Mehr Open Banking – Mit Lastschrift beim Cloud Anbieter bezahlen

Mehr Open Banking - Mit Lastschrift beim Cloud Anbieter bezahlen

Jüngst machte das Software-Unternehmen Finastra Schlagzeilen in Bezug auf ein vereinfachtes Open Banking. Die aktuellen Entwicklungen sind spannend, und es gibt laufend Neuigkeiten zu vermelden. Sicherheitsgründe sorgten dafür, dass Kreditinstitute sämtliche Konto- und Transaktionsdaten ihrer Kunden unter Verschluss hielten. Die Folge? Mehr Konkurrenz auf dem Zahlungsmarkt und immer mehr Kunden, die auf alternative Zahlungsmethoden ausweichen.

Die Öffnung der Datenerfassung und der Datenaustausch mit dritten Institutionen wurden mittlerweile allerdings als Vorteil für Bankkunden anerkannt. Nahtlose und effiziente Zugriffe auf Informationen und die zusätzliche Datenanonymisierung weisen den Weg in die Zukunft.

Vorteile der Lastschriftzahlung

Die Lastschrift ist eine der einfachsten Zahlungsmethoden für Kunden. Es wird kein Drittanbieterkonto benötigt und es kann einfach mittels Guthaben oder Verfügungsrahmen vom eigenen Bankkonto gezahlt werden. Die Beliebtheit dieser Zahlungsmethode ist auch im Internetzeitalter nicht vorbeigegangen, und so wundert es nicht, dass immer mehr Cloud-Anbieter auf die Integration der Lastschrift setzen. Allerdings in optimierter Form, denn der Nutzen für Kunden und Dienstleister soll auf hohem Niveau bleiben, das Risiko minimiert werden.

Doch nicht nur Cloud-Anbieter haben den Vorteil für sich erkannt, es gibt auch Angebote der Möglichkeit, per Lastschrift zu zahlen. Für den Kunden ein Vorteil, denn er braucht kein Konto bei einem Online-Zahlungsanbieter und kann mit seinen gewohnten Bankdaten eine sichere und direkte Transaktion auslösen.

Das Risiko des Zahlungsausfalls

Die Online-Lastschrift ist beliebt, doch sie ist längst nicht überall verfügbar. Der Grund? Viele Händler litten in der Vergangenheit unter Zahlungsausfällen. Mit der Entgegennahme und dem Angebot der Lastschrift gilt der Kauf als bestätigt. Die Ware oder die erworbene Dienstleistung werden oft im Vorfeld erbracht. Platzt die Lastschrift, wird das für Kunden ebenso teuer wie für den Händler unangenehm.

Wird selbst die zweite Lastschrift nicht durchgeführt, gerät der Kunde in Zahlungsverzug und es können Mahngebühren und weitere Kosten entstehen. Händler haben Möglichkeiten, mittels Mahnverfahren Druck auszuüben, doch all diese Maßnahmen kosten Zeit, Aufwand und das Geld ist in diesem Moment noch immer nicht auf dem Konto. Eine Situation, die für beide Seiten nicht einträglich ist.

Lösungen sind jedoch vorhanden, unter anderem die Lastschriftzahlung über Drittanbieter. Der Zahlungsausfall ist für den Händler damit deutlich geringer und auch der Kunde manövriert sich nicht unabsichtlich oder absichtlich in die Schuldenfalle. Was es hierzu jedoch braucht, ist die Bereitschaft der Banken zu Open Banking.

Finastra als prominentes Beispiel für Open Banking

Durch seine Kooperation mit Salt Edge hat es der Software-Anbieter Finastra geschafft, eine Win-win-Situation für Kunden und Anwender zu kreieren. Die Finanzdienstleistungssoftware des Unternehmens ist international bekannt und marktführend, und so war die Kooperation mit Salt Edge sinnvoll. Dieser ist als Entwickler einer Finanz-API-Plattform der passende Partner an der Seite von Finastra und die Kombination der beiden Unternehmen soll es möglich machen, vereinfachtes Open Banking sowohl für Endverbraucher als auch für Finanzdienstleister zu ermöglichen.

