
Manche Internetnutzer schätzen zwar eigentlich die Vorzüge des Online-Shoppings, dem Bezahlung ihrer Waren über das Internet stehen sie aber skeptisch gegenüber. Zu groß ist Sorge über einen möglichen Missbrauch ihrer Konto- oder Kreditkartendaten. Deshalb geben sie die nur ungern oder generell nicht in dem Internet preis. An diese Internetnutzer richtet sich das Bezahlsystem „Barzahlen“ der Zerebro Internet GmbH. Damit kann der Einkauf online getätigt werden, die Bezahlung erfolgt hingegen offline im Einzelhandel. Was zunächst kompliziert scheint, ist denkbar einfach. Der Kunde sucht sich die Ware in einem Onlineshop aus und bestellt sie. Als Zahlungsmethode wählt er „Barzahlen“. Daraufhin erhält er einen Zahlschein, den er ausdrucken kann. Alternativ kann ein Code per SMS auf sein Handy gesendet werden. Damit geht er in eines der teilnehmenden Ladengeschäfte und bezahlt dort die Ware. Der Onlineshop erhält die Nachricht, dass die Ware bezahlt wurde und versendet sie an den Käufer. Sollte die Ware einmal nicht ankommen oder es andere Probleme geben, greift ein Käuferschutz. Wird die Ware von dem Kunden zurückgesendet, kann sich der Käufer den Kaufpreis auch in dem Ladengeschäft erstatten lassen.
Der Bezahldienst „Barzahlen“ ist deutschlandweit erst vor wenigen Tagen gestartet. Derzeit akzeptieren rund 100 Onlineshops die Bezahlung mit „Barzahlen“. Große Internethändler wie Amazon, Neckermann, Cyberport oder Zalando zählen bisher nicht dazu. Bar bezahlt werden kann in Filialen der Drogeriekette DM, von der es deutschlandweit immerhin rund 1.350 gibt. Auch mobilcom-debitel-Shops in Berlin sind „Barzahlen“-Partner.
Sollte das Bezahlsystem von den Kunden angenommen und weiter ausgebaut werden, könnte es sich zu einer ernst zu nehmenden Konkurrenz der herkömmlichen Bezahlmethoden wie Lastschrift, Vorkasse und Kreditkarte entwickeln. Rund die Hälfte der Deutschen verwendet kein Onlinebanking, aus Unsicherheit, Misstrauen oder anderen Gründen. Ein Bedarf für ein solches Offline-Bezahlsystem ist also vermutlich vorhanden. Einigen Teilen des E-Commerce käme diese Verknüpfung von Online- und Offline-Welt ebenfalls zugute. Das haben die Unternehmen offensichtlich erkannt, wie ein Blick in die Liste der Investoren des jungen Unternehmens zeigt.
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