Diensthandy – BizzTrust trennt private und dienstliche Daten

Smartphone

Immer mehr Menschen nutzen ein Diensthandy. Der Interessenkonflikt zwischen Sicherheit der Geschäftsdaten und privater Nutzung führt aber in der Praxis zu Problemen. Hacker können über Sicherheitslücken in privat installierten Apps und Zusatzprogrammen auch an die geschäftlichen Daten auf dem Handy kommen.

Das Frauenhofer Institut für Sichere Informationstechnologie SIT und der Center For Advanced Security Research Darmstadt CASED haben eine Sicherheitslösung programmiert, die den privaten und dienstlichen Datenbereich auf einem Smartphone trennt. Das Konzept heißt BizzTrust und steht bisher für das Android Betriebssystem zur Verfügung. Auf der Sicherheitsmesse IT-SA, die vom 11. bis 13. Oktober 2011 in Nürnberg stattfindet, wird BizzTrust erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

Das Konzept von BizzTrust sieht vor, auf dem Smartphone zwei getrennte Bereich einzurichten: einen dienstlichen und einen privaten. Für den Anwender ist klar erkennbar, in welchem Bereich seines Handys er sich befindet. Farbsymbole kennzeichnen den geschäftlichen Bereich rot und den privaten Bereich grün. Per Klick kann der Bereich gewechselt werden. Bei der Installation von Apps erkennt das System, ob diese im grünen oder roten Bereich angelegt werden müssen. Da beide Bereiche von BizzTrust parallel und unabhängig voneinander als zwei „virtuelle Smartphones„ laufen, können selbst mögliche Sicherheitslücken in privat installierten Apps nicht mehr die Datensicherheit des geschäftlichen Bereichs gefährden. Im roten Bereich hingegen werden nur durch das Unternehmen autorisierte Programme zugelassen.

Die Sicherheitslösung für Smartphones bietet Unternehmen weitere Vorteile. Denn die Entscheidung, welche Anwendungen und Programme zum dienstlichen Bereich gehören, liegt allein beim Unternehmen. Eine Änderung dieser Zuordnung ist zudem jederzeit möglich. Auch wird das Unternehmensnetz durch BizzTust geschützt. Denn sobald das Smartphone sich mit diesem verbindet, überprüft das System die Software im dienstlichen Bereich auf Änderungen. Gegebenenfalls können Apps dann vor einem Datenaustausch gesperrt werden.

Mit BizzTrust liegt für Unternehmen ein interessanter Ansatz für die Datensicherheit vor, der bereits weiterentwickelt wird. So sollen Smartcards zukünftig weitere Funktionen bieten. Geplant ist auch eine Fernwartung des Geschäftsbereiches auf den Smartphones durch IT-Administratoren, durch die zum Beispiel sicherheitsrelevante Daten bei verlorenen oder gestohlenen Smartphones gelöscht werden können.

Weitere Informationen

Datenflatrate – Tarifvergleich
Tarife für das Smartphone
Unterwegs surfen – Ratgeber

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Die aktuellsten telespiegel Nachrichten
Digitale Steuerbescheide ab 2026 – Papier nur auf Wunsch

Digitale Steuerbescheide ab 2026

Papier nur auf Wunsch

Ab 2026 werden Steuerbescheide in Deutschland in der Regel nur noch digital bereitgestellt. Papier gibt es nur auf Wunsch. Was bedeutet das für Bürgerinnen, Bürger und Kanzleien? Hier erfährst du verständlich, was sich ändert – und wie du dich vorbereitest. […]

Scheinbarer App-Zwang – congstar wegen Irreführung verurteilt

Scheinbarer App-Zwang 

 congstar wegen Irreführung verurteilt

Die Telekom-Tochter congstar behauptete, ihr Online-Kundencenter werde 2025 abgeschaltet – und drängte damit Kunden zum App-Download. Doch das stimmte gar nicht. Ein Gerichtsurteil deckt nun auf, wie weit der vermeintliche App-Zwang wirklich ging. […]

Urteil – Sperrung von Social-Media-Kanälen eines Influencers

Urteil 

 Sperrung von Social-Media-Kanälen eines Influencers

Das Oberlandesgericht Bamberg hat in seinem Urteil entschieden, dass die Sperrung mehrerer Social-Media-Kanäle eines Influencers durch eine Plattformbetreiberin nicht ohne Weiteres zulässig ist. Insbesondere stellte das Gericht fest, dass die bloße Weiternutzung eines weiteren Kanals keine automatisierte Umgehung der Sperrmaßnahme darstellt. […]

United Internet & 1&1 - Marken, Produkte und Hintergründe zum Versatel-Verkauf

United Internet & 1&1

Marken, Produkte und Hintergründe zum Versatel-Verkauf

United Internet bündelt seine Telekommunikationsaktivitäten und verkauft die Netztochter 1&1 Versatel konzernintern an die 1&1 AG. Für Endkunden bleiben die bekannten Marken wie 1&1, IONOS, GMX oder WEB.DE bestehen. Der Artikel erklärt verständlich, welche Produkte die Unternehmen anbieten und was der mögliche Verkauf der Domain-Handelsplattform Sedo bedeutet. […]

Kritische Chrome-Lücke – Google veröffentlicht Notfall-Update

Kritische Chrome-Lücke

Google veröffentlicht Notfall-Update

Eine Chrome-Schwachstelle wurde aktiv von Cyberkriminellen ausgenutzt. Google hat mittlerweile ein Notfall-Update bereitgestellt, das dringend installiert werden sollte. Chrome-Nutzer müssen ihren Browser neu starten, um das Update zu aktivieren. […]