Rechtswidrige Warteschleifen – Bundesnetzagentur verhängte Abrechnungsverbot

Rechtswidrige Warteschleifen - Bundesnetzagentur verhängte Abrechnungsverbot

Nach einer vorhergegangenen Übergangszeit gelten seit dem 01. Juni 2013 neue Regelungen für Warteschleifen, die hinter Sonderrufnummern wie mit 0180 und 0900 beginnende Rufnummern geschaltet sind. Warteschleifen dürfen nur noch verwendet werden, wenn der Anruf zu einem Festpreis abgerechnet wird oder wenn Verbindung während der Dauer der Warteschleife kostenfrei ist. Das gilt auch bei zwischenzeitliche Wartezeiten oder Weiterleitungen. Anrufende müssen über die voraussichtliche Dauer einer Warteschleife und darüber informiert werden, wieviel die Verbindung kostet. Wurden diese Vorgaben nicht erfüllt, muss der Verbraucher die geforderten Verbindungsentgelte nicht zahlen. Seit diese Vorgaben in Kraft getreten sind, sind bei der Bundesnetzagentur 148 Beschwerden zu Warteschleifen eingegangen, aufgrund derer 93 Ermittlungsverfahren eingeleitet wurden. Die Behörde nannte zwei Rufnummern, gegen die ein Rechnungslegungs- und Inkassierungsverbot verhängt wurde. Verbindungen mit diesen Rufnummern in den genannten Zeiträumen dürfen nicht berechnet und dafür keine Forderungen eingezogen werden. Bereits gezahlte Gebühren können eventuell mithilfe eines Rechtsanwalts oder der Verbraucherzentralen zurückgeholt werden.

Das Abrechnungsverbot für die Servicerufnummer 0180-5-003785 eines Textilunternehmens gilt rückwirkend vom 1. Juni 2013 bis zum 16. September 2013. Unter dieser Rufnummer wurden nach einer kostenlosen Bandansage und einem Signalton weitere Wartezeiten rechtswidrig abgerechnet. Für die Kurzwahlnummer 22288 gilt ein Rechnungslegungs- und Inkassierungsverbot rückwirkend vom 1. Juni 2013 bis zum 3. September 2013. Die Werbung für den Telefonerotikdienst hatte suggeriert, dass der Anrufer sofort verbunden wird. Tatsächlich wurden dem Verbraucher aber durch eine lange, kostenpflichtige Bandansage verursachte Gebühren berechnet.

Weitere Informationen

Teure Bandansagen – Warteschleifen bei bekannten Unternehmen (telespiegel-News vom 11.07.2013)

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Die aktuellsten telespiegel Nachrichten
Internet zu langsam? Wenn versprochene Bandbreite nicht ankommt

Internet zu langsam

Wenn versprochene Bandbreite nicht ankommt

Hohe Geschwindigkeiten stehen in vielen Internetverträgen – doch im Alltag kämpfen Nutzer oft mit schwankender Bandbreite und instabilen Verbindungen. Woran das liegt und wann technische Probleme sogar zum Streitfall werden können. […]

Fake-News-Push auf Xiaomi-Handys – Warnung vor perfider Betrugsmasche

Fake-News-Push auf Xiaomi-Handys

Warnung vor perfider Betrugsmasche

Stiftung Warentest hat bei Xiaomi-Smartphones gefälschte Nachrichtenartikel entdeckt, die per Push-Meldung verbreitet werden. Hinter angeblichen Tagesschau-Meldungen verbergen sich Betrugsseiten, die Nutzer zu Geldzahlungen oder zur Preisgabe sensibler Daten verleiten sollen. […]

Gemeinschaft

Zwischen Sportplatz und Bildschirm

Wo findet Gemeinschaft heute statt?

Zwischen Sportplatz und Smartphone: Während lokale Vereine weiterhin Millionen Menschen zusammenbringen, entstehen parallel digitale Gemeinschaften, die rund um die Uhr erreichbar sind. Welche Rolle spielen beide Formen des Miteinanders heute – und warum schließen sie sich nicht gegenseitig aus? […]

Bitcoin als Wertanlage unter Druck – aktuelle Risiken und Alternativen

Bitcoin als Wertanlage unter Druck

Aktuelle Risiken und Alternativen

Der Bitcoin-Kurs gerät zunehmend unter Druck. Es handelt sich um einen unsicheren Markt. Experten warnen vor Vertrauensverlust und starken Schwankungen. Kryptowährung birgt als Wertanlage einige Risiken, die viele Anleger jetzt verunsichern. […]

Neue EU-Zollregeln – ab Juli wird das Bestellen bei Shein & Co. teurer

Neue EU-Zollregeln

Ab Juli wird das Bestellen bei Shein & Co. teurer

Ab Juli entfällt die Zollfreigrenze für China-Importe früher als geplant. Statt einer Pauschale fallen künftig drei Euro pro Warenkategorie an. Die EU will damit Wettbewerb, Produktsicherheit und Umweltaspekte stärken. Für Verbraucher könnten Bestellungen jedoch spürbar teurer werden. […]