
Seit Ende letzten Jahres ist 1&1 der vierte deutsche Mobilfunknetzbetreiber. Aufgrund der weiterhin nicht vollständig ausgebauten eigenen Infrastruktur ist 1&1 auf die Zusammenarbeit mit einem der drei anderen etablierten Netzbetreiber angewiesen. Jetzt wurde der Vertrag zwischen 1&1 und Vodafone unterzeichnet.
Was steckt hinter der Partnerschaft?
Aktuell ist der Netzbetreiber noch dabei, seine Infrastruktur weiter auszubauen. 1&1 möchte seinen Kunden allerdings überall einen Zugang zum 5G-Netz ermöglichen, wurde vor wenigen Tagen der Hauptvertrag mit Vodafone zum National-Roaming unterzeichnet. Zuvor nutzten 1&1-Kunden dort, wo der Netzbetreiber bisher nicht selbst über eine Infrastruktur verfügt, Antennen von Telefónica. Doch damit ist jetzt Schluss, denn künftig werden sämtliche National-Roaming-Leistungen bei Vodafone bezogen.
„Wir legen los: Vor uns liegt Deutschlands größte Mobilfunk-Migration. Wir können unsere Netze mithilfe dieser Partnerschaft optimal auslasten und sie für unsere Kunden weiter stärken. Sie wird uns in den kommenden Jahren helfen, nachhaltig zu wachsen“, betont Vodafone Deutschland CEO, Marcel de Groot.
Bereits im vergangenen Jahr hatten sich die beiden Netzbetreiber in einem Vorvertrag verbindlich auf diese Partnerschaft geeinigt.
Was bedeutet die Kooperation für die Kunden?
Für alle Neukunden von 1&1 steht der Zugriff auf das National-Roaming bereits ab diesem Donnerstag, den 29. August, zur Verfügung. Aber auch die mehr als 12 Millionen Bestandskunden werden nach und nach bis Herbst nächsten Jahres die Möglichkeit erhalten, das Vodafone-Netz zu nutzen. Dabei bekommt der Kunde selbst von dem Wechsel zwischen den Netzen der beiden Mobilfunkanbieter gar nichts mit. Sobald an einer Stelle kein 1&1 5G-Netz verfügbar ist, wechselt das Smartphone automatisch in das dort vorhandene Vodafone-Netz. Dadurch können 1&1-Kunden in viel mehr Bereichen vom neuesten Mobilfunkstandard profitieren. Aber auch die Kunden von Vodafone profitieren nach eigenen Angaben des Unternehmens von der langfristigen Zusammenarbeit der Netzbetreiber. Durch die wesentlich erhöhte Auslastung des Vodafone-Netzes kann das Unternehmen wiederum größere Investitionen in den Netzausbau tätigen. 1&1 betont zudem, dass trotz der langfristigen Kooperation der Ausbau des eigenen Mobilfunknetzes weiter vorangetrieben werden soll. Die Partnerschaft ist für beide Seiten demnach eine Win-win-Situation.
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