Markenstreit wegen Marketingaktion – Facebox klingt zu sehr nach Facebook

Facebox auf Norderney

Seit zwei Jahren steht im Rahmen der Kampagne „meine Insel Norderney„ ein historischer Badekarren auf dem Kurplatz der Insel. Er ist beige mit großen, dunklen Holzrädern und mit blauer Schrift beklebt. In Kleinbuchstaben steht darauf der Name „facebox„. Zwei Stufen führen hinein. Darin befindet sich ein Tisch, eine Bank und eine Webcam. Hier können Urlauber kostenfrei ihre Urlaubsgrüße aufnehmen. Eine Auswahl der Videobotschaften wird dann in das Internet hochgeladen, auf YouTube und Facebook veröffentlicht.

Durchschnittlich 30 Urlauber pro Tag machten von der Videoaufzeichnungsanlage Gebrauch. Dann klopften die Facebook-Anwälte an und auch das Deutsche Patent- und Markenamt meinte, der blaue Schriftzug ähnele in Aussehen und Wortklang zu sehr dem des sozialen Netzwerks Facebook. Eine Verwechslungsgefahr sei nicht auszuschliessen, ein sicheres Auseinanderhalten der Marken unter ungünstigen Bedingungen nicht möglich.

Die Videobotschaften aus dem Badekarren seien kostenlose Werbung vom Feinsten und eigentlich unbezahlbar. Durch die Kampagne habe man bundesweit Aufmerksamkeit und Sympathie erhalten, heißt es aus der Marketing-Abteilung des Staatsbads und Luftkurorts. Mit der juristischen Niederlage könne man aber leben, man wolle Facebook schließlich nicht weh tun. Man mache weiter wie bisher, aber mit einem neuen Namen.

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