MS Office – kostenlos für Schüler, Studenten und Lehrkräfte

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Nach der Ankündigung, dass Windows 10 für Nutzer älterer Versionen des Betriebssystems ohne Mehrkosten upgradbar ist, holt Microsoft zum nächsten Paukenschlag aus. Der Konzern bietet sein Office-Paket ab sofort kostenlos an. Voraussetzung ist, dass der Nutzer mindestens 13 Jahre alt sowie Schüler, Student oder Lehrkraft ist. Zum Paket gehören Word, Excel, Powerpoint, Access, Publisher und Onenote sowie neben Speicherplatz und eine Online-Version die Berechtigung, die Programme auf bis zu fünf Geräten zu installieren. Das verlockende Angebot enthält allerdings kleine Tücken.

Wer kann MS Office kostenlos nutzen?

Berechtigt zum Bezug sind Lernende und Lehrende, deren Bildungseinrichtungen am Volume-Licensing-Programm von Microsoft teilnehmen. Das impliziert auch, dass die Einrichtung für alle Lehrkräfte eine Office-Version erwerben. Ist dies nicht der Fall, müssen Schüler, Studenten und Lehrkräfte den klassischen Weg über die speziellen vergünstigten Office-Versionen gehen.

Das Volume-Licensing-Programm steht unter anderem auch in Deutschland zur Verfügung. Sofern die Bildungseinrichtung am Programm teilnimmt, können sich alle Lernenden und Lehrenden anmelden und durch eine Überprüfung der E-Mail die Berechtigung verifizieren lassen. Das Problem ist allerdings, dass selbst die großen Hochschulen nicht alle das Microsoft-System nutzen. Einer der Gründe: Es ist mit Kosten verbunden.

Microsoft hat Vorteile durch die kostenlosen Lizenzen

Microsoft hat zwei klare Vorteile durch das System. Der Wichtigste: Das Unternehmen bindet Nutzer an das Office-System. Denn endet die Schule bzw. das Studium oder die Mitarbeit an der Bildungseinrichtung endet auch die kostenlose Nutzung des Office-Paktes. Es ist zu erwarten, dass die Nutzer in großer Zahl den Programmen treu bleiben möchten. Da die Verwaltung der Kundendaten bei Microsoft und nicht bei den Schulen und Hochschulen liegt, kann das Unternehmen dann über direkte Anschreiben Angebote für das Office-Paket im Abo-Modell machen. Der zweite Vorteil ist die öffentlichkeitswirksame Wirkung. Denn das kostenlose Modell sorgt für Aufmerksamkeit und lenkt dann, wenn die Bildungseinrichtung nicht am Programm teilnimmt, den Blick auf kostengünstige Alternativen zur Vollversion von MS Office. Zu denen gehört unter anderem das kostenlose Online-Office für Schüler und Studenten. Auf diese Weise versucht Microsoft, Marktanteile zu generieren, die das Unternehmen durch kostenlose Programme wie Open Office über Jahre verloren hat.

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