Kabelnetzbetreiber – Kublai übernimmt die Tele Columbus AG mehrheitlich

Kabelnetzbetreiber – Kublai übernimmt die Tele Columbus AG mehrheitlich

Nach der kartellrechtlichen Freigabe durch die EU-Kommission am 12. April, steht der Übernahme der Tele Columbus AG durch die Investmentfirma Kublai nichts mehr im Weg. Insgesamt knapp 92 Prozent der Aktien des Unternehmens, das seine Leistungen unter der Dachmarke Pÿur anbietet, werden nun von der Tochterfirma des US-Konzerns Morgan Stanley gehalten.

Was bietet die Tele Columbus AG?

Die Tele Columbus AG ist nach Vodafone die Nummer zwei auf dem Kabelnetzbetreiber-Markt in Deutschland und hat eine Reichweite von mehr als drei Millionen Haushalten. Unter seiner Endkundenmarke Pÿur bietet der Betreiber Highspeed-Internet einschließlich Telefon und Digital TV an.

Wie erfolgte die Übernahme durch Kublai?

Knapp 62 Prozent der Anteile sicherte sich Kublai über ein Übernahmeangebot der Aktionäre. Der größte Investor des regionalen Netzbetreibers United Internet bringt zudem seinen Anteil von rund 30 Prozent in den US-Konzern ein. Im Gegenzug erhält United Internet einen Anteil an Kublai sowie einen Zugriff auf das Breitbandnetz des Betreibers. Die Unbedenklichkeitsbescheinigung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie wurde bereits am 30. März erteilt. Die Abwicklung der Übernahme soll nun nach der kartellrechtlichen Freigabe am 19. April erfolgen.

Was soll sich durch die Übernahme ändern?

„Das erfolgreiche Übernahmeangebot und die Kapitalerhöhung ebnen den Pfad für nachhaltiges, organisches Wachstum für Tele Columbus“ so Vorstandsvorsitzender und CEO der Tele Columbus AG Dr. Daniel Ritz.

An der geplanten Kapitalerhöhung will sich auch United Internet beteiligen. Insgesamt 475 Millionen Euro sollen Tele Columbus Ende April für Investitionen in die Infrastruktur sowie den Schuldenabbau zugeführt werden. Durch die Übernahme sollen beim Glasfaserausbau deutlich größere Schritte gemacht werden. In den nächsten zehn Jahren will das Unternehmen 2 Milliarden Euro in den Glasfaserausbau und die Netzinfrastruktur investieren. Die Tele Columbus AG setzt auf Anschlüsse, welche die Glasfaser bis zum Anschlusspunkt ins Haus führen. Das Geld soll bis 2030 Millionen Wohnungen per Glasfaser mit skalierbaren Gigabit-Bandbreiten versorgen. Darüber hinaus soll die Öffnung des Netzes für Drittanbieter sichergestellt werden.

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