iPhone 7 – Aufguss mit wenigen Lichtblicken

Wieder einmal hat Apple die Fachwelt nach Coppertino eingeladen, um wichtige Neuheiten zu präsentieren. Neben der neuen Apple Watch stellten die Macher um Tim Cook zwar kein neues iPad, aber das neue iPhone 7 vor. Wäre es nur die App von Super Mario, die neuen Farben Schwarz oder Jet schwarz sowie leichte Verbesserungen des Displays oder die verbesserte Staub- und Wasserfestigkeit gewesen, wäre das neue iPhone erneut nur ein müder Aufguss bisheriger Technik. Das iPhone 7 kann aber deutlich mehr, auch wenn es zu einem echten Entwicklungssprung nicht reicht. Vielmehr handelt es sich bei den Neuerungen um das Ergebnis einer schlüssigen Technikevolution. Diese mag begeistern und die Konkurrenz befeuern – die Erwartungen kann sie jedoch trotzdem nicht ganz erfüllen. Und das, obwohl das iPhone 7 nach Apples Aussagen – natürlich – das beste iPhone aller Zeiten ist.

Was kann das neue iPhone 7?

Das neue iPhone hat zehn neue Key-Features. Davon sind aber nur wenige wirklich spannend. Eins davon ist der schon im Vorfeld durchgesickerte Wegfall der Kopfhörerbuchse. Die Ohrstöpsel heißen AirPods und lassen sich jetzt einfach per Lightning mit dem iPhone verbinden. Kabelsalat ist überflüssig. Die Kopfhörer laufen fünf Stunden und können mit einem mobilen Ladegerät bis zu 24 Stunden Musik liefern. Sobald sie in das Ohr eingesetzt sind schalten sie sich automatisch ein, bei Anrufen dagegen unterdrücken sie die Geräusche. Hinzu kommt ein neuer Soundprozessor, der Musik noch besser – und zwar endlich in Stereo – klingen lässt.

Das zweite wichtige Feature ist die Kamera. Der Sensor verfügt über 12 Megapixel. Entscheidender ist aber, dass er bis zu 50 Prozent mehr Licht durchlässt eine dreimal so lange Belichtung ermöglicht. Die Fotos wirken so deutlich besser. Mit dieser Kamera greift das iPhone nach Meinung von Apple sogar Spiegelreflexkameras an. Ein optischer Bildstabilisator und sechs Elemente in der Linse stehen ebenfalls für Qualität. Zur Frontkamera kommt eine zweite Kamera mit 7 Megapixeln hinzu. Eine ist ein Weitwinkel, eine ein Tele. Sogar einen doppelten Zoom gibt es. Zusätzlich zu den Kamerafunktionen gibt es u. a. einen neuen LED-Blitz, eine RAW-Capture-API, neue Tiefenschärfe und einen Porträtmodus. Im Herbst soll auch noch eine Tiefenschärfefunktion folgen.

Der neue Prozessor heißt A10 und soll der bisher schnellste Smartphone-Antrieb sein. 64 Bit getrieben lassen die beiden Hauptkerne um 40 Prozent schneller sein als beim Vorgänger. Die zwei Nebenprozessoren kümmern sich um Standards wie Mailabfragen und andere untergeordnete Prozesse. Weiteres Plus: Der Akku läuft zwei Stunden länger als beim iPhone 6s. Auch an anderer Stelle gibt es Fortschritte: Apple bietet das iPhone 7 erstmals mit 32, 128 und 256 GB Speicher an. Kleiner zusätzlicher Schmankerl fürs mobile Surfen: Die Funktion Advanced LTE unterstützt schon jetzt die früher oder später zu erwartenden 450 GBit/s LTE Geschwindigkeit.

Das iPhone kommt in zwei Varianten in den Handel. Beide laufen auf dem neuen iOS 10. Das iPhone 7 kostet 649 Dollar, was dem des iPhone 6s entspricht. Das iPhone 7plus ab 769 Dollar. Die Vorbestellungen für das iPhone 7 sind ab 9. September 2016 möglich, die Auslieferung beginnt am 16. September 2016.

iOS 10 kommt regulär am 13. September 2016, die AirPods sind ab Oktober für 159 Dollar zu haben.

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