Drosselung der DSL-Geschwindigkeit – Telekom plant begrenztes Highspeed-Volumen

Telekom plant Bandbreitenmanagement bei DSL-Anschluessen

Das Prinzip ist den Verbrauchern aus dem Mobilfunkbereich bekannt. Mit einigen Tarifen kann das mobile Internet unbegrenzt viel genutzt werden, jedoch wird die Datenübertragungsgeschwindigkeit nach der Nutzung eines bestimmten Datenvolumens je Abrechnungszeitraum verringert. Nutzer einer UMTS-Flatrate surfen damit beispielsweise 3 GB mit UMTS-Geschwindigkeit. Danach sieht ihr Vertrag eine Drosselung auf GPRS-Bandbreite vor. Zwar kann der Internetzugang weiterhin ohne weitere Kosten verwendet werden, schnelles Internet gibt es aber erst wieder im Folgemonat.

Dieses Prinzip plant die Telekom auch bei ihren DSL-Anschlüssen umzusetzen. Gleichlautende Gerüchte gab es immer wieder. Dieses Mal hat das Unternehmen sein Vorhaben jedoch bestätigt. In dem Unternehmensblog ist zu lesen, bei den Festnetztarifen soll es für die Datenübertragung ein bestimmtes Volumen geben, das inklusive ist. Ist dieses Volumen aufgebraucht, werde die Übertragungsgeschwindigkeit gebremst. Das enthaltene Volumen sei für die meisten Kunden völlig ausreichend, heißt es dort weiter. Brauche der Kunde aber mehr Highspeed-Volumen, könne er welches hinzu buchen.

Das Vorhaben entspringe den Überlegungen, wie die Telekom mit den stetig steigenden Nutzungsvolumen und den Investitionen in den Netzausbau trotz ständig sinkender Endkundenpreise umgehen kann. Derzeit subventionieren die Kunden die intensivere Nutzung einiger quer, heißt es in dem Beitrag. Würde man das in den Tarifen enthaltene Datenvolumen begrenzen, würden nur die mehr zahlen, die mehr Highspeed-Volumen benötigen. (Anm. d. Red.: Informationen eines angeblichen anonymen Telekom-Mitarbeiters zufolge, die über den Podcast fanboys.fm veröffentlicht wurden, würde das Inklusivvolumen beispielsweise in einem Call & Surf mit DSL 75 GByte betragen und danach auf 384 KBit/s gedrosselt.)

An bestehenden Tarifen seiner Kunden werde sich bei Umsetzung des Vorhabens nichts ändern. Die Einschränkungen beträfen Neuverträge, in denen die Bedingungen transparent kommuniziert würden, erklärte die Telekom. Bisher gebe es allerdings noch keine neuen Tarifmodelle. (Anm. d. Red.: Dem o.g. Podcast zufolge sollen die Änderungen eventuell bereits zum 02.05.2013 in Kraft treten.)

Sollte die Telekom ihre Produkte wie beschrieben verändern, ist davon auszugehen, dass dies auch Änderungen bei Tarifen anderer Anbieter nach sich zieht, die den DSL-Anschluss als Vorleistungsprodukt von der Telekom beziehen.

Update vom 23.04.2013

Telekom drosselt DSL – Neukundentarife mit Datenobergrenze

Weitere Informationen
DSL und Telefon vom Kabelnetzbetreiber

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