Antiviren-Apps für Android – Kostenlose App zum Testsieger gekürt

Antiviren-Apps für Android – kostenlose App zum Testsieger gekürt
Bildquelle: Stiftung Warentest

Ein aktueller Test der Stiftung Warentest zeigt, dass die vorinstallierte Schutzfunktion von Google für Android-Smartphones nicht vollständig überzeugen kann. Die geprüften Apps schlagen die Bordmittel von Android deutlich. Um sich vor Schadsoftware und Phishing zu schützen, ist die Installation einer separaten Antiviren-App für Android-User daher empfehlenswert.

Weshalb ist eine zusätzliche Antiviren-App sinnvoll?

Der Test der Stiftung Warentest zeigt eindeutig, dass die Bordmittel Google Play Protect/Chrome keinen ausreichenden Schutz für die Android-Smartphones bieten. Mit einer 4,3 erreichte die Schutzfunktion insgesamt lediglich die Note „ausreichend“. Deutliche Mängel gibt es nicht nur bei der Datenschutzerklärung, sondern insbesondere auch bei der Schutzwirkung. Hier konnte die vorinstallierte Antiviren-Anwendung ebenfalls nur die Note „ausreichend“ erzielen. Einzig und allein in puncto Aktualisierung überzeuge Google Play Protect/Chrome mit „sehr gut“. Ein alternatives Antivirenprogramm ist demnach notwendig, um sich davor zu schützen, bösartigen Anwendungen unwissentlich einen Zugriff auf das Gerät zu gewähren. Einige der Smartphone-Antivirenprogramme sind sogar kostenfrei – darunter auch der aktuelle Testsieger. Die App Sophos Intercept X for Mobile erzielte die Note „sehr gut“ (1,5). Abstriche gab es hier lediglich ebenfalls bei in puncto Datenschutzerklärung.

Wie haben die anderen Apps abgeschnitten?

Während der von Google vorinstallierte Schutz lediglich 80 Prozent erreichte, konnten alle getesteten Apps 99-100 Prozent beim Schutz vor Schadprogrammen erreichen. Etwas schlechter schnitten die Apps beim Schutz vor Phishing ab. Hier wurden 75-86 Prozent erreicht. Dennoch erhielten alle elf getesteten Anwendungen die Note „gut“. Deutliche Mängel bezüglich der Datenschutzerklärung gab es jedoch auch hier bei nahezu allen Apps. Neben dem Testsieger sind auch zwei weitere getestete Antivirenprogramme für Android kostenfrei: Avast Mobile Security für Android und AVG Free Antivirus für Android. Eine Einzelplatz-Lizenz für die anderen Programme kostet jährlich zwischen 10 und 40 Euro. Der Test der Stiftung Warentest zeigt jedoch auch, dass die kostenpflichtigen Antiviren-Apps für Android keinen besseren Schutz, sondern lediglich mehr Features bieten als die kostenfreien. Insgesamt bieten alle getesteten Anwendungen einen starken Schutz.

Welche Apps wurden getestet?

  • Sophos Intercept X for Mobile
  • G Data Mobile Security
  • Trend Micro Mobile Security for Android
  • Eset Mobile Security
  • Bitdefender Mobile Security for Android
  • Avast Mobile Security für Android
  • AVG Free Antivirus für Android
  • McAfee Mobile Security
  • Avira Antivirus Security Pro
  • Norton Mobile Security für Android
  • F-Secure Mobile Security

Wie wurde getestet?

Schutzwirkung 70 %:
Wie schützt die Anwendung vor Schadsoftware und Phishing? Wie reagiert sie beim Herunterladen von Schadprogrammen? Wird Malware auf der Speicherkarte erkannt? Wie reagiert die App beim Aufrufen von Webseiten, die Passwörter stehlen?

Handhabung 20 %:
Ist die App einfach zu installieren? Welche Einstellungsoptionen gibt es? Ist das Menü verständlich? Welche Hilfefunktionen usw. gibt es?

Akkubelastung 5 %:
Wie wirkt sich die Nutzung der Antiviren-Anwendung auf den Akku des Smartphones aus?

Datensendeverhalten 5 %:
Welche Daten werden bei der Nutzung gesendet?7

Weitere Informationen

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Die aktuellsten telespiegel Nachrichten
„Treuestrafe“ – loyale Stromanbieter-Kunden zahlen Milliarden zu viel

„Treuestrafe“

Loyale Stromanbieter-Kunden zahlen Milliarden zu viel

Viele Stromkunden bleiben ihrem Anbieter treu und zahlen dafür oft deutlich höhere Preise. Eine Studie der RWTH Aachen zeigt, dass viele Bestandskunden jährlich Milliarden zu viel zahlen. Wer regelmäßig Tarife vergleicht oder den Anbieter wechselt, kann mehrere hundert Euro im Jahr sparen. […]

WhatsApp-News – Eltern-Konto für Kinder ab 10 Jahren geplant

WhatsApp-News

Eltern-Konto für Kinder ab 10 Jahren geplant

Der beliebte Messenger WhatsApp plant, ein spezielles Kinder-Konto einzuführen. Kinder ab zehn Jahren sollen den Dienst künftig nutzen können. Allerdings nur mit Zustimmung und Kontrolle der Eltern. Diese können Kontakte und Datenschutz-Einstellungen festlegen. […]

OLG Frankfurt – Zimmeranfrage ist noch keine Hotelbuchung

OLG Frankfurt

Zimmeranfrage ist noch keine Hotelbuchung

Eine scheinbar harmlose Zimmeranfrage kann teuer werden – oder eben nicht. Das Oberlandesgericht Frankfurt hat entschieden, wann eine Hotelreservierung rechtlich verbindlich ist und wann nicht. Im konkreten Fall ging es um rund 10.000 Euro – und um die Frage, ob eine einfache E-Mail bereits einen Vertrag begründet. […]

Internet zu langsam? Wenn versprochene Bandbreite nicht ankommt

Internet zu langsam

Wenn versprochene Bandbreite nicht ankommt

Hohe Geschwindigkeiten stehen in vielen Internetverträgen – doch im Alltag kämpfen Nutzer oft mit schwankender Bandbreite und instabilen Verbindungen. Woran das liegt und wann technische Probleme sogar zum Streitfall werden können. […]

Fake-News-Push auf Xiaomi-Handys – Warnung vor perfider Betrugsmasche

Fake-News-Push auf Xiaomi-Handys

Warnung vor perfider Betrugsmasche

Stiftung Warentest hat bei Xiaomi-Smartphones gefälschte Nachrichtenartikel entdeckt, die per Push-Meldung verbreitet werden. Hinter angeblichen Tagesschau-Meldungen verbergen sich Betrugsseiten, die Nutzer zu Geldzahlungen oder zur Preisgabe sensibler Daten verleiten sollen. […]

Gemeinschaft

Zwischen Sportplatz und Bildschirm

Wo findet Gemeinschaft heute statt?

Zwischen Sportplatz und Smartphone: Während lokale Vereine weiterhin Millionen Menschen zusammenbringen, entstehen parallel digitale Gemeinschaften, die rund um die Uhr erreichbar sind. Welche Rolle spielen beide Formen des Miteinanders heute – und warum schließen sie sich nicht gegenseitig aus? […]