Zunächst nutzten insbesondere Computerfreaks die Internettelefonie. Unter anderem durch Angebote wie beispielsweise die des VoIP-Anbieters Sipgate wurden auch andere Internetnutzer auf die Möglichkeiten und Vorteile der Internettelefonie aufmerksam. Inzwischen telefonieren bereits 28 Prozent der Bürger europaweit über das Internet. Die Telefonanschlüsse auf Basis des Voice-over-IP (VoIP) haben nämlich vielfach den herkömmlichen Festnetz-Telefonanschluss abgelöst. Bei Telefonaten per Voice-over-IP werden die Sprachdaten nicht über den herkömmlichen Sprachkanal des Telefonanschlusses, sondern als Datenpakete über die Internetverbindung gesendet. Damit die Sprachqualität zufriedenstellend ist, sollte es sich dabei möglichst um einen schnellen Breitbandanschluss, zum Beispiel per DSL handeln. Weil eine Sprachverbindung viel Datenverkehr verursacht, ist ebenfalls ein Flatrate-Tarif sinnvoll. Meistens sind in den Paketangeboten der DSL-Anbieter Sprachtarife enthalten, die über das Internet abgewickelt werden.
Sind diese Voraussetzungen geschaffen und ein passender Anbieter gewählt, kann oft das herkömmliche Festnetztelefon an dem VoIP-Anschluss weiter verwendet werden. Den Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat ist zu entnehmen, dass 22 Prozent der Bürger in Europa bereits ausschließlich über das Internet telefonieren und 6 Prozent in Ausnahmefällen. Mit dieser Nutzungsintensität liegen die Deutschen auf einem der letzten Ränge im europäischen Vergleich. In Ländern wie Litauen und Lettland (je 65 Prozent), Estland (45 Prozent), Frankreich (35 Prozent) und England (29 Prozent) wird die Internettelefonie bereits intensiver genutzt.
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