Mit Payment-Intelligence dem Zahlungschaos entgegen

Sicherheit ist ein wichtiger Aspekt, wenn es um das Thema Zahlungen geht. Erschreckend sind hingegen Meldungen wie jene, bei denen zahlreiche Apple-Apps Sicherheitslücken aufwiesen. Insbesondere für Kunden ist es von hoher Wichtigkeit, dass ihre Bankdaten sicher sind und entsprechend gering ist die Bereitschaft, sie dem Unternehmen einfach zu überlassen.

Der Zusammenschluss von Payment Intelligence und Open Banking soll nicht nur für Händler einfachere und strukturiertere Zahlungsvorgänge ermöglichen, sondern vornehmlich auch Kunden ein vermehrtes Sicherheitsgefühl geben.

Im Online-Business geht es nicht nur um einmalige Zahlungen, sondern gehäuft auch um solche, die wiederkehrend durchgeführt werden. So sind beispielsweise Subscriptions (monatlich wiederkehrende Zahlungen), die dem Kunden den fortlaufenden Zugriff auf eine Dienstleistung ermöglichen. Platzt hier die Lastschrift, wird der Zugang gesperrt und der Händler hat zusätzlichen Aufwand. Er muss den Kunden erinnern, dieser muss die Zahlung erneut auslösen.

Payment Intelligence ist, in Kombination mit dem Lastschriftverfahren, in der Lage, solche Aufwände zu unterbinden. Die Technologie rechnet bei einer geplatzten Lastschrift anhand demografischer Informationen den wahrscheinlichsten Zeitpunkt aus, wann das Konto des Kunden gedeckt ist. Erst dann wird erneut der Bezahlungsprozess ausgelöst. Hiermit lassen sich nicht nur Kosten für Rückbelastungen minimieren, sondern auch für die Finanzabteilung wird das Arbeiten effizienter. Der Kunde muss im ersten Schritt nicht kontaktiert werden und muss auch nicht auf die Nutzung seiner Dienste verzichten.

Negatives Kundengefühl durch Mahnwesen

Zahlungen müssen immer aus zwei Gesichtspunkten betrachtet werden. Hier ist auf der einen Seite der Händler, der sein Geld für eine Dienstleistung oder ein Angebot erhalten möchte. Auf der anderen Seite ist hier jedoch auch der Kunde, für den eine geplatzte Zahlung nicht nur ein Ärgernis ist, sondern oft auch ein negatives Gefühl. Kommt nun die Finanzabteilung auf ihn zu und ermahnt ihn, ist das Kundengefühl gestört und nicht selten kommt es zu einer Abkehr des Unternehmens.

Nun steckt jedoch nicht hinter jeder geplatzten Lastschrift ein zahlungsunwilliger Kunde, der bewusst Zahlungen auslöst, die am Ende nicht gedeckt sind. Oft liegen wenige Tage zwischen dem Eingang des Gehalts und der Auslösung der Zahlung, und die Lastschrift wird, völlig unbeabsichtigt vom Kunden, nicht ausgeführt.

Es kann jedoch passieren, dass der Kunde schon durch einen einzigen Kontakt mit der Finanzabteilung das Interesse an der Leistung verliert und sich vom Unternehmen abwendet. Laut einer Studie, die von Forrester Consulting im Jahr 2020 durchgeführt wurde, ist eine fehlgeschlagene Zahlung in Deutschland bei 11 bis 15 Prozent der Kunden ein Grund für deren Abwanderung.

Für den Händler bzw. Anbieter von Dienstleistungen oder Software eine unangenehme Folge. Denn Kundenverlust bedeutet Umsatzverlust, der sich durch gezieltes Einsetzen von Payment Intelligence und Open Banking umgehen lässt.

Fazit: Moderne Bankgeschäfte sind die Zukunft im Zahlungswesen

Die Zeiten, in denen Banken ihre Daten hüteten wie ein Schatz, sind vorbei. Die Öffnung des Bankings ist ein neuer Schritt in die digitale Zukunft, mit Erleichterungen für Händler und Endverbraucher. Digitales Bezahlen per One-Klick, Sicherheit für Händler und der Fokus auf das angenehme Kauferlebnis des Verbrauchers sind die neuen Trends, die 2021 eine klare Richtung vorgegeben haben.

Die FinTechs sorgen nicht nur für eine Vereinfachung des gesamten Zahlungsprozesses, sondern sorgen dafür, dass die beliebte Lastschrift in nahezu allen Bereichen salonfähig wird. Und das mit einem möglichst geringen Ausfallpotenzial für den Händler.

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