Kostenlose Internetdienste und Gratis-Software im Überblick

Gratis Angebote

Viele Internetdienste und Computerprogramme lassen sich kostenlos nutzen. Ob E-Mail-Adresse, Cloud-Speicher, Office-Software, Virenschutz oder mobiles Internet: Für zahlreiche Anwendungen gibt es Gratisangebote, die im Alltag eine echte Alternative zu kostenpflichtigen Produkten darstellen.

Allerdings ist kostenlos nicht immer gleichbedeutend mit uneingeschränkt nutzbar. Manche Anbieter finanzieren ihre Dienste durch Werbung, begrenzen den Speicherplatz oder bieten zusätzliche Funktionen nur gegen Bezahlung an. Der telespiegel stellt interessante kostenlose Internetdienste und Gratis-Software vor und verlinkt auf weiterführende Ratgeber.

Kostenlose Internetdienste im Überblick

Die folgende Übersicht zeigt, welche digitalen Dienste und Programme kostenlos genutzt werden können und worauf Verbraucher achten sollten.

GratisangebotKostenlose LeistungWichtige Einschränkungen
Mobiles InternetKostenloses Datenvolumen und TesttarifeTeilweise zeitlich begrenzt oder an Voraussetzungen gebunden
E-MailKostenlose E-Mail-Adresse und PostfachSpeichergrenzen, Werbung oder eingeschränkte Funktionen
Cloud-SpeicherDateien online speichern und synchronisierenBegrenzter kostenloser Speicherplatz
InternetradioRadiosender kostenlos über das Internet hörenInternetverbindung und gegebenenfalls Datenvolumen erforderlich
Internet-SpeedtestDownload- und Uploadgeschwindigkeit messenMessergebnisse hängen von der Verbindung und Auslastung ab
PDF-SoftwarePDF-Dokumente erstellen und bearbeitenJe nach Programm eingeschränkter Funktionsumfang
SpamfilterUnerwünschte E-Mails erkennen und filternSchutzwirkung und Bedienbarkeit unterscheiden sich
WLAN-RatgeberInformationen zur kostenlosen WLAN-Nutzung und EinrichtungÖffentliche Netzwerke erfordern besondere Vorsicht

Kostenloses Internet für Smartphone und Computer

Mobiles Internet ohne monatliche Grundgebühr

Einige Mobilfunkanbieter ermöglichen die zeitweise kostenlose Nutzung ihres Netzes oder stellen spezielle Tarife ohne monatliche Grundgebühr bereit. Die Angebote unterscheiden sich hinsichtlich Datenvolumen, Geschwindigkeit, Laufzeit und Teilnahmebedingungen.

Nicht jede kostenlose SIM-Karte beinhaltet auch kostenloses Datenvolumen. Manche Tarife setzen eine regelmäßige Guthabenaufladung voraus oder sind lediglich während einer Testphase gratis.

Welche Möglichkeiten aktuell bestehen, zeigt unser Ratgeber kostenloses mobiles Internet. Wer dauerhaft einen Tarif benötigt, sollte zusätzlich die Konditionen im Mobilfunkbereich vergleichen.

Kostenloses WLAN und öffentliche Hotspots

Auch ohne eigenen Mobilfunktarif lässt sich vielerorts kostenlos im Internet surfen. Öffentliche WLAN-Hotspots gibt es beispielsweise in Bibliotheken, Bahnhöfen, öffentlichen Einrichtungen und einigen Geschäften.

Bei der Nutzung öffentlicher Netzwerke ist allerdings Vorsicht geboten. Nutzer sollten auf verschlüsselte Webseiten achten, die automatische Verbindung mit unbekannten Netzwerken vermeiden und sensible Daten besonders schützen.

Weitere Informationen bieten unsere Ratgeber zu WLAN und zur Sicherheit im Internet.

Kostenlose E-Mail-Adressen und Online-Speicher

Gratis-E-Mail-Adresse einrichten

Eine eigene E-Mail-Adresse gehört zu den grundlegenden Internetdiensten. Zahlreiche Anbieter stellen kostenlose Postfächer bereit, die sich über den Browser oder mit einem E-Mail-Programm verwenden lassen.

Die Unterschiede liegen unter anderem beim Speicherplatz, beim Datenschutz, bei der Werbung sowie bei der Unterstützung von IMAP und POP3. Eine zusätzliche E-Mail-Adresse kann sinnvoll sein, um private und weniger wichtige Nachrichten voneinander zu trennen.

Unser Vergleich kostenloser E-Mail-Anbieter stellt verschiedene Freemail-Dienste und ihre Leistungen vor. Tipps zum Umgang mit unerwünschten Nachrichten finden sich im Ratgeber Spam und Werbemails.

Kostenloser Cloud-Speicher für Dateien und Fotos

Mit einem Cloud-Speicher lassen sich Dokumente, Bilder und andere Dateien über das Internet speichern. Die Daten können anschließend auf verschiedenen Geräten abgerufen oder mit anderen Personen geteilt werden.

Viele Cloud-Anbieter stellen einen kostenlosen Basistarif zur Verfügung. Allerdings ist der Speicherplatz häufig begrenzt. Für größere Datenmengen oder zusätzliche Funktionen ist meist ein kostenpflichtiges Abonnement erforderlich.

Wichtig sind außerdem die Datenschutzbedingungen, die Verschlüsselung und die Möglichkeiten zur Datensicherung. Unser Ratgeber kostenlose Cloud-Dienste zeigt die Unterschiede.

Kostenlose Software für den Computer

Kostenlose Office-Programme

Für Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentationen muss nicht unbedingt eine kostenpflichtige Office-Lösung verwendet werden. Programme wie LibreOffice bieten zahlreiche Funktionen für private und berufliche Anwendungen.

LibreOffice ist eine kostenlose Open-Source-Software und eine Weiterentwicklung des bekannten OpenOffice-Projekts. Das Programmpaket kann unter anderem Textdokumente, Tabellen und Präsentationen erstellen und zahlreiche Microsoft-Office-Dateiformate öffnen.

Weitere Informationen enthält unser Beitrag über LibreOffice.

Kostenlose PDF-Software

PDF-Dokumente lassen sich auf unterschiedlichen Computern und Smartphones weitgehend unabhängig vom verwendeten Betriebssystem anzeigen. Für das Erstellen und Bearbeiten solcher Dateien stehen auch kostenlose Programme zur Verfügung.

Häufig ist bereits im Betriebssystem oder in einer Office-Anwendung eine Funktion zum Speichern als PDF enthalten. Spezielle PDF-Programme bieten zusätzliche Möglichkeiten, etwa das Zusammenführen, Aufteilen oder Kommentieren von Dokumenten.

Welche kostenlosen Werkzeuge infrage kommen, erläutert unser Ratgeber kostenlose PDF-Software.

Kostenlose Antivirenprogramme

Ein aktueller Virenschutz gehört zur grundlegenden Sicherheitsausstattung eines Computers. Unter Windows ist mit Microsoft Defender bereits ein Virenschutz integriert. Daneben gibt es weitere kostenlose Sicherheitsprogramme.

Wichtiger als möglichst viele installierte Schutzprogramme sind regelmäßige Updates, sichere Passwörter und ein vorsichtiger Umgang mit unbekannten Dateien und Links. Mehrere gleichzeitig aktive Antivirenprogramme können sogar Probleme verursachen.

Unser Ratgeber zu kostenlosen Antivirenprogrammen erläutert die Möglichkeiten. Ergänzende Empfehlungen bietet der Beitrag Sicherheit im Internet.

Kostenlose Anti-Spam-Programme

Unerwünschte Werbemails und betrügerische Nachrichten gehören zu den häufigsten Problemen bei der E-Mail-Nutzung. Viele E-Mail-Anbieter besitzen bereits integrierte Spamfilter, die verdächtige Nachrichten automatisch aussortieren.

Zusätzliche Filterprogramme können sinnvoll sein, wenn die vorhandenen Schutzfunktionen nicht ausreichen oder mehrere Postfächer verwaltet werden.

Der telespiegel stellt kostenlose Anti-Spam-Programme vor und erklärt, welche Funktionen bei der Auswahl wichtig sind.

Kostenlose Musik und Internetradio

Über das Internet lassen sich zahlreiche Radiosender kostenlos empfangen. Neben klassischen UKW-Stationen gibt es Spartenprogramme, internationale Sender und reine Online-Radios.

Für den Empfang genügt in vielen Fällen ein Webbrowser oder eine geeignete App. Auch spezielle Internetradios können die Programme über eine WLAN-Verbindung wiedergeben.

Das Mitschneiden von Radiosendungen für den privaten Gebrauch kann unter den Voraussetzungen des Urheberrechts zulässig sein. Eine Weitergabe oder öffentliche Verbreitung solcher Aufnahmen ist damit jedoch nicht automatisch erlaubt.

Mehr zu Empfangsmöglichkeiten, Geräten und Voraussetzungen bietet der Ratgeber Internetradio kostenlos hören.

Internetgeschwindigkeit kostenlos messen

Entspricht die tatsächliche Internetgeschwindigkeit der gebuchten Leistung? Mit einem kostenlosen Speedtest lassen sich die Download- und Uploadgeschwindigkeit sowie die Reaktionszeit einer Verbindung ermitteln.

Für aussagekräftige Ergebnisse sollte der Computer möglichst direkt per LAN-Kabel mit dem Router verbunden werden. Gleichzeitig laufende Downloads, andere Geräte und WLAN-Störungen können das Messergebnis beeinflussen.

Mit dem kostenlosen Internet-Speedtest des telespiegel lässt sich die Verbindung überprüfen. Wer mit der Leistung seines Anschlusses dauerhaft unzufrieden ist, findet weitere Informationen im Internet-Ratgeber und im DSL-Vergleich.

Worauf bei Gratisangeboten achten?

Nicht jedes als kostenlos beworbene Internetangebot ist ohne Einschränkungen nutzbar. Vor der Registrierung oder Installation sollten Verbraucher insbesondere folgende Punkte überprüfen:

  • Versteckte Kosten: Ist der Dienst tatsächlich dauerhaft kostenlos oder endet lediglich eine kostenlose Testphase?
  • Vertragsbindung: Wird eine automatische Verlängerung ausgelöst oder ist eine Kündigung erforderlich?
  • Datenschutz: Welche personenbezogenen Daten werden erhoben und wofür verwendet?
  • Werbung: Finanziert sich das Angebot durch Anzeigen oder die Auswertung von Nutzungsdaten?
  • Funktionsumfang: Sind wichtige Leistungen nur in einer kostenpflichtigen Version verfügbar?
  • Sicherheit: Stammt die Software aus einer vertrauenswürdigen Quelle und wird sie regelmäßig aktualisiert?

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn ein vermeintlich kostenloser Dienst bereits bei der Anmeldung umfangreiche Zahlungsdaten verlangt. Zwar kann dies bei seriösen Testangeboten vorkommen, die Bedingungen sollten dann aber sorgfältig geprüft werden.

Häufige Fragen zu kostenlosen Internetdiensten

Welche Internetdienste sind dauerhaft kostenlos?

Viele E-Mail-Dienste, Cloud-Speicher, Internetradios und Softwareprogramme lassen sich dauerhaft ohne Nutzungsgebühr verwenden. Allerdings können Speicherplatz, Funktionen oder Nutzungsmöglichkeiten eingeschränkt sein.

Gibt es kostenlose Alternativen zu Microsoft Office?

Ja. LibreOffice beispielsweise bietet kostenlose Programme zur Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentation. Für viele private Aufgaben reicht der Funktionsumfang vollständig aus.

Ist kostenloses mobiles Internet möglich?

Ja, unter bestimmten Voraussetzungen. Einige Anbieter ermöglichen zeitlich begrenzte Testtarife oder eine stark eingeschränkte Datennutzung ohne monatliche Grundgebühr. Dauerhaft kostenloses mobiles Internet mit hoher Geschwindigkeit ist jedoch kaum erhältlich.

Sind kostenlose Programme sicher?

Kostenlose Software ist nicht grundsätzlich unsicherer als kostenpflichtige Programme. Entscheidend sind ein vertrauenswürdiger Anbieter, regelmäßige Sicherheitsupdates und der Download aus einer seriösen Quelle. Besonders bei unbekannten Downloadportalen ist Vorsicht angebracht.

Warum bieten Unternehmen kostenlose Internetdienste an?

Viele Anbieter finanzieren kostenlose Leistungen durch Werbung, kostenpflichtige Zusatzfunktionen oder Abonnements. Andere Unternehmen veröffentlichen ihre Software als Open Source und ermöglichen dadurch eine kostenlose Nutzung und gemeinschaftliche Weiterentwicklung.