Nicht erwünscht – Untergeschobene Preselection nach Firmenanschreiben

Nicht erwünscht - Untergeschobene Preselection nach Firmenanschreiben

Viele Telefonkunden meldeten sich bei den Verbraucherzentralen, weil sie unerbetene Werbeanrufe erhielten, in denen ihnen angeblich günstige Tarife vorgestellt wurden. Willigten die Telefonkunden in die Zusendung von Informationsmaterial ein, erhielten sie in diesen Fällen Auftragsbestätigungen, obwohl sie niemals dem Wechsel in einen anderen Telefontarif zugestimmt hatten. Kürzlich wurde eine Gesetzesnovelle vorgelegt, die den Zweck hat, Verbraucher besser vor derartigen Methoden zu schützen. Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein berichtet über eine andere Masche. Dabei wird der Kunde nicht mehr von beauftragten Call-Centern angerufen, sondern von dem Unternehmen angeschrieben.

Die Verbraucherzentrale schildert einen Fall, in dem der Kunde, der gelegentlich über einen Call-by-Call-Anbieter an dem Telefonanschluss der Dt. Telekom telefonierte, ein Schreiben des Anbieters erhielt. Der offeriert unter anderem eine Preselection, also eine feste Voreinstellung auf dessen Vor-Vorwahl. Der Kunde habe längere Zeit keine Gespräche über die Call-By-Call-Vorwahl geführt, deshalb wolle das Unternehmen die Dt. Telekom bitten, die (angebliche) Einstellung auf die Vorwahl an dem Kundenanschluss zu überprüfen und gegebenenfalls neu einzurichten.

Wenige Tage später erhielt der Telefonkunde ein Schreiben seinen Telefonanbieters, der Dt. Telekom. Darin war eine Auftragsbestätigung über die kostenpflichtige Umstellung auf den Preselection-Anbieter enthalten. Das Unternehmen hatte die Dt. Telekom also eigenmächtig angewiesen, den Kundenanschluss auf ihre Preselection umzustellen, obwohl die einzige Geschäftsbeziehung zwischen dem Telefonkunden und dem Anbieter in der gelegentlichen Nutzung dessen Call-by-Call-Vorwahl bestand. (telespiegel-News vom 12.03.2008) Die Gesetzesnovelle ist jedoch noch nicht in Kraft getreten und die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein befürchtet, dass dieses Vorgehen kein Einzelfall bleiben wird.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Die aktuellsten telespiegel Nachrichten
FRITZ!Box 7630 gestartet

FRITZ!Box 7630

Neuer Wi-Fi-7-Router für DSL startet

Wi-Fi 7 hält Einzug in die DSL-Welt: Die neue FRITZ!Box 7630 ist ab sofort erhältlich. Der kompakte Router bietet moderne Technik, sorgt aber wegen seines Preises für Diskussionen. Denn das leistungsstärkere Schwestermodell ist teilweise günstiger zu haben. […]

„Vinted“-Falle endet vor Gericht – Versicherung muss nicht zahlen

„Vinted“-Falle endet vor Gericht

Versicherung muss nicht zahlen

Eine Verkäuferin hat durch eine raffinierte Betrugsmasche auf „Vinted“ mehr als 1 900 Euro verloren. Sie forderte Ersatz von ihrer Versicherung. Ein Gericht hat jetzt allerdings entschieden, dass die Versicherung nicht für den entstandenen Schaden aufkommen muss. […]

Internetnutzung sinkt deutlich - Warum Menschen bewusster online sind

Internetnutzung sinkt erstmals deutlich

Warum viele Menschen bewusster online sind

Weniger Smartphone, weniger Social Media, weniger Zeit im Netz: Eine aktuelle Studie zeigt einen überraschenden Trend. Immer mehr Menschen reduzieren ihre Internetnutzung bewusst – und suchen nach mehr Konzentration, Ruhe und digitaler Balance im Alltag. […]

Neue Strom-Regeln ab Juni – Nachbarn dürfen ihre Energie teilen

Neue Strom-Regeln ab Juni

Nachbarn dürfen ihre Energie teilen

Eine Gesetzesänderung macht Energy Sharing in Deutschland möglich. Haushalte, Vereine und Unternehmen dürfen selbst erzeugten Strom künftig lokal teilen. Doch trotz großer Chancen gibt es noch offene Fragen bei der Umsetzung. […]