Es kann eine äußerst prekäre Situation sein, wenn der Vorgesetzte über Facebook eine Freundschaftsanfrage stellt. Zumindest, wenn man nicht ohnehin mit ihm regelmäßig nach Feierabend ein Bier trinken geht. Für die Arbeitnehmer stellt sich dann die Frage: Annehmen oder ablehnen, ignorieren oder reagieren? Auch wenn es dem Chef nicht bewusst ist, die meisten Mitarbeiter empfinden es eher als Nötigung und nicht als Auszeichnung, wenn er ein Online-Freund werden möchte. Das ergab eine Forsa-Umfrage im Auftrag des Branchenverbandes Bitkom.
Mehr als die Hälfte (56 Prozent) der Befragten würden eine solche Freundschaftsanfrage innerhalb der Online-Community ablehnen. Insbesondere die Frauen und ältere Nutzer entschieden sich so. Nur etwa ein Fünftel (19 Prozent) der User würden das Angebot des Vorgesetzten annehmen. 19 bzw. 20 Prozent wahrscheinlich oder eher nicht und 36 Prozent der Befragten würden dies auf keinen Fall tun. Experten der Bitkom raten: „Bevor man Freundschaftsanfragen seines Chefs annimmt, sollte man sich aber auf jeden Fall genau überlegen, welche Profildetails oder Einträge er sehen darf.“ Übrigens haben nur zwei Prozent der befragten Nutzer innerhalb ihrer Online-Community ihrerseits eine Freundschaftsanfrage an ihren Chef gestellt.
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