Aus für den Internet Explorer – Am 15. Juni wird der Browser eingestellt

Aus für den Internet Explorer – am 15. Juni wird der Browser eingestellt

Von Mitte bis Ende der 90er Jahre war der Internet Explorer der Browser im World Wide Web, der am meisten genutzt wurde. Bereits im letzten Jahr kündige Microsoft allerdings an, den Support des Internet Explorers am 15. Juni dieses Jahres zu beenden. Von dem Aus des Browsers sind allerdings nur Windows10-Nutzer betroffen.

Weshalb beendet Microsoft den Support für den Internet Explorer?

In den ersten Jahren nach Erscheinung der ersten Version im Jahr 1995 war der Internet Browser konkurrenzlos und somit auch der meistgenutzte Browser. Doch der Marktanteil sinkt seit 2004 – und damit seit der Veröffentlichung des Firefox-Browsers – kontinuierlich. Mit mehr als 40 Prozent dominiert heute der Chrome-Browser von Google den Markt. Und auch Microsoft hat mit Microsoft Edge im Jahr 2015 mit Windows10 einen neuen Webbrowser veröffentlicht. Nun schickt das Unternehmen den Internet Explorer 11, der 2013 eingeführt wurde, unter Windows10 in Rente. Gemeint ist hiermit das eigenständige Programm, welches Windows10-User bis heute nutzen können. In der neusten Betriebssystem-Version Windows11 wurde der Browser bereits entfernt.

Wer kann den Internet Explorer noch weiterhin nutzen?

Das Support-Ende nächste Woche bedeutet jedoch nicht das vollständige Aus für den Internet Explorer. Denn lediglich Windows10-Nutzer sind hiervon betroffen. Auf den folgenden Systemen läuft der Webbrowser auch noch weiterhin:

  • Windows 7
  • Windows 8.1
  • Windows 10 Client LTSC
  • Windows 10 IoT LTSC
  • Windows Server LTSC
  • Windows Server SAC

Öffnen Nutzer von Windows10 nach dem 15. Juni das Programm, startet dieses nicht mehr. Stattdessen öffnet sich automatisch Microsoft Edge. Doch auch unter Windows10 gibt es noch eine Möglichkeit, Webseiten im Internet Explorer-Modus aufzurufen. Die entsprechende Konfiguration kann unter „Standardbrowser“ in den Edge-Einstellungen ausgewählt werden. Der Modus ermöglicht es, dass eine Webseite so aufgerufen werden kann, wie sie im Internet Explorer aussehen würde. Insbesondere für Unternehmen bietet dies den Vorteil, alte Webanwendungen auch über das Support-Ende hinaus weiterhin noch nutzen zu können. Nach Angaben von Microsoft soll es den Internet Explorer-Modus mindestens noch bis 2029 geben.

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