Die Open Source-Software Thunderbird der Mozilla Foundation ist neben Microsofts Outlook eines der weitverbreitesten Emailprogramme. Es ist kostenlos unter anderem für die Betriebssysteme Windows, Linux und Mac OS erhältlich. Derzeit liegt es in der aktuellen Version 13.0.1 vor und wird nach Organisationsangaben aktiv von rund 20 Millionen Nutzern verwendet. Neben seiner Basisfunktion bietet der Emailclient diverse weiterführende Features. Nun, rund neun Jahre nach der Veröffentlichung der ersten Version, kündigte Mozilla an, Thunderbird nicht mehr weiterzuentwickeln. Ab der Version 17, deren Veröffentlichung zum 20. November 2012 geplant ist, werde es keine neuen Funktionen für Thunderbird geben. Es wird sich somit um eine „Extended Support Release„-Version (ESR) handeln. Jedoch wird die Sicherheit und Stabilität des Programm zunächst weiterhin sichergestellt. Ein Jahr lang soll es alle sechs Wochen eine Aktualisierung geben, die Sicherheitslücken und Softwarefehler beseitigt.
Es habe sich gezeigt, dass die meisten Nutzer lediglich die Basisversionen des Email- und Newsreader-Programms verwenden und deshalb keine neuen Funktionen benötigen. Zudem beobachte man eine Verlagerung der Nutzung von Desktop-Emailclienst zu webbasierten Emailprogrammen. Die meisten der Thunderbird-Entwickler werden sich nun anderen Mozilla-Projekten zuwenden. Das Programmieren neuer Features, falls gewünscht, ist deshalb künftig den Mitgliedern der Nutzergemeinschaft überlassen.
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