Samsung Galaxy S8 – es ist da!

Samsung muss nach dem Debakel um die brennenden Akkus viel Vertrauen zurückgewinnen. Das könnte mit dem Galaxy S 8 gelingen. Denn das neue Flaggschiff machte bei der Präsentation des Unternehmens einen hervorragenden Eindruck. Im Handel ist es regulär ab 28. April 2017 erhältlich – Vorbesteller erhalten es eine Woche früher. Der Preis für die Normalversion liegt bei 799 Euro, das leistungsstärkere Galaxy S8 Plus kostet 899 Euro. Die Ladenpreise werden voraussichtlich deutlich nach unten abweichen. Damit schlägt Samsung preislich das iPhone klar und bietet keinesfalls weniger Funktionalität.

Galaxy S8 – flach, groß, schön

Optisch ist das Premium-Smartphone noch einmal gewachsen. 5,8″ in der Standardversion sind bereits groß, die Plus-Ausgabe bringt es sogar auf 6,2″. Das Smartphone wirkt dabei sogar noch größer, da Samsung es verstanden hat, die Gehäusefassung auf der Frontseite auf ein Minimum zu reduzieren. Edge-Look extrem: Sämtliche Knöpfe sind digitalisiert und ins Display verschoben. Dadurch gibt es noch mehr Platz für den Screen. 2.960 x 1.440 Pixel zeigen beide Varianten an. Das Gehäuse ist außerdem wasser- und staubgeschützt (IP68) und verfügt über einen Fingerabdrucksensor, der leider direkt neben der Kameralinse angebracht ist. Außerdem gibt es Anschlüsse für USB-C, Micro-USB und Kopfhörer. Die Kamera ist „unspektakulär gut“ und gegenüber dem S7 nicht weiterentwickelt.

Im Innenleben gibt es dagegen kaum Quantensprünge zu vermelden. Vier GB Arbeitsspeicher und 64 GB Flash-Speicher (erweiterbar durch microSD) bieten für die Größe allenfalls eine solide Ausstattung. Das gilt auch für den Chip Exynos 8895 und den Akku mit „nur“ 3.000 b zw. 3.500 mAh. Dennoch ist diese Kombination im Vergleich zu anderen Geräten oberste Liga. Die Surfgeschwindigkeit ist auf ca. 450 MBit/s begrenzt. Das ist derzeit kaum realisierbare Top-LTE-Bandbreite und sollte für die kommenden Jahre ausreichen.

Assistenz-Funktion Samsung Galaxy S8: Bixby soll es richten

Die vielleicht wichtigste Neuerung des Samsung Galaxy S8 ist der virtuelle Assistent Bixby. Mit diesem geht auch Samsung den Weg der Sprachsteuerung. Dabei soll Bixby anders als die Konkurrenz selbst kontextabhängige Befehle sicher ausführen. Allerdings lauscht der Assistent ununterbrochen, auch wenn er für Apps ausgeschaltet ist. Die Nutzungsbedingungen sind eindeutig: Samsung erhält das Recht, die gehörten und ggf. übertragenen Daten auch an Behörden weiterzugeben. Daher ist Bixby in Sachen Datenschutz ein potenzieller Abhörmechanismus, der mit Vorsicht zu genießen ist.

Das Samsung Galaxy S8 wird zum Desktop-Gerät

Unscheinbar, aber möglicherweise wegweisend ist eine weitere Neuerung. Das Galaxy S8 kann mit einer DeX-Station kombiniert werden, womit das Display auf den Desktop-Monitor übertragen und per Maus und Tastatur gesteuert wird. Damit wächst das Smartphone zu einem kleinen PC-Ersatz heran.

Diese spannende Funktion rundet die erstklassige Präsentation ab. Obwohl es nur weniger, aber wichtige Neuerungen gibt, setzt Samsung damit ein dickes Ausrufezeichen gegenüber der Konkurrenz. Diese wird es schwer haben, technisch an dieses Gesamtpaket heranzukommen. Denn Samsungs Galaxy S8 und S8 Plus sind ab April sehr wahrscheinlich die besten Geräte auf dem Markt.

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