Job-Scam – Verbraucherzentrale warnt vor Jobangeboten über Messenger

Job-Scam – Verbraucherzentrale warnt vor Jobangeboten über Messenger

Durch einfachste Tätigkeiten viel und vor allem schnelles Geld verdienen. Damit versuchen aktuell Betrüger, arglose Verbraucher in die Falle zu locken. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen warnt aktuell vor der heimtückischen Masche, deren eigentliches Ziel es ist, an sensible Daten zu gelangen.

Wie läuft der Job-Scam ab?

User von Messengern wie Instagram, WhatsApp, Telegram, Facebook und Co. sollten besonders wachsam sein, wenn sie auf diesem Weg Angebote für Jobs erhalten. Obwohl die Jobs bereits auf den ersten Blick eigentlich zu gut klingen, um wirklich wahr zu sein, ist die Verlockung, so einfach Geld zu verdienen, in manchen Fällen größer als die Skepsis. Hinter den Nachrichten, in denen beispielsweise vorgegeben wird, Geld zu verdienen, indem einfach nur Hotels auf einer Buchungsplattform mit 5 Sternen bewertet werden, stecken allerdings Kriminelle. Wer auf entsprechende Kontaktversuche reagiert, wird nach Angaben der Verbraucherschützer häufig auf ein Portal gelockt, auf welchem eine Registrierung erfolgen muss. Eine typische Vorgehensweise bei der Betrugsmasche ist, dass die arglosen Verbraucher dazu aufgefordert werden, zunächst selbst Geld zu investieren. Es wird suggeriert, dass hierdurch der Verdienst noch weiter gesteigert werden kann. In manchen Fällen erhalten die Betroffenen das von ihnen eingesetzte Geld sogar wirklich wieder zurück. Dadurch soll Vertrauen vermittelt und Seriosität erweckt werden, nur um anschließend das Opfer dazu zu bringen, noch mehr eigenes Geld zu investieren. Fakt ist jedoch, dass die Betrugsopfer am Ende immer mehr Geld bezahlen, als sie zurückerhalten.

Was steckt hinter den vermeintlichen Jobangeboten?

Das einzige Ziel der Kriminellen ist es, durch die gefälschten Jobangebote an sensible Daten der kontaktierten Person zu gelangen. Mit diesen können dann weitere kriminelle Handlungen vollzogen werden. An die Rufnummern der potenziellen Opfer gelangen die Täter vermutlich über das Darknet, in dem entsprechende Daten zum Kauf angeboten werden. Die Telefonnummern wurden zuvor bei Cyber-Angriffen oder Datenlecks erbeutet. Es ist jedoch auch möglich, dass ein Kontakt aus dem eigenen Telefonbuch gehackt wurde und die Kriminellen hierdurch an die Telefonnummer gelangt sind. Auch über WhatsApp versuchen Betrüger durch das Locken mit Jobs an Daten zu gelangen. Beispielsweise mit dem Text: „Hallo, mein Name ist Melina. Ich bin Berater für HSC Personalmanagement. Suchen Sie noch einen Job?“. Solche betrügerischen Jobangebote sind immer wieder im Umlauf.

Wie können sich Verbraucher schützen?

Zunächst sollten Verbraucher stets vorsichtig sein, wenn sie Nachrichten von unbekannten Nummern oder Profilen erhalten. Der beste Weg, um nicht auf einen Job-Scam hereinzufallen, ist, entsprechende Textnachrichten einfach zu ignorieren und die Absendernummer zu blockieren. Auf keinen Fall sollten Links oder Anhänge geöffnet werden. Um zu prüfen, ob es sich wirklich um ein echtes und seriöses Jobangebot handelt, ist es wichtig, im ersten Schritt die Existenz des Unternehmens zu überprüfen. Dies ist zum Beispiel anhand einer Firmenadresse sowie der Online-Präsenz möglich. Ein großes Warnzeichen ist zudem, wenn das vermeintliche Unternehmen bereits im Bewerbungsprozess nach sensiblen Daten wie Bankdaten fragt. Dies würde kein seriöses Unternehmen tun. Verbraucher sollten daher auf entsprechende verdächtige Fragen achten. Auch Grammatik- und Rechtschreibfehler können auf einen Betrug hinweisen. Betroffene, die bereits Daten preisgegeben haben, sollten umgehend die wichtigsten Dokumente und Zugänge sperren lassen und ihre Bank informieren.

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