Computer per Kopfbewegung steuern – Gerät von Actbrise für körperlich Behinderte

Körperlich unversehrte Menschen machen sich meist wenige Gedanken über das, was sie alltäglich tun (können). Doch einfache Dinge wie durch den Park zu spazieren, die Treppe statt dem Fahrstuhl zu nehmen, Geschirr abzuwaschen oder einen Computer zu bedienen bergen für manche körperlich behinderte Menschen / Menschen mit Handicap unüberwindliche Hindernisse. Zwar wird immer wieder über die Barrierefreiheit auch des Internet diskutiert und Bemühungen hinsichtlich der Anpassung an die Bedürfnisse der behinderten Menschen gemacht. Dennoch ist die Welt eher auf Nichtbehinderte ausgerichtet und wer anders ist, hat es meist entsprechend schwerer.

Um körperlich behinderten Menschen die Arbeit am Computer zu erleichtern, wurden bereits diverse Varianten der Eingabegeräte vorgestellt. Eine Steuerung der Maus und der Computer-Tastatur ohne dass das Eingabegerät dafür berührt werden muss, stellte die japanische Actbrise Corporation vor. Die Steuerung wird mit Bewegungen des Kopfes vorgenommen. Denn auf dem trägt der Anwender einen Bewegungssensor, der als Steuerungsgerät dient. Der sendet die Befehle an die vor dem Nutzer aufgestellte Tastatur, die wiederum per USB an den Computer angeschlossen wird.

Das Gerät beherrscht zwei Modi, den der Tastatur und den der Maus, zwischen denen gewechselt werden kann. Im Maus-Modus reicht eine Kopfbewegung, um den Mauszeiger in die gewünschte Richtung zu lenken. Im Tastaturmodus kann der Nutzer ebenfalls per Kopfbewegung über die Tastatur wandern, die vor ihm aufgestellt wurde. Das jeweils ausgewählte Tastenfeld leuchtet dabei auf. In beiden Modi wird ein Pausieren der Bewegung für länger als zwei Sekunden als Klick auf die linke Maustaste bzw. Bestätigung auf dem Tastaturfeld interpretiert. Das Gerät wird somit ähnliche wie die Modelle für körperlich Unversehrte verwendet, doch die Kopfbewegung ersetzt die Auswahl per Hand. Das System bestehend aus Steuerungsgerät und Tastatur ist ab Ende Oktober in Japan zu beziehen. Es soll 298.000,- japanische Yen, also rund 1.800,- € kosten und arbeitet mit Windows-Betriebssystemen.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


zwei × 1 =

Die aktuellsten telespiegel Nachrichten
Handywerbung angeklickt und Abo eingehandelt

Falle

Handywerbung angeklickt und Abo eingehandelt?

Seit einem Jahr gibt es einen besseren Schutz vor ungewollten Abo-Diensten, eine zusätzliche Drittanbietersperre ist trotzdem dringend ratsam. Denn eine Reklamation gestaltet sich für den Kunden schwierig, der dabei seinem eigenen Geld hinterherlaufen muss. […]

Kriminalitätsbekämpfung – WLAN-Router sollen den Wachmann ersetzen

Kriminalitätsbekämpfung

WLAN-Router sollen den Wachmann ersetzen

Die Universität Bonn arbeitet gemeinsam mit der Polizeidirektion Osnabrück und dem Karlsruher Institut für Technologie an einem Projekt. Ziel ist es, WLAN-Router zur verbesserten Verfolgung von Einbruchskriminalität einzusetzen. Hierzu sollen Router um die Möglichkeit einer Alarmanlage erweitert werden. […]

Bundesnetzagentur – Vertriebsverbot für einen WLAN-Repeater

Bundesnetzagentur

Vertriebsverbot für einen WLAN-Repeater

Im aktuellen Amtsblatt hat die BNetzA eine Allgemeinverfügung bezüglich eines Vertriebsverbots für einen WLAN-Repeater veröffentlicht. Auch eine Rücknahme wurde mittels dieser ausgesprochen. Der Hersteller kann nun Widerspruch einlegen. […]