Studie unter Autofahrern – Ablenkung am Steuer wird häufig unterschätzt

Handy am Steuer

Rund jeder zehnte Autounfall wird durch Ablenkung des Fahrers verursacht und etwa 30 Prozent resultieren aus der Unachtsamkeit des Fahrzeugführers. Das fand das Allianz Zentrum für Technik gemeinsam mit den Instituten Mensch-Verkehr-Umwelt und Makam Market Research heraus. Im Rahmen der repräsentativen Studie wurden Autofahrer in der deutschsprachigen Schweiz, in Österreich und Deutschland befragt. Unterschiede zwischen den Autofahrern in den drei Ländern gab es kaum. Auch lassen sich Männer und Frauen nahezu gleichermaßen beim Fahren ablenken. Männer jedoch mehr durch die Bedienung technischer Geräte und Frauen eher durch die Betreuung von mitfahrenden Kindern. Stärkere Unterscheide gab es zwischen den Altersgruppen. Die 18- bis 24-jährigen beschäftigen sich während der Fahrt eher mit anderen Dingen als ältere Fahrer. Insgesamt stellte sich jedoch heraus, dass immer mehr Fahrer während der Fahrt telefonieren, allein 10 Prozent mehr als im Vorjahr in der Schweiz und damit 40 Prozent. Rund 30 Prozent der Lenker lesen während der Fahrt eingegangene SMS-Nachrichten, etwa 20 Prozent der Befragten schreiben sogar Kurznachrichten. Aber nicht nur das Mobiltelefon, auch andere Geräte werden während der Fahrt bedient. Mehr als die Hälfte der Befragten gab an, währenddessen ein Ziel in das Navigationsgerät einzugeben. Rund 77 Prozent lassen ihrer Ansicht nach durch Gespräche oder Streit ablenken.

Jede Sekunde, in der die Aufmerksamkeit nicht auf den Straßenverkehr gerichtet sei, könne Leben gefährden, mahnt der Versicherer und gibt Tipps, wie die Gefährdung durch Ablenkung am Steuer eingedämmt werden kann. Bei der Bedienung von Geräten werden Blick und die Gedanken erheblich länger als vermutet vom Straßenverkehr abgewendet. Deshalb sollen Geräte möglichst wenig während der Fahrt bedient werden. Der Fahrer solle beide Hände am Lenkrad lassen und möglichst nicht nach anderen Gegenständen greifen. Gespräche, Zeitdruck, Nahrungsaufnahme und Rauchen seien nicht zu unterschätzende Ablenkungen. Der Fahrer soll sich möglichst von Beginn an völlig auf den Straßenverkehr konzentrieren. Moderne Assistenzsysteme helfen, gefährliche Situationen auszugleichen und Unfallfolgen zu mindern.

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