondere dabei ist, dass die Gespräche nicht dauerhaft gespeichert werden sollen. Zudem verschwinden die Inkognito-Nachrichten standardmäßig nach einiger Zeit ganz automatisch wieder. Dadurch soll ein geschützter Raum entstehen, in dem die WhatsApp-User offen mit der Künstlichen Intelligenz sprechen können. Ohne befürchten zu müssen, dass Inhalte später auftauchen oder von Dritten mitgelesen werden. Für WhatsApp wäre das ein bedeutender Schritt. Denn bislang galt die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nur für normale Chats. Jetzt soll der Schutz erstmals auch direkt für Unterhaltungen mit Meta AI gelten.

Was plant das Unternehmen als Nächstes für den Messenger?

Meta setzt noch einen drauf. Denn zusätzlich arbeitet das Unternehmen an sogenannten „Nebenchats“. Diese Funktion soll wie ein KI-Second-Screen funktionieren. Während die User miteinander chatten, kann die AI parallel zusätzliche Informationen, Vorschläge oder Erklärungen liefern. Ohne, dass hierfür der eigentliche Chat unterbrochen werden muss. Auch diese „Nebenchats“ sollen laut Meta dann privat bleiben.

Wo können User Meta AI schon jetzt verwenden?

Bereits heute ist Meta AI in WhatsApp, Facebook und Instagram verfügbar. Erkennbar ist die intelligente Funktion an einem kleinen lilafarbenen Blütensymbol. Meta beschreibt die KI als „Dein persönlicher Assistent, Reiseführer, Wellness-Coach und mehr“. Das Unternehmen betont darüber hinaus, dass die KI nur Nachrichten lesen kann, die aktiv mit ihr geteilt werden. Wer Meta AI aktuell einschränken will, kann das Feature zumindest für einzelne Chats deaktivieren. Über die Einstellungen unter „Chat-Datenschutz“.

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