Zu den zahlreichen Möglichkeiten des Internet zählt das Hören eines Sender des Internetradio. Die Auswahl ist fast unbegrenzt und für jeden Musikgeschmack ist etwas dabei. Doch bald könnte diese Auswahl erheblich eingeschränkt sein. Die Webradios in Deutschland müssen neben den Kosten für den Internetauftritt und den Datentransfer auch Gebühren an die GEMA und die GVL bezahlen. Die GEMA, die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte, verwaltet die Nutzungsrechte der Musikschaffenden. Die GVL übernimmt die urheberrechtliche Vertretung der ausübenden Künstler und der Tonträgerhersteller. Sie plant zum April eine neue Gebührenstaffelung, die bisherige experimentelle Lizenzierung endet am 31. März 2005.
Bisher werden die Gebühren pauschal nach der möglichen Anzahl der Empfänger berechnet, dann wird die Abrechnung pro Titel und Hörer oder Minute und Hörer erfolgen. Außerdem wird die pauschale Mindestvergütung erhöht. Für viele kleine und vor allem private Internetradios könnte diese finanzielle Belastung zu hoch sein und damit das Aus bedeuten. Dadurch würde die Vielfalt des Radioangebots in dem Internet erheblich beeinträchtigt.
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