Smartphone-Trojaner stiehlt mTAN – Betrugswelle verursachte Millionenschaden

Smartphone-Trojaner ZitMo greift mTAN von Online-Banking-Kunden ab

Vor einigen Wochen hatte die Berliner Polizei auf einen Trojaner hingewiesen, der es auf Onlinebanking-Kunden mit einem Android-Smartphone abgesehen hat. (telespiegel-News vom 14.11.2012) Bei dem Aufruf der Internetseite ihre Kreditinstituts spähte ein Trojaner, der sich unbemerkt auf den Computern der Nutzer installiert hatte, die Zugangsdaten der Bankkunden aus. Zudem öffnete er ein Fenster mit dem Hinweis, der Nutzer solle wegen eines Sicherheitsupdates seine Mobilfunknummer und das Handymodell angeben. In der daraufhin zugesendeten SMS war ein Link enthalten. Installierte der Nutzer die darüber herunter geladene Software auf seinem Smartphone, leitete die künftig alle SMS mit enthaltener mTAN an die Cyberkriminellen weiter. So könnten die Kriminellen mithilfe der Bankdaten und der mTAN der Nutzer deren Bankkonten leer räumen.

Die Sicherheitsexperten von Kaspersky Lab hatten über solche Abkömmlinge des Zeus-Trojaners berichtet. Der Trojaner auf dem PC lockt den Nutzer, das Schadprogramm auf dem Smartphone zu installieren. Diese Schadsoftware-App nannte Kaspersky „Zeus in the Mobile“ (ZitMo). Es wurden Varianten für Android-, Windows Mobile-, Symbian– und Blackberry-Smartphone entdeckt.

Die Sicherheitsunternehmen Versafe und Check Point Software Technologies nannten die untersuchte Angriffswelle „Eurograbber„ und erklärten, die Opfer stammen ausschließlich aus Europa. Von den rund 30.000 Betroffenen seien jeweils zwischen 500 und 250.000 Euro gestohlen worden. Insgesamt, rechneten die Sicherheitsunternehmen, haben die Betrüger bis zu 36 Millionen Euro von den Konten ihrer Opfer auf ihre eigenen überwiesen, davon 13 Millionen Euro von deutschen Bankkunden.

Weitere Informationen

Smartphone Anti-Virus

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Die aktuellsten telespiegel Nachrichten
Digitale Steuerbescheide ab 2026 – Papier nur auf Wunsch

Digitale Steuerbescheide ab 2026

Papier nur auf Wunsch

Ab 2026 werden Steuerbescheide in Deutschland in der Regel nur noch digital bereitgestellt. Papier gibt es nur auf Wunsch. Was bedeutet das für Bürgerinnen, Bürger und Kanzleien? Hier erfährst du verständlich, was sich ändert – und wie du dich vorbereitest. […]

Scheinbarer App-Zwang – congstar wegen Irreführung verurteilt

Scheinbarer App-Zwang 

 congstar wegen Irreführung verurteilt

Die Telekom-Tochter congstar behauptete, ihr Online-Kundencenter werde 2025 abgeschaltet – und drängte damit Kunden zum App-Download. Doch das stimmte gar nicht. Ein Gerichtsurteil deckt nun auf, wie weit der vermeintliche App-Zwang wirklich ging. […]

Urteil – Sperrung von Social-Media-Kanälen eines Influencers

Urteil 

 Sperrung von Social-Media-Kanälen eines Influencers

Das Oberlandesgericht Bamberg hat in seinem Urteil entschieden, dass die Sperrung mehrerer Social-Media-Kanäle eines Influencers durch eine Plattformbetreiberin nicht ohne Weiteres zulässig ist. Insbesondere stellte das Gericht fest, dass die bloße Weiternutzung eines weiteren Kanals keine automatisierte Umgehung der Sperrmaßnahme darstellt. […]

United Internet & 1&1 - Marken, Produkte und Hintergründe zum Versatel-Verkauf

United Internet & 1&1

Marken, Produkte und Hintergründe zum Versatel-Verkauf

United Internet bündelt seine Telekommunikationsaktivitäten und verkauft die Netztochter 1&1 Versatel konzernintern an die 1&1 AG. Für Endkunden bleiben die bekannten Marken wie 1&1, IONOS, GMX oder WEB.DE bestehen. Der Artikel erklärt verständlich, welche Produkte die Unternehmen anbieten und was der mögliche Verkauf der Domain-Handelsplattform Sedo bedeutet. […]

Kritische Chrome-Lücke – Google veröffentlicht Notfall-Update

Kritische Chrome-Lücke

Google veröffentlicht Notfall-Update

Eine Chrome-Schwachstelle wurde aktiv von Cyberkriminellen ausgenutzt. Google hat mittlerweile ein Notfall-Update bereitgestellt, das dringend installiert werden sollte. Chrome-Nutzer müssen ihren Browser neu starten, um das Update zu aktivieren. […]