WhatsApp – Verbreitung von Nachrichten wird eingeschränkt

whatsapp

Die Verbreitung von Falschmeldungen über Messengerdienste ist bislang ein unaufhaltsames Ärgernis gewesen. Durch solche Falschmeldungen sind schon Menschen zu Schaden gekommen, die nichts verbrochen hatten. In Indien gab es einige Fälle von Lynchjustiz, bei denen das Opfer fälschlicherweise über den Messengerdienst WhatsApp einer Kindesentführung oder anderen Vergehen beschuldigt wurde. Nach Verbreitung über WhatsApp und andere Messenger war in Indien bereits in mehr als 20 Fällen ein rachelüsterner Mob über die Opfer hergefallen, so dass WhatsApp dort bereits im Juli 2018 Konsequenzen zog und die Möglichkeit zur Weiterleitung von Nachrichten einschränkte.

WhatsApp schon vor Jahren misstrauisch beäugt

WhatsApp, welches im Jahre 2009 gegründet wurde, geriet bereits 2014 unter Beschuss, als der soziale Mediendienst Facebook das Unternehmen übernahm. Viele User befürchteten damals, dass ihre Daten und Nachrichten nicht mehr sicher seien. Dennoch werden über WhatsApp täglich mehr als 65 Milliarden Nachrichten von über 1,5 Milliarden Menschen weltweit versandt.

Zwingend notwendige Konsequenz

Nun wird WhatsApp die Weiterleitung von Nachrichten für alle User stark beschränken. Die neuesten Versionen des beliebten Messengers erlauben ab sofort nur noch eine Weiterleitung an maximal 5 Kontakte, statt wie bisher an bis zu 20 Freunde. Aufzuhalten ist eine Verbreitung von Nachrichten mit zweifelhaftem Inhalt dadurch allerdings nicht, höchstens zu verlangsamen.

Vorsicht bei allen Nachrichten, die scheinbar Warnungen beinhalten

Dass so manche Meldung mit Vorsicht zu genießen ist, sollte jeder Nutzer von sozialen Netzwerken und Messengern allerdings ohnehin berücksichtigen. Nirgendwo anders als in solchen Diensten ist es einfacher eine große Masse an Menschen mit verhältnismäßig geringem Aufwand zu erreichen, und so ist es natürlich logisch, dass sie von manchen Menschen genutzt werden um individuelle Rachegelüste zu befriedigen oder andere, zweifelhafte Motive umzusetzen.

Wie ist es bei anderen Messengern

Der Messengerdienst Signal hat zum Beispiel bereits im Jahre 2017 sogenannte „verschwindende Nachrichten“ eingeführt, welche sich nach einiger Zeit selbst löschen. Ob diese dem Problem der Falschmeldungen entgegenwirken sei dahingestellt. Es ist dennoch löblich, dass man sich dazu Gedanken macht und versucht, diese Entwicklung aufzuhalten.

Weitere Informationen

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Die aktuellsten telespiegel Nachrichten
Internet zu langsam? Wenn versprochene Bandbreite nicht ankommt

Internet zu langsam

Wenn versprochene Bandbreite nicht ankommt

Hohe Geschwindigkeiten stehen in vielen Internetverträgen – doch im Alltag kämpfen Nutzer oft mit schwankender Bandbreite und instabilen Verbindungen. Woran das liegt und wann technische Probleme sogar zum Streitfall werden können. […]

Fake-News-Push auf Xiaomi-Handys – Warnung vor perfider Betrugsmasche

Fake-News-Push auf Xiaomi-Handys

Warnung vor perfider Betrugsmasche

Stiftung Warentest hat bei Xiaomi-Smartphones gefälschte Nachrichtenartikel entdeckt, die per Push-Meldung verbreitet werden. Hinter angeblichen Tagesschau-Meldungen verbergen sich Betrugsseiten, die Nutzer zu Geldzahlungen oder zur Preisgabe sensibler Daten verleiten sollen. […]

Gemeinschaft

Zwischen Sportplatz und Bildschirm

Wo findet Gemeinschaft heute statt?

Zwischen Sportplatz und Smartphone: Während lokale Vereine weiterhin Millionen Menschen zusammenbringen, entstehen parallel digitale Gemeinschaften, die rund um die Uhr erreichbar sind. Welche Rolle spielen beide Formen des Miteinanders heute – und warum schließen sie sich nicht gegenseitig aus? […]

Bitcoin als Wertanlage unter Druck – aktuelle Risiken und Alternativen

Bitcoin als Wertanlage unter Druck

Aktuelle Risiken und Alternativen

Der Bitcoin-Kurs gerät zunehmend unter Druck. Es handelt sich um einen unsicheren Markt. Experten warnen vor Vertrauensverlust und starken Schwankungen. Kryptowährung birgt als Wertanlage einige Risiken, die viele Anleger jetzt verunsichern. […]

Neue EU-Zollregeln – ab Juli wird das Bestellen bei Shein & Co. teurer

Neue EU-Zollregeln

Ab Juli wird das Bestellen bei Shein & Co. teurer

Ab Juli entfällt die Zollfreigrenze für China-Importe früher als geplant. Statt einer Pauschale fallen künftig drei Euro pro Warenkategorie an. Die EU will damit Wettbewerb, Produktsicherheit und Umweltaspekte stärken. Für Verbraucher könnten Bestellungen jedoch spürbar teurer werden. […]