Personalausweis – geschwärzt oder mit Wasserzeichen hochladen!

Personalausweis

Eine Identität lässt sich online nur schwer verifizieren. Streaming-Dienste, Erotik-Seiten, Banken und teilweise auch andere Portale benötigen häufig jedoch einen Nachweis, dass es sich bei einer Person tatsächlich um den vor dem Monitor oder am Handy sitzenden Menschen handelt. Eine Verifizierung ist in solchen und ähnlichen Fällen erforderlich. Das Post-Ident-Verfahren gilt als sicher, ist aber aufwendig und dauert einige Tage. Die Identifikation per Web-Cam ist ebenfalls möglich, schreckt aber viele Nutzer aus technischem Gründen ab. Es bleibt ein Scan des eigenen Personalausweises. Das ist erlaubt, birgt jedoch Gefahren. Wer diese kennt und Vorsorge trifft, kann einen Ausweisscan nutzen, um das eigene Alter oder die Anschrift zu beweisen.

Personalausweis hochladen: Identitätsmissbrauch möglich

Wichtigste Regel: Niemals sollte ein Nutzer eine Personalausweiskopie scannen oder per Handy abfotografieren und ohne Änderungen hochladen. Denn mit einer solchen Datei lässt sich erheblicher Missbrauch betreiben. Es ist völlig problemlos möglich, die Daten auf dem Personalausweis als Rechnungs- und Account-Daten zu nutzen, aber mit einer anderen Lieferanschrift zu kombinieren. Ebenso lässt sich eine gestohlene Identität vortäuschen, um selbst eine Straftat zu begehen. Daher müssen unbedingt wichtige Details unkenntlich gemacht werden. Zudem sollte eine Datei mit dem Bild des Personalausweises niemals auf Portalen hochgeladen werden, die nicht als absolut seriös gelten.

Ausweis hochladen: Daten schwärzen

In der Regel sind nur Daten wie Name, Alter und ggf. Anschrift zur Verifizierung der Identität erforderlich. Seit Einführung der Datenschutzgrundverordnung im letzten Jahr dürfen Unternehmen zudem nur Daten abfragen, die absolut notwendig sind. Daher sollten Nutzer alle Daten auf dem Bild schwärzen, die nicht benötigt werden erforderlich bzw. gefordert sind. Das empfehlen sogar Datenschützer. Dazu zählen in der Regel die Personalausweisnummer/Seriennummer, Zugangsnummer (rechts auf dem Ausweis), Geburtsort, Staatsangehörigkeit und alles, was nicht explizit gefordert ist.

Achtung: Die Datei zum Ausweis muss deutlich als Kopie erkennbar sein. Das heißt: Es ist ratsam, ein Wasserzeichen oder den Begriff „Kopie“ aufzudrucken. Ebenfalls sollten die Farben zu Schwarz-Weiß geändert werden.

Optional: Wasserzeichen integrieren

Es ist relativ einfach, die Empfehlungen für einen Aufdruck oder ein Wasserzeichen umzusetzen. Paint und umfangreichere Grafikprogramme erlauben es, auf eine Bilddatei Wörter zu schreiben. Dazu nutzt man einfach die Text-Funktion und stellt je nach Programm gegebenenfalls den Hintergrund des Textes auf Transparent. Sinnvoll ist es, im Text auf die Verwendung hinzuweisen. Zum Beispiel: „Diese Kopie dient der Verifizierung für Portal xyz“. Dabei sollten keine wichtigen Angaben unkenntlich überschrieben werden. So geändert ist die Kopie des eigenen Ausweises für andere Zwecke nutzlos, ist also zweckgebunden. Ein Missbrauch kann weitgehend ausgeschlossen werden.

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