1&1 Drillisch – Bewerbung der Tarife im „D-Netz“ von Vodafone beendet

1&1 – Bewerbung der Tarife im „D-Netz“ von Vodafone beendet

Der Mobilfunkanbieter 1&1 Drillisch hat die Vermarktung all seiner Tarife im „D-Netz“ von Vodafone eingestellt. Bisher war es 1&1-Kunden möglich, zwischen Allnet-Flatrates im o2-Netz und im Vodafone-Netz zu wählen. Ab jetzt sind im Onlineshop jedoch nur noch Tarife im Telefónica-Netz weiterhin erhältlich.

Welche Tarife werden nicht mehr beworben?

Konkret handelt es sich um folgende Tarife:

  • 1&1 All-Net-Flat
  • 1&1 All-Net-Flat Young
  • 1&1 All-Net-Flat Business
  • 1&1 Daten-Flat für Tablet und Notebook

Es sind demnach alle Produktbereiche betroffen, die Kunden bisher auch in einer D-Netz-Variante buchen konnten. Allerdings wurde lediglich die Vermarktung dieser Tarife eingestellt. Auf Nachfrage in der Kunden-Hotline sind die Tarife auch weiterhin buchbar. Die Vertriebspartner wurden per E-Mail von dem Mobilfunkanbieter darüber informiert, die Vermarktung der entsprechenden Produkte umgehend einzustellen. Für Kunden, die bereits einen Vertrag im Vodafone-Netz nutzen, ändert sich vorerst nichts.

Weshalb wird die Vermarktung der Tarife eingestellt?

Der Mobilfunkanbieter selbst begründet die Einstellung der Bewerbung damit, dass er sich in Zukunft rundum auf die Vermarktung der LTE- und 5G-Tarife konzentrieren wolle. Zudem kristallisiert sich seit einiger Zeit heraus, dass 1&1 Drillisch die Zusammenarbeit mit Telefónica intensiviert. Die entsprechenden Tarife im o2-Netz werden zu günstigeren Grundgebühren angeboten. Ein Grund hierfür ist, dass die Zusammenarbeit mit Telefónica noch für mindestens zehn Jahre läuft. Denn im Rahmen der Fusion von Telefónica mit E-Plus, hat sich der Netzbetreiber dazu verpflichtet, dem Wettbewerber Drillisch, der mittlerweile von 1&1 übernommen wurde, einen Zugang auf bis zu 30 Prozent der eigenen Netzkapazität zu gewähren.

1&1 Drillisch will ein eigenes Netz aufbauen

Der Mobilfunkanbieter hat zudem geplant, der vierte Mobilfunknetzbetreiber in Deutschland neben der Telekom, Vodafone und Telefónica zu werden. Damit will der Wiederverkäufer zum selbständigen Netzbetreiber werden. Dass 1&1 intensiv daran arbeitet, ein eigenes 5G-Netz aufzubauen, wird auch dadurch deutlich, dass der Mobilfunkanbieter bereits eigene 5G-Frequenzen eingekauft hat. Da bereits jetzt Zugriff auf das Telefónica-Netz besteht, könnte das 5G-Netz von 1&1 Drillisch jederzeit gestartet werden. Allerdings gab es bisher noch keine Einigung bei Verhandlungen zwischen den beiden Mitbewerbern, da die Konditionen, die von Telefónica aufgerufen wurden, von 1&1 als zu hoch angesehen werden. Aus diesem Grund soll nun die Bundesnetzagentur als Schlichter eingesetzt werden.

Bildquelle: 1&1

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Die aktuellsten telespiegel Nachrichten
Messenger-Betrug 2026: KI macht WhatsApp- und SMS-Betrug gefährlicher

Messenger-Betrug 2026

KI macht WhatsApp- und SMS-Betrug gefährlicher

Eine aktuelle Kaspersky-Studie zeigt: Betrüger verlagern ihre Angriffe immer stärker auf WhatsApp, Telegram und andere Messenger. Künstliche Intelligenz macht die Nachrichten dabei täuschend echt – mit teils erheblichen finanziellen Folgen für die Opfer. […]

Silent Calls

Silent Calls

Warum stumme Anrufe ein Warnsignal sein können

Das Telefon klingelt, doch am anderen Ende meldet sich niemand. Was wie ein harmloser Fehlanruf wirkt, kann Teil einer professionellen Betrugsmasche sein. Kriminelle nutzen sogenannte Silent Calls, um aktive Telefonnummern zu identifizieren und gezielt für spätere Betrugsversuche auszuwählen. […]

Kampf um Router-Freiheit – Verbraucherschützer klagen gegen Vodafone

Kampf um Router-Freiheit

Verbraucherschützer klagen gegen Vodafone

Darf Vodafone Kunden bei Glasfaseranschlüssen bestimmte Modems vorschreiben? Genau diese Frage soll nun ein Gericht klären. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz sieht die gesetzlich verankerte Endgerätefreiheit in Gefahr und zieht vor das Oberlandesgericht Hamm. […]

De-Mail Ende

De-Mail endgültig eingestellt

Das Digitalprojekt, das zum Flop wurde

Als sichere Alternative zur E-Mail, startete der De-Mail-Dienst. Jetzt ist nach 15 Jahren allerdings Schluss. Denn das Projekt war nie wirklich erfolgreich und hatte mit Sicherheitsbedenken zu kämpfen, weshalb es nur wenige Bürger nutzten. […]

Karte nie erhalten, Konto geplündert – Bank muss Rückzahlung leisten

Karte nie erhalten, Konto geplündert

Bank muss Rückzahlung leisten

Das Oberlandesgericht Frankfurt stärkt jüngst in einem Urteil das Recht von Bankkunden. Geht eine Debitkarte auf dem Postweg verloren, haftet die Bank für missbräuchliche Abhebungen. Damit widerspricht das OLG dem Urteil der Vorinstanz. […]

Polizei-Einsatzfahrzeuge

Großrazzia gegen Darknet-Drogenhandel und Geldwäsche

Acht Festnahmen und Millionen-Ermittlungen

Bei einer bundesweiten Großrazzia gegen Darknet-Drogenhandel und internationale Geldwäsche haben Ermittler acht Personen festgenommen. Im Fokus stehen Millionenbeträge, Kryptowährungen und ein mutmaßliches Underground-Banking-Netzwerk zwischen Deutschland und Vietnam. […]