WIMAX-Frequenzen – Versteigerung beendet

WIMAX-Frequenzen - Versteigerung beendet

Die DSL-Landkarte ist mit weißen Flecken übersät. In Ballungszentren erhalten die Bewohner meist problemlos einen Internet-Zugang auf Basis der Breitbandtechnik. In den meisten ländlichen Gebieten ist zwar ein Festnetz-Anschluss und dadurch auch ein verhältnismäßig langsamer Internet-Zugang zu bekommen, vielen genügt das jedoch nicht. Alternativen sind DSL per Satellit, Internet per TV-Kabel oder die Variante der Datenübertragung über das Mobilfunknetz UMTS. Es gibt jedoch noch eine weitere, die nun sicherlich einen großen Entwicklungsschritt vor sich hat. Die Funkübertragung WIMAX ermöglicht die Datenübertragung zwischen dem Sendemasten und dem Kunden in einer Entfernung von bis zu 50 Kilometern. Dabei sind Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 75 Mbit pro Sekunde möglich, wesentlich mehr als an einem herkömmlichen DSL-Anschluss.

Seit einiger Zeit liefen die Versteigerungen der Frequenzen für die WIMAX-Technologie, die also nicht nur für die Beseitigung der weißen Flecken auf der DSL-Landkarte, sondern auch als schnelle Alternative zu den DSL-Anschlüssen an dem Telefonnetz Einsatz finden kann. An die Ersteigerung der Frequenzen im 3,5 GHZ-Bereich ist eine Versorgung der entsprechenden Gebiete mit mindestens 15 Prozent bis 2009 und bis 2011 in 25 Prozent aller Gemeinden der Region gebunden. Die Frequenzen für den breitbandigen drahtlosen Netzzugang (Broadband Wireless Access, BWA) wurden mit einem Gesamtpreis von etwa 56 Millionen Euro an insgesamt fünf Anbieter verkauft. Für jede Region des Landes erhielten mindestens drei Unternehmen den Zuschlag, das lässt auf einen funktionierenden Wettbewerb in jeder Region hoffen. Da die Frequenzen bereits jetzt zur Verfügung stehen, wird es sicherlich nicht lange dauern, bis Kunden ohne Hoffnung auf einen DSL-Anschluss Angebote auf Basis der WIMAX-Technik erhalten können.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Die aktuellsten telespiegel Nachrichten
Neue Strom-Regeln ab Juni – Nachbarn dürfen ihre Energie teilen

Neue Strom-Regeln ab Juni

Nachbarn dürfen ihre Energie teilen

Eine Gesetzesänderung macht Energy Sharing in Deutschland möglich. Haushalte, Vereine und Unternehmen dürfen selbst erzeugten Strom künftig lokal teilen. Doch trotz großer Chancen gibt es noch offene Fragen bei der Umsetzung. […]

Messenger-Betrug 2026: KI macht WhatsApp- und SMS-Betrug gefährlicher

Messenger-Betrug 2026

KI macht WhatsApp- und SMS-Betrug gefährlicher

Eine aktuelle Kaspersky-Studie zeigt: Betrüger verlagern ihre Angriffe immer stärker auf WhatsApp, Telegram und andere Messenger. Künstliche Intelligenz macht die Nachrichten dabei täuschend echt – mit teils erheblichen finanziellen Folgen für die Opfer. […]

Silent Calls

Silent Calls

Warum stumme Anrufe ein Warnsignal sein können

Das Telefon klingelt, doch am anderen Ende meldet sich niemand. Was wie ein harmloser Fehlanruf wirkt, kann Teil einer professionellen Betrugsmasche sein. Kriminelle nutzen sogenannte Silent Calls, um aktive Telefonnummern zu identifizieren und gezielt für spätere Betrugsversuche auszuwählen. […]

Kampf um Router-Freiheit – Verbraucherschützer klagen gegen Vodafone

Kampf um Router-Freiheit

Verbraucherschützer klagen gegen Vodafone

Darf Vodafone Kunden bei Glasfaseranschlüssen bestimmte Modems vorschreiben? Genau diese Frage soll nun ein Gericht klären. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz sieht die gesetzlich verankerte Endgerätefreiheit in Gefahr und zieht vor das Oberlandesgericht Hamm. […]

De-Mail Ende

De-Mail endgültig eingestellt

Das Digitalprojekt, das zum Flop wurde

Als sichere Alternative zur E-Mail, startete der De-Mail-Dienst. Jetzt ist nach 15 Jahren allerdings Schluss. Denn das Projekt war nie wirklich erfolgreich und hatte mit Sicherheitsbedenken zu kämpfen, weshalb es nur wenige Bürger nutzten. […]

Karte nie erhalten, Konto geplündert – Bank muss Rückzahlung leisten

Karte nie erhalten, Konto geplündert

Bank muss Rückzahlung leisten

Das Oberlandesgericht Frankfurt stärkt jüngst in einem Urteil das Recht von Bankkunden. Geht eine Debitkarte auf dem Postweg verloren, haftet die Bank für missbräuchliche Abhebungen. Damit widerspricht das OLG dem Urteil der Vorinstanz. […]