Teure Bandansagen – Warteschleifen bei bekannten Unternehmen

Teure Bandansagen - Warteschleifen bei bekannten Unternehmen

Seit Juni 2013 ist es verboten, Kunden für Bandansagen und Warteschleifen auf Servicenummern abzukassieren, die mit 0180 und 0900 beginnen. Die Stiftung Warentest hat in einer Stichprobe festgestellt, dass offenbar viele Unternehmen diese gesetzliche Vorgabe noch nicht umgesetzt haben und ihre Anrufer Gebühren zahlen müssen.

Seit Anfang Juni greift ein neues Gesetz, nach dem Anbieter von Sonderrufnummern Anrufern keine Gebühren mehr berechnen dürfen, wenn diese in eine Warteschleife geraten. Außerdem muss die voraussichtliche Dauer der Warteschleife angesagt werden und zusätzlich ein Hinweis erfolgen, ob der Anruf nach Minuten oder einem festen Betrag abgerechnet wird. In der Praxis dürfen daher beispielsweise einem Anrufer nur dann Kosten entstehen, wenn ein Anruf pauschal abgerechnet wird, der Anrufer in eine Warteschleife gerät und dabei auflegt.

In einer aktuellen Stichprobe hat Stiftung Warentest ermittelt, dass jede dritte Warteschleife nicht gesetzeskonform umgesetzt ist. Getestet wurden 171 Service-Nummern. Dabei gerieten die Tester bei 37 Angeboten bei drei Anrufversuchen mindestens zweimal in eine Warteschleife. Nur diese Angebote wurden bewertet. Elf Betreiber dieser Servicenummern haben dabei unberechtigt Gebühren berechnet.

Je nach Servicenummer (180-x und 0900) fallen bei Anrufen verschiedene Gebühren an. Dennoch dürfen Bandansagen und Warteschleifen nichts kosten. Dieses war bei elf Unternehmen nicht umgesetzt. Unberechtigte Gebühren berechneten dabei bekannte Unternehmen wie zum Beispiel das DRK, der Freizeitpark Phantasialand, WMF, Senseo und die Eintrittskartenvermittler Ticketmaster und Ticket online.

Neben den unberechtigt abgerechneten Hotlines monierten die Tester weitere Problembereiche. So berechneten beispielsweise die Betreiber der Servicenummern von vier Unternehmen, zu denen IKEA und AEG gehören, Gebühren für einen Anruf, obwohl die Bandansage einen kostenlosen Service ankündigte. Ebenfalls bemängelten die Tester die Ansagen von dem Flugvermittler Easyjet, der nach Ansage der Kosten von 1,03 Euro auf besetzt schaltete – und die Gebühr berechnete. Ähnliches geschah bei Testanrufen beim Deutschen Wetter-Dienst, der seine kostenpflichtige Service-Rufnummer auf Fax umgestellt hat und auf diese Weise den Anrufern Gebühren abzieht.

Da Stiftung Warentest durch die Stichprobe zur Auffassung gekommen ist, dass die Umsetzung der rechtlichen Vorgaben in der Breite mangelhaft ist, bitten die Tester die Kunden um Mithilfe. Diese können sich bei Verdachtsfällen oder konkreten Falschabrechnungen per E-Mail an warteschleife@stiftung-warentest.de an die Institution wenden.

Weitere Informationen

Vorwahlenliste
Günstige Vorwahlnummern

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Die aktuellsten telespiegel Nachrichten
Achtung: Neue Phishing-Falle – selbst 2FA-Nutzer sind jetzt gefährdet

Achtung: Neue Phishing-Falle

Selbst 2FA-Nutzer sind jetzt gefährdet

Sicherheitsforscher warnen vor einer neuen Generation von Phishing-Angriffen. Kriminelle stehlen keine Passwörter mehr, sondern bringen User dazu, Zugriffe selbst zu autorisieren. Dadurch können sogar Konten mit Zwei-Faktoren-Authentifizierung kompromittiert werden. […]

WhatsApp-Status mit Hitler-Bild - OLG bestätigt Freispruch

WhatsApp-Status mit Hitler-Bild

OLG spricht Mann endgültig frei

Darf ein Hitler-Bild im WhatsApp-Status strafbar sein? Mit dieser Frage musste sich das Pfälzische Oberlandesgericht Zweibrücken beschäftigen. Die Richter kamen zu einem überraschenden Ergebnis und bestätigten einen Freispruch in allen Instanzen. […]

FRITZ!Box 7630 gestartet

FRITZ!Box 7630

Neuer Wi-Fi-7-Router für DSL startet

Wi-Fi 7 hält Einzug in die DSL-Welt: Die neue FRITZ!Box 7630 ist ab sofort erhältlich. Der kompakte Router bietet moderne Technik, sorgt aber wegen seines Preises für Diskussionen. Denn das leistungsstärkere Schwestermodell ist teilweise günstiger zu haben. […